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Stadt der Menschenrechte

Menschenrechtsstadt-Rundgänge

In sieben interessant zusammengestellten Menschenrechtsstadtrundgängen kann man die Menschenrechtsstadt erwandern und Fragen wie öffentlicher Raum, Privatsphäre, Migration oder Religionsfreiheit diskutieren.
 
„Die Menschenrechtsstadt ergehen‘“

Die TeilnehmerInnen des Stadtrundgangs erwerben einen Einblick in die historische Bedingtheit einiger aktueller menschenrechtlicher Fragestellungen. Die Menschenrechtsstadt Graz wird auf einer Route entlang ausgewählter, in Bezug auf die Menschenrechte historisch oder zeitgeschichtlich relevanter Stationen „erwandert", altbekannte Orte, Bauten oder Denkmäler werden auf ihren menschenrechtlichen Bezug hin abgeklopft.

Der zeitliche Bezugsrahmen reicht hierbei vom Mittelalter bis in die Gegenwart, inhaltlich versucht der Rundgang, anhand ausgewählter Beispiele Brüche und Kontinuitäten in Stadtentwicklung und Mentalitätsgeschichte darzustellen und so aktuelle Fragestellungen wie zum Beispiel Bildung, öffentlicher Raum, Privatsphäre, Migration, Rechtsstaatlichkeit oder Religionsfreiheit in einem (zeit)historischen Kontext zu positionieren.

Beispiel Asylstein beim Deutschordenshaus in der Zinzendorfgasse: Er steht historisch für die Reibungsflächen zwischen staatlicher und kirchlicher Gewalt und Rechtsdurchsetzung, mit dem „Kirchenasyl" ergibt sich aber auch ein Bedeutungsstrang, der bis in die Gegenwart reicht. So wurde in Frankreich seit den 1990er-Jahren den so genannten „sans papiers", also MigrantInnen ohne legalen Aufenthaltsstatus, Kirchenasyl gewährt; in weiterer Folge ergeben sich Fragen von Asyl und Migration im Allgemeinen.


Information und Buchung:
ETC Graz
Barbara Schmiedl
Tel.: +43 316 1533

 
Stadtrundgang „Reclaim the Viertel!“

Bei Führungen durch das Annenviertel zeigen unterschiedliche Menschen aus dem Stadtteil neue Blickwinkel auf, die wir im Alltag nicht bemerken, wie z. B. Engagement und Eigeninitiative geschehen können. Früher war das heutige Annenviertel Zentrum einer emanzipatorischen ArbeiterInnenbewegung, welche u. a. den Volkspark für die Jugend öffnete.

Auch heute finden sich hier zahlreiche Orte, an denen BewohnerInnen sich ihren Stadtteil aneignen, etwa in Form von Gemeinschaftsgärten oder dem St. Andrä-Viertel. Der Stadtrundgang führt zu historischen und aktuellen Plätzen der Mitbestimmung, die von Vielfalt vor Ort erzählen.

Information und Buchung:
Verein XENOS
Joachim Hainzl
Tel.: +43 699 10390453
 

 
Rundgang „Im Kampf für unsere sozialen Rechte"

Ein Rundgang zu den Wurzeln der Grazer ArbeiterInnenbewegung im Annenviertel mit Joachim Hainzl. Der Rundgang beginnt im Stadtmuseum beim Annenviertel-Modell, das Hainzl für die Ausstellung „Schauplatz Annenviertel" gebaut hat.

Nach einer kurzen Einführung geht es dann über die Mur hinüber ins Annenviertel und dort an einige Orte, die in der Geschichte der Grazer ArbeiterInnenbewegung von Bedeutung waren. Darunter etwa der Volksgarten als erste Wirkungsstätte der Kinderfreunde, das ehemalige GÖC-Kaufhaus von Konsum in der Annenstraße und die Arbeiterkammer als eine der wichtigsten Institutionen des Sozialstaates. Das dortige Areal spielte auch eine Rolle bei den Ereignissen rund um die Februarkämpfe 1934, welche das Ende der steirischen Sozialdemokratie bis 1945 bedeuteten.

Information und Buchung:
Verein XENOS
Joachim Hainzl
Tel.: +43 699 10390453
 

 
Stolpersteine
„Stolpersteine" sind ein Projekt, mit dem an das Schicksal jener Menschen erinnert wird, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben, in den Suizid getrieben worden sind oder von
„Arisierungs"-Enteignungen betroffen waren; dabei wird sowohl jüdischer Opfer gedacht als auch jener Menschen, die Opfer politischer, religiöser, ethnischer Verfolgung waren, die aufgrund ihrer
sexuellen Orientierung ermordet wurden oder weil ihr Leben als „unwert" galt (sogenannte „Euthanasie").

Um dieses Gedenken mit vielen anderen Menschen zu teilen, bietet der Verein für Gedenkkultur in Graz auf Anfrage Gedenkspaziergänge für Schulgruppen, StudentInnen, LehrerInnen, Bildungseinrichtungen und andere interessierte Gruppen an.

