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Bienen und Wildbienen in Graz

Projekt "Grazer Stadtbienen"

Wichtig zu wissen

Die Stadt Graz ist nicht nur für zunehmend mehr Menschen ein attraktiver Lebensraum, auch für unsere nektarsammelnden Mitbewohnerinnen, die Bienen, hat das von Grünräumen durchzogene Stadtgebiet einiges zu bieten:

Im Gegensatz zu Monokulturen in vielen ländlichen Regionen hält das Grün in der Stadt eine vielfältige Auswahl an unterschiedlichen Blüten bereit, die während der gesamten Vegetationsperiode ein kontinuierliches Angebot an Nektar sichern. Die Vielfalt an Bienenpflanzen hat  positive Auswirkungen auf das Immunsystem der Bienen und bildet die Grundlage für einen besonders wohlschmeckenden Mischhonig. Reich blühende Parkbäume wie Linden, Kastanien oder Robinien und Balkonpflanzen wie Begonien oder Petunien verleihen dem Honig eine besondere Note. Der Stadthonig ist zudem besonders rein, weil Rückstände aus großflächiger Pestizidanwendung fehlen.

Die fleißigen Honigsammlerinnen müssen allerdings einen beträchtlichen Aufwand betreiben, damit wir das köstliche Süß genießen können. Für ein Kilo Honig fliegen Bienen gleichsam sechsmal um den Erdball und besuchen mehrere Millionen Blüten. Der Nektar aus Blüten und der Honigtau von Bäumen werden in den Bienenstock getragen, wo durch das mehrfache Umlagern von Wabenzelle zu Wabenzelle der Wassergehalt auf weniger als 20 Prozent reduziert wird.  Gleichzeitig werden bei diesem Vorgang wertvolle Enzyme hinzugefügt. Wenn der Honig ausgereift ist und von den Bienen mit einer dünnen Wachsschicht verdeckelt  wurde, ist der Honig erntereif.

Doch nicht nur als Honigproduzentinnen sind Bienen von Nutzen. Über 75 Prozent aller europäischen Nutzpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Ohne Bienen müssten wir auf einen Großteil der Obst- und Gemüsesorten, aber auch auf Nüsse und Öle verzichten. Ohne Bienen wäre die Biodiversität stark gefährdet. Uns würde nicht nur die Blütenpracht fehlen, auch Insekten, Vögel und andere Tiere, die auf Pflanzen als Nahrungsquelle angewiesen sind, müssten verhungern.

Um Bienen auch weiterhin in unserer Stadt einen artgerechten Lebensraum zu bieten, ist es wichtig, die Vielfalt urbaner Grünräume sicherzustellen. Bienenfreundliche Grünanlagen zeichnen sich durch einen Mix aus früh-, mittel- und spätblühende Arten mit einem hohen Angebot an Nektar und/oder Pollen sowie langer Blütezeit aus. 

 

Pflanzen, über die sich Bienen freuen:

  • Im Frühling
    Akelei, Ahorn, Apfel, Eberesche, Edelkastanie,  Ehrenpreis, Faulbaum, Gelber Hartriegel, Günsel, Huflattich, Johannisbeere, Kirsche und andere Kulturobstbäume,  Krokus, Löwenzahn, Mandelbäumchen, Pfaffenhütchen, Pfingstrose, Primel, Rosmarin, Rosskastanie, Schlehe, Weide

  • Im Sommer
    Blutweiderich, Bienenfreund, Brombeere, Ehrenpreis, Fette Henne, Flammenblume, Flockenblume, Glockenblume, Gurkenkraut, Himbeere,  Himmelsleiter, Katzenminze, Klee, Kornblume, Lilie, Linde, Schmucklauch, Seidenpflanze, Sonnenblume, Sonnenbraut, Steinklee, Thymian, Waldrebe, Wegwarte, Wicke, Wiesenknöterich

  • Im Herbst
    Aster, Bartblume, Bienenbaum, Blutweiderich, Dahlie, Echter Alant, Efeu, Eisenhut Gurkenkraut, Herbstzeitlose, Oregano, Thymian, Roter Sonnenhut, Scheinsonnenhut, Schmetterlingsstrauch, Sonnenbraut, Virginiamalve

  • Im Winter
    Christrose, Haselnuss, Heckenkirsche, Schneeglöckchen, Seidelbast, Winterheide

