Für barrierefreie Bedienung:

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt

Suche starten

News + Aktuelles

05.10.2012

Neue Sicherheitsplattform

Pilotprojekt von Polizei und Stadt Graz

Um mehr Sicherheit in Graz bemüht: Landespolizeidirektor-Stellvertreter Generalmajor Manfred Komericky, Landespolizeidirektor HR Mag. Josef Klamminger, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Landespolizeidirektor-Stellvertreter Mag. Alexander Gaisch und Stadtpolizeikommandant Brigadier Kurt Kemeter (v. l.). | Foto: Stadt Graz/Fischer
 

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und die neue steirische Polizeiführung unter Landespolizeidirektor HR Mag. Josef Klamminger, dessen Stellvertreter Mag. Alexander Gaisch und Generalmajor Manfred Komericky sowie der Grazer Stadtpolizeikommandant Brigadier Kurt Kemeter wollen gemeinsame Wege gehen, um die Landeshauptstadt in puncto Sicherheit zur Vorzeigestadt zu machen. Immerhin verzeichnet der Großraum Graz 70 Prozent aller Delikte, die in der Steiermark begangen werden.

 
Kooperation mit Bundesministerium
Im Herbst und im Advent sind im Grazer Stadtgebiet mehr Polizeistreifen unterwegs. | Foto: Stadt Graz/Fischer
 

Die Stadt Graz startet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Inneres ein Pilotprojekt, das es zum Ziel hat, die Sicherheit in der Stadt zu erhöhen. In der neu geschaffenen kommunalen Sicherheitsplattform sind bereits jetzt neben der Exekutive auch alle wichtigen EntscheidungsträgerInnen und Abteilungen der Stadt Graz aufgerufen, ihre Erfahrungen und ihr Know-how einzubauen, beispielsweise die Ordnungswache, die Stadtbaudirektion, die BezirksvorsteherInnen, der Sozialbereich, alle politischen Fraktionsvertretungen, das Gesundheitsamt, Drogenbeauftragte, etc .

 
Plattform erarbeitet Leitlinien

„Die GrazerInnen haben prinzipiell laut der Lebensqualitätsindex-Studie Vertrauen in die Sicherheit in unserer Stadt. Die Zahl der angezeigten Fälle sank etwa vom Jahr 2009 von 22.315 auf 21.878 im Vorjahr. Die Aufklärungsquote hingegen ist gestiegen: Von 32 Prozent im Jahr 2009 auf 41,5 Prozent im Jahr 2011. Freilich ist die Aufklärungsquote im Land bei 47,5 Prozent höher. Und hier gilt es mit dem Pilotprojekt der Stadt Graz anzusetzen", erklärte Nagl die Beweggründe für die neue Sicherheitsplattform. Erste Ergebnisse beziehungsweise die Ausarbeitung von Leitlinien sind mit Mai 2013 gepant, die Plattform soll quartalsmäßig tagen und dort werden auch direkt Projektaufträge vergeben.

 
Die Polizei allein macht die Stadt nicht sicherer

Die Polizei alleine könne Hot-Spots nicht entschärfen, so Nagl. Bauliche Maßnahmen, Leitbilder, die Involvierung und der Ausbau von Sozialarbeit seien wichtige Eckpfeiler für die Erhöhung der Sicherheit - zumal damit gerechnet wird, dass in den nächsten zehn Jahren die Zahl von 300.000 Menschen mit Hauptwohnsitz in Graz gesprengt wird. Landespolizeidirektor Klamminger und seine Stellvertreter Gaisch und Komericky stießen ins selbe Horn. Klamminger räumte ein, dass der Großraum Graz, in dem 70 Prozent der Delikte verübt werden, auch für die Exekutive einen Sonderstatus einnehme. Der Fokus polizeilicher Arbeit sei auch dahingehend ausgerichtet.

 
Hot Spot Uni-Viertel ins Visier genommen

Konkret wurde Stadtpolizeikommandant Kemeter: „Zum Uni-Start wird auch die Überwachung im Uni-Viertel erhöht. Zwei Gruppen mit jeweils vier bis fünf BeamtInnen sind dabei gleichzeitig bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz, um Vandalismus, Lärm und gefährliche Verkehrssituationen bereits im Vorfeld einzudämmen."
Nagl ergänzte, dass hier Leitlinien ausgearbeitet werden. „Studierende und WirtInnen sollen künftig genau wissen, wie sie sich hier zu verhalten haben." Man sei auch bereits in Gesprächen mit den GastronomInnen, um den PolizeibeamtInnen Räume direkt vor Ort anbieten zu können.

 
Weitere Sicherheitsschwerpunkte der Graz Polizei im Herbst

- Aktion „Sicherer Advent" in den Straßen der Innenstadt und in Einkaufsbereichen. Die sichtbare Präsenz der Polizei und somit die subjektive Sicherheit wird erhöht.
- Verkehrspolizei: In der dunkleren Jahreszeit gibt es verstärkte Überwachungsaktionen, um FußgängerInnen und RadfahrerInnen zu schützen.
- Die Kriminalpolizei setzt mit verstärkten Überwachungsmaßnahmen Maßnahmen gegen Dämmerungseinbrüche.

 
In den vergangenen Jahren sind laut Bürgermeister Nagl durch Vereinbarungen mit dem Bundesministerium für Inneres bereits etliche sicherheitspolitische Maßnahmen für und in der Stadt Graz möglich bzw. umgesetzt worden:
- Kameraüberwachung ist möglich (dort wo die Polizei dies als sinnvoll erachtet).
- Polizeiinspektionen sind um-, aus- und neugebaut worden (aktuell die Polizeiinspektion Finanz).
- Die Fahrradpolizei wurde installiert.
- Siedlungsmediation, bei der SozialarbeiterInnen, StreetworkerInnen und die Ordnungswache im Einsatz sind, findet statt. Ergebnis: 50 Prozent der Konflikte entstehen durch mangelnde Bausubstanz.
- Ein Versetzungsstopp für Grazer PolizistInnen wurde erreicht

Bei der Grazer Polizei sind derzeit 735 Dienstposten besetzt, 776 wären systemisiert. Was derzeit ein Minus von 41 ExekutivbeamtInnen ausmacht. Klamminger: „Derzeit gibt es einen Versetzungsstopp, sprich, es werden keine PolizistInnen aus Graz abgezogen."

 
  • socialbuttons