Zudem veranstaltet der Verein zu speziellen Gedenktagen: rund um den 9. November (Gedenken an die November-Pogrome), am 27. Jänner (Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust) u.a.

Für Jugendliche werden Gedenkspaziergänge kostenlos angeboten, bei Erwachsenen-Gruppen bitten wir um eine freiwillige Spende zur Unterstützung der Gedenkkultur-Arbeit.

Information und Buchung:
Daniela Grabe, Tel. +43 664 3955525 (allgemeine Informationen)
Kathrin Ruth Lauppert-Scholz, Tel. +43 699 16969441 (Information und Anmeldung zu Gedenkspaziergängen für Jugendgruppen)

www.stolpersteine-graz.at

 

 
Globale Aspekte und lokale Alternativen unseres täglichen Konsums

Konsum ist weltumspannend: Produkte unseres täglichen Lebens wie Lebensmittel, Bekleidung und Smartphones werden meist im Globalen Süden produziert und im Globalen Norden konsumiert. Um den „roten Faden" dieser Konsumgüter nicht zu verlieren, begeben wir uns auf Spurensuche in der steirischen Landeshauptstadt. Spazierend hinterfragen wir nicht nur die Auswirkungen dieser globalisierten Produktion auf Mensch und Umwelt. Was uns vorantreibt, sind die vielen positiven Beispiele des Wandels im Globalen und Lokalen, die es auch in Graz gibt. „Gewusst wie - und wo" ist das Motto des Kritischen Konsums und unseres Stadtspaziergangs.
Route: Über den Grazer Hauptplatz spazieren wir im Gespräch und mit interaktiven Übungen über den Mariahilferplatz zur Annenstraße. Wir machen Stopps bei Textil-, IT- und Lebensmittelgeschäften. Auch der öffentliche Raum kommt nicht zu kurz.

Treffpunkt: Hauptplatz Graz, Erzherzog-Johann-Brunnen
Dauer und Länge: 2 Stunden, ca. 2,5 km
Gruppengröße: ab 8 Personen

Kosten: 45 Euro pro Durchgang (nachdem das Kontingent geförderter Durchgänge erschöpft ist: 95 Euro)

Gerne gestalten wir den Stadtspaziergang barrierefrei. Bei Schlechtwetter findet der Stadtspaziergang nicht statt.

Information und Buchung:
David Horvath 
Tel.: +43 316 225177-11
Weitere Information unter www.suedwind-agentur.at/stmk/stadtspaziergang

 
"Verbotsrundgang durch Graz – Die Stadt gehört uns allen!“
Eine Tour zu Plätzen von Verboten, Konflikten und Tabus mit Joachim Hainzl.

Karmeliterplatz: Brunnen - zum Landessicherheitsgesetz als Rahmen für alle Themen zu Sauberkeit und Sicherheit. Neue hochgespielte Begrifflichkeiten wie subjektives Sicherheitsgefühl, Brennpunkte ...

Schloßbergstollen: spezielle Vertreibungsmechanismen für Jugendliche (klassische Musik, Tonhöhen ...)

Schloßbergplatz: Alkoholverbotszonen, private Security

Hauptplatz: historischer „Brennpunkt" rund um Erzherzog-Johann-Brunnen, Bedeutung des Hauptplatzes als bürgerliche Visitenkarte, Stadtbilddiskussion, Vertreibung von Personengruppen aus Innenstadt (Brunnen, Billa-Eck, Rathausüberwachung) à Verdrängung in Parkanlagen (Stadtpark, Metahofpark ...)

Joanneumsviertelplatz: rund 20 Überwachungskameras und kein einziges Hinweisschild.

Bettelverbot Herrengasse/Stadtpfarrkirche: Thematisierung: Was ist privat/öffentlich à Vergleich mit privatisiertem Bahnhofsvorplatz und auch wahrscheinliche Auswirkungen des aktuellen Umbaus.

Bischofsplatz/Enge Gasse: Streetart und die städtische Anti-Vandalismus-Kampagne - Revival von beschämenden Strafen/an den Pranger stellen.

Färberplatz: Platzgestaltungen privat/öffentlich (z. B. AVL List). Ähnlichkeiten der Diskussionen

Bermudadreieck 1990er Jahre und Univiertel aktuell.

