Für barrierefreie Bedienung:

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt

Suche starten

News + Aktuelles

31.10.2012

Parteiübergreifender Schulterschluss: Grünes Licht für Reininghaus

Gründe werden umgewidmet - Stadt kann Infrastruktur finanzieren

 
  • Bildvergrößerung
  • Bildvergrößerung
  • Bildvergrößerung
  • Bildvergrößerung
  • Bildvergrößerung
  • Bildvergrößerung
  • Bildvergrößerung
Bildergalerie Übersichtzurückweiter
Bildergalerie ÜbersichtZurück zur Detailansicht
 
  • Bildvergrößerung Bildvergrößerung Bildvergrößerung
     
     
    Bildvergrößerung Bildvergrößerung Bildvergrößerung
     
     
  • Bildvergrößerung


zurückweiter

Mit einem parteiübergreifenden Schulterschluss und Durchbruch in Sachen Reininghaus - und das drei Wochen vor der Wahl - ließen heute vier StadtpolitikerInnen aufhorchen. Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP), Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (Grüne), Wohnungsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) und BZÖ-Listenführer Gerald Grosz traten gemeinsam vor die Presse, um ihre Übereinkunft in Bezug auf die geplante Umwidmung der Reininghaus-Gründe zu verkünden. Mit dabei waren der Vertreter des derzeitigen Eigentümers asset one, Dr. Bernhard Astner sowie Ing. Johannes Geiger, Direktor der Wohnbaugenossenschaft GWS.

Plan B für Reininghaus
Das Ziel des gemeinsamen Vorhabens: In der Gemeinderatssitzung am 8. November wird eine breite Mehrheit die Grundlage für die Änderung der Flächenwidmung beschließen. Ein Großteil des Gebietes Graz-Reininghaus wird von derzeitigem Gewerbegebiet in höherwertiges Kern- und Wohngebiet umgewidmet. "Das ist der Plan B für Reininghaus, den ich nach der Bürgerbefragung angekündigt habe", freute sich Bürgermeister Nagl, "denn die Stadt Graz wird durch die erfolgreich geführten Verhandlungen mit der asset one von den Grundstücksaufwertungen stark profitieren. Rund 15 bis 20 Millionen Euro lukrieren wir aus den Aufwertungsgewinnen, sodass wir den Bau der Infrastruktur finanzieren können." 

Kostenlose Flächen für die Stadt
Nachdem im heurigen Juli 67 Prozent der GrazerInnen einen Ankauf der Liegenschaften durch die Stadt abgelehnt haben, waren intensive Verhandlungen mit dem Eigentümer asset one geführt worden. Nun liegt eine Vereinbarung vor, wonach öffentliche Grünflächen in der Größe von 65.000 Quadratmetern sowie Verkehrsflächen im Ausmaß von 89.000 Quadratmetern kostenlos in das Eigentum der Stadt Graz übergehen. Zudem beteiligt sich die asset one, die die Liegenschaften an Genossenschaften und Immobilienentwickler verkaufen wird, an den Infrastrukturkosten: Vereinbart sind, dass je 30 Euro pro Quadratmeter Bruttogeschoßfläche an die Stadt fließen - das sind nach derzeitigen Berechnungen rund 15 bis 20 Millionen Euro.

Breiter Konsens
Zur öffentlichen Auflage der geplanten Umwidmung gibt es parteipolitisch breite Akzeptanz im Gemeinderat: "Die Grünen stimmen hier zu, weil die Frei- und Grünflächen gesichert sind und man mit dem Geld, das die Stadt erhält, auch Maßnahmen wie eine Gebietsbetreuung finanzieren kann", erklärte Vizebürgermeisterin Lisa Rücker. Man sei nicht euphorisch, aber optimistisch, betonte Wohnungsstadträtin Elke Kahr, deren Fraktion das Stück befürwortet, weil Grundstücke für sozialen Wohnbau realisiert werden. Die Zustimmung des BZÖ zur öffentlichen Auflage der Flächenwidmung signalisiere, so Gemeinderat Gerald Grosz, dass die Vernunft in dieser Sache gesiegt habe. Nicht ausgemacht sei damit aber, dass dies auch ein OK für Folgebeschlüsse bedeute, denn hier müsse noch im Detail verhandelt werden. Dem geplanten Gemeinderatsstück wird voraussichtlich auch die SPÖ zustimmen.
Mit der Flächenumwidmung ist die erste Weiche für die Entwicklung eines neuen Stadtplans gestellt, offen sind dann noch die konkreten Bebauungspläne sowie die Aufhebung des Aufschießungsvorbehalts.

 
  • socialbuttons