
Aus dem Gemeinderat berichtet Karin Beck | Fotos: Stadt Graz/Fischer
Über die 42 Stücke, die auf der Tagesordnung des heutigen Gemeinderats standen, gab es vielfach schon im Vorfeld Konsens, über manche Punkte wurden aber intensiver diskutiert. Hier eine Übersicht über die wichtigsten Beschlüsse:
Ein Dringlicher Antrag, der auf die Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr abzielte, wurde bereits in der Gemeinderatssitzung am 5. Juli 2012 eingebracht und mehrheitlich angenommen. Auf Basis dieses Antrags prüfte die Magistratsdirektion, inwieweit die Rückabwicklung des Projektes FF Graz möglich wäre und kam in ihrem Bericht zum Ergebnis, dass die Freiwillige Feuerwehr nur entweder durch eine Wehrversammlung oder aber mit Verordnung des Gemeinderats aufzulösen sein, vorausgesetzt, die gesetzlichen Voraussetzungen seien nicht mehr gegeben. Kern dieser Bedingungen ist die Leistungsfähigkeit, gemessen durch eine siebenminütige Ausrückzeit in zumindest 80 Prozent der Alarme. Die Erfüllung dieses Leistungsparameters stand sodann im Zentrum der Diskussion, die zum Teil in der vertraulichen Teil der Gemeinderatssitzung geführt wurde. Danach stimmten die Fraktionen ÖVP, SPÖ, Grüne, KPÖ und GR Mariacher diesem Bericht zu.
Von GR Schröck (BZÖ) wurde ein Zusatzantrag eingebracht, die Freiwillige Feuerwehr soll aufgelöst werden, die Verordnung zur Beschlussfassung solle dem nächsten Gemeinderat vorgelegt werden. Der Zusatzantrag wurde mit den Gegenstimmen von ÖVP und GR Korschelt (FPÖ) angenommen.
Bürgermeister Nagl kündigte an, den Vollzug dieses Zusatzantrags vorerst auszusetzen und die Gesetzmäßigkeit vom Land Steiermark prüfen zu lassen.
Geschäftsbericht der Stadt Graz 2011