Für barrierefreie Bedienung:

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt

Suche starten

News + Aktuelles

15.10.2012

Restlos g'scheit essen

Lebensmittel Wert schätzen
Kammeramtsdirektor Brugner, Bürgermeister Nagl, Landesbäuerin Maier und Landwirtschaftskammer Vizepräsident Titschenbacher präsentieren die Wanderausstellung vor dem Grazer Rathaus. Foto: Stadt Graz/Fischer 
Kammeramtsdirektor Brugner, Bürgermeister Nagl, Landesbäuerin Maier und Landwirtschaftskammer Vizepräsident Titschenbacher präsentieren die Wanderausstellung vor dem Grazer Rathaus. Foto: Stadt Graz/FischerKammeramtsdirektor Brugner, Bürgermeister Nagl, Landesbäuerin Maier und Landwirtschaftskammer Vizepräsident Titschenbacher präsentieren die Wanderausstellung vor dem Grazer Rathaus. Foto: Stadt Graz/Fischer
 
So steigern Sie die Haltbarkeit: Salat und Co gehören in das Gemüsefach des Kühlschranks. Foto: Stadt Graz/Fischer                                             
So steigern Sie die Haltbarkeit: Salat und Co gehören in das Gemüsefach des Kühlschranks. Foto: Stadt Graz/Fischer                                            So steigern Sie die Haltbarkeit: Salat und Co gehören in das Gemüsefach des Kühlschranks. Foto: Stadt Graz/Fischer
 

Am 16. Oktober ist Welternährungstag. Ein guter Grund für die steirischen Bäuerinnen, schon heute mit dem Aktionstag "Restlos g'scheit essen" auf die weltweite Verschwendung von wertvollen Nahrungsmitteln aufmerksam zu machen. Mit ihrer Informations-Offensive soll ab sofort mittels Wanderausstellung sichtbar gemacht werden, wie viel Lebensmittel verschwendet werden. Ebenso werden Tipps gegeben, was jede und jeder Einzelne bereits beim Einkaufen tun kann, um dieser Zerstörung von Ressourcen entgegenzuwirken. Auch die Stadt Graz unterstützt die Aktion.

"Wir müssen die Menschen wachrütteln und deutlich sagen, dass sich hier etwas ändern muss!", sagte Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und machte dabei auf die erschreckenden Zahlen aufmerksam: "Was jährlich österreichweit an genießbaren Lebensmitteln in den Restmüll geworfen wird, nämlich 166.000 Tonnen, entspricht dem Verbrauch von Nahrungsmitteln der EinwohnerInnen von ganz Graz in einem Jahr!" Dabei wurden laut Studie des Lebensministeriums jene Lebensmittel, die in der Biotonne landen, gar nicht in die Berechnung miteinbezogen. Der Bürgermeister lädt die GrazerInnen herzlich ein, die Wanderausstellung zu besuchen, die heute am Hauptplatz zu sehen ist und ab morgen für eine Woche im Rathaus stationiert sein wird. Danach wird die Ausstellung in das Grazer Landhaus "wandern" und im Anschluss daran in den steirischen Schulen gezeigt werden. Nagl appellierte an alle: "Wenn man so einen schönen Laib Brot anschaut und weiß, wie viel Arbeit es gebraucht hat ihn herzustellen, dann tut es wirklich weh, wenn diese wertvollen Nahrungsmitteln einfach weggeworfen werden. Daher bitte ich Sie: Überdenken Sie Ihren Umgang mit Nahrungsmitteln!"

 
Kostbar und wertvoll
"Erntefrisch" heißt auch, dass in den Monaten davor hart gearbeitet wurde, damit aus den kleinen Pflänzchen reifes Obst und Gemüse wird. Foto: Stadt Graz/Fischer 
"Erntefrisch" heißt auch, dass in den Monaten davor hart gearbeitet wurde, damit aus den kleinen Pflänzchen reifes Obst und Gemüse wird. Foto: Stadt Graz/Fischer"Erntefrisch" heißt auch, dass in den Monaten davor hart gearbeitet wurde, damit aus den kleinen Pflänzchen reifes Obst und Gemüse wird. Foto: Stadt Graz/Fischer
 

"Bei zahlreichen Veranstaltungen in den kommenden Monaten, zeigen wir den SteirerInnen wie kostbar Lebensmittel sind und was man tun kann, damit sie auf den Tisch kommen, statt im Müll zu landen", sagte die Landesbäuerin Auguste Maier. Und weiter: "Die Gründe für die Verschwendung sind vielfältig: Schlecht gelagert, zu viel gekauft oder auch mangelndes Wissen darüber, wie lange verpackte Lebensmittel tatsächlich genießbar sind." Maier wies darauf hin, dass es einen wichtigen Unterschied mache, ob ein Lebensmittel ein "Mindesthaltbarkeitsdatum" oder eine "Verbrauchsfrist" habe, denn nur die leicht verderblichen Nahrungsmittel müssen innerhalb der Verbrauchsfrist verzehrt werden. Die Mindesthaltbarkeit sagt den VerbraucherInnen, dass das Nahrungsmittel mindestens bis zu dem angegebenen Datum haltbar und bei richtiger Lagerung grundsätzlich auch danach noch in Ordnung ist.

Franz Titschenbacher, Vizepräsident der steirischen Landwirtschaftskammer erklärte, dass das Wegwerfen von Lebensmitteln weitreichende Folgen hat: "Wasser, Ackerboden, Energie, Arbeitskraft und Rohstoffe sind letztlich vergeblich investiert, wenn die Lebensmittel am Ende entsorgt werden. Allein für das in Österreich jährlich weggeworfene Brot werden 20.000 Hektar an Ackerfläche benötigt." Der Direktor der steirischen Landwirtschaftskammer DI Werner Brugner sprach von der Entwertung von Nahrung, wenn es um den heutigen Umgang mit Lebensmitteln geht. "Als Folge des Überflusses in den Industriestaaten und der relativ niedrigen Lebensmittelpreise hat sich eine Entwertung breit gemacht", so Brugner. "Daher appelliere ich an die Steirerinnen und Steirer: Entscheiden Sie sich für heimische Lebensmittel! Sie sind frisch, geschmackvoll, sicher, qualitativ hochwertig und streng kontrolliert. Darüber hinaus werden durch die kurzen Transportwege Klima und Umwelt geschont und Arbeitsplätze in den Regionen geschaffen."

 
  • socialbuttons