Information und Buchung:
Verein XENOS
Joachim Hainzl
Tel.: +43 699 10390453

 
Soziokulturell und sozialgeschichtlich
Soziokulturelle und sozialgeschichtliche Stadtrundgänge:

„Das multikulturelle Graz"
„Wir sind Graz"
„Das interreligiöse Graz"
„Das jüdische Graz"


Information und Buchung:
Verein XENOS
Joachim Hainzl
Tel.: +43 699 10390453
 

 
FrauenStadtSpaziergänge
  • „Faked history - Erfundene Geschichte(n)"
    Mit Joachim Hainzl
  • „GlücksSPIEL?"
    Industriezweig, soziale und gesundheitliche Folgen, geschlechtsspezifische Muster... (mit Edith Zitz)
  • „Ruhm und Ehre - öffentlich!"
    Formen der Anerkennung im öffentlichen Raum (mit Edith Zitz und Eva Taxacher)
    Wem wird Ruhm und Ehre zuteil, und zwar so, dass es alle sehen können? Wer bleibt außen vor, unsichtbar und somit nicht repräsentiert in unseren Straßen, Parks und Gebäuden? Welche (institutionalisierten) Formen der Würdigung der Achtung und des Respekt gibt es - und für wen?
  • Frauen an der Universität Graz
    Der Spaziergang führt uns zu historischen und aktuellen Ausschnitten der Frauengeschichte an der Uni Graz. Mädchenbildung, erste Maturantinnen, Pionierinnen, sowie Zugangsbeschränkungen einzelner Fakultäten werden ebenso behandelt wie gegenwärtige strukturelle Rahmenbedingungen für Frauen an der Universität.
  • „Gewalt und Frauen mit Behinderung"
    Frauen und Mädchen mit Behinderung erfahren Gewalt in verschiedenen Lebensumständen und an verschiedenen Orten. Der Spaziergang führt zu exemplarischen und symbolischen Orten der Gewalt. Stationen:
    Frauengesundheitszentrum: Gewalt in der Familie - Gewalt macht krank
    AMS Graz Ost: Arbeitsmarkt - Barrieren im Kopf
    Amtshaus: Selbstbestimmtes Leben - bürokratische Regelung von individuellen Bedürfnissen
    Polizeiinspektion: Prozessbegleitung - Verständlichkeit, Dolmetschen, Glaubhaftigkeit
    Stadtsenatssitzungssaal, Rathaus: Intersektionalität, Inklusion und politischer Auftrag
  • „Gewalt an Frauen und Mädchen"
    Der Spaziergang führte zu exemplarischen und symbolischen Orten der Gewalt und stellt „Aus-Wege" und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten vor. Spaziergangsbegleitung durch Vertreterinnen von Beratungs- und Präventionseinrichtungen. Stationen:
    Südtirolerplatz: Öffentlicher Raum
    Griesgasse: Sexarbeit
    Granatengasse: Juristische Möglichkeiten im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes
    Postgarage/Dreihackengasse: KO-Tropfen und sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen
    Erstes Frauenhaus/Albert Schweitzer 22: Elterliche Gewalt, Gewalt im familiären Umfeld
    NMS St. Andrä/Grenadiergasse: Gewalt im Namen der Ehre
    Bad zur Sonne: Gesundheitliche Folgen von Gewalt
    J.A.M. Mädchenzentrum der Mafalda: Selbstverteidigungsstrategien
  • Gewalt ist kein Spaziergang"
    Gewalt erfahren Frauen und Mädchen in den verschiedensten Lebensumständen und an verschiedenen Orten. Im Rahmen des Spazierganges werden daher (symbolische) Orte aufgesucht, an denen Frauen und Mädchen im Alltag Gewalterfahrungen machen. Vertreterinnen von Beratungs- und Präventionsprojekten stellen „Aus-Wege" und konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene vor. Es wurden 7 Orte besucht zu den Bereichen: Schule, Migration/Flucht, Justiz/Gesetz, Medizin/Gesundheit, Arbeitsplatz und zu Hause. Kurzstopps zu: Sprache, Geschichtsschreibung, öffentlicher Raum.
    Spaziergangsbegleitung: Mafalda, Hazissa, Caritas-DIVAN, Frauenservice, Gewaltschutzzentrum, Frauengesundheitszentrum, Gleichbehandlungsanwaltschaft, Frauenhaus, Tara, Doku Graz.

Information und Buchung:
Eva Taxacher (Frauenservice)
Tel: +43 316 716022

 
Stadtrundgang durch das afrikanische Graz
Der Rundgang lädt zu einer Entdeckungsreise des afrikanischen Alltagslebens in Graz ein. Die Umstände, welche die AfrikanerInnen bewegten, nach Österreich zu emigrieren, sowie Einblick in ihr jetziges Leben in Graz werden den interessierten SpaziergängerInnen näher gebracht. An verschiedenen Stationen (Platz der Menschenrechte, afrikanische Geschäfte und Restaurants, Projekte und Institutionen, die MigrantInnen aus Afrika unterstützen ...) wird über die Geschichte, Bräuche und Kultur afrikanischer MigrantInnen, aber auch über die Probleme mit denen diese Menschen in Graz zu kämpfen haben, gesprochen.


Information und Buchung:
Chiala - Kultur, Diversität, Entwicklung
Elisabeth Strasser
Tel: +43 316 724683

 
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