 
Zahlen, Daten, Fakten
  • Bienen gibt es seit 40 Millionen Jahren.
  • Weltweit gibt es etwa 20.000 verschiedene Bienenarten, davon sind 690 auch in Österreich heimisch.
  • Ein Bienenvolk umfasst zur Hochsaison im Frühsommer bis zu 60.000 Bienen. Etwa 20.000 Bienen überleben den Winter.
  • Pro Jahr legt die Königin etwa 200.000 Eier.
  • Nach 21 Tagen wird aus einem befruchteten Ei eine Arbeiterbiene, nach 24 Tagen aus einem unbefruchteten Ei eine Drohne.
  • Nach 16 Tagen wird aus einem befruchteten Ei eine Königin, wenn die Larve mit "Gelee Royal" (Bienenköniginnenfuttersaft aus der Futtersaftdrüse und Oberkieferdrüse der Arbeiterbienen) gefüttert wird.
  • Arbeitsbienen leben im Sommer durchschnittlich 35 Tage, Winterbienen können bis zu 9 Monate alt werden.
  • Die Königin wird bis zu 6 Jahre alt.
  • Eine Biene fliegt durchschnittlich 25 km/h schnell.
  • In ihrem Leben legt eine Arbeitsbiene etwa 8000 km im Flug zurück.
  • Bis zu 10 Millionen Blüten müssen besucht werden, um 1 Kg Honig zu sammeln.
  • Bis zu 4x jährlich kann ein Imker Honig ernten.
 
So funktioniert es

Durch das Sichtbarmachen von Bienen im öffentlichen Grünraum und begleitende Bildungsaktivitäten können die ökologischen Zusammenhänge sowie die Bedeutung der Honigbienen und Wildbienen bewusst erlebt werden.

Mit einem ersten Schaubienenstock und einer Veranstaltungsreihe im Grazer Stadtpark wurde durch die Abteilung für Grünraum und Gewässer, in Zusammenarbeit mit NaturErlebnisPark,  im Frühjahr 2016 der Auftakt zum Projekt „Grazer Stadtbienen" gesetzt und in weiterer Folge eine Vernetzung zwischen Bieneninteressierten, BienenexpertInnen und der Stadt Graz (GBG, Graz Stadtraum) aufgebaut.

Die Stadtbienen und der Stadtparkimker werden filmisch (astrimage FILM) durch das Bienenjahr begleitet, damit alle Bieneninteressierten in kurzen Filmclips das Bienenleben aus ungewöhnlichen Perspektiven erleben können.


Bieneninfopunkte:

Besuchen Sie die Grazer Schaubienenstöcke und lassen Sie sich von Imkermeister und BienenforscherInnen in die wunderbare Welt der Bienen begleiten.

  • Der Bieneninfopunkt im Grazer Stadtpark (Verkehrserziehungsgarten) wird auch 2017 wieder der Treffpunkt für die wöchentlichen Imkergespräche sein. (Termine folgen)

Zwei weitere Bieneninfopunkte sind in Planung:

  • Am Bieneninfopunkt NaturErlebnisPark Paulustor laden aufklappbare Schaustöcke und Bienenbeuten mit Rundumverglasung, aber auch interaktive Informationseinrichtungen zum forschenden Entdecken ein (z.B. Honig schleudern, Pollen mikroskopieren, Honiganalysen).

  • Der Bieneninfopunkt „Bienenweide" im Grazer Westen lässt inmitten von Blühstreifen das Zusammenspiel zwischen Trachtpflanzen und Bestäuber erleben.
 
Veranstaltungen + Termine

Informationen und Termine für 2018 folgen.

 
Kleine Honiggläschen als Mitbringsel aus Graz

Produziert wurde die süße Köstlichkeit von den Bienen der GBG (Gebäude- und Baumanagement Graz GmbH).

Ein Gläschen des Waldbienenhonigs fasst 40 ml, kostet 2,50 Euro und ist bei Graz Tourismus in der Herrengasse 16 sowie im Kindermuseum Frida & freD in der Friedrichgasse 34 und bei der Märchenbahn im Schloßbergstollen (Schloßbergplatz 1).
Die kleine Form wurde bewusst gewählt, weil sie auch im noch so kleinen Handgepäck leicht Platz findet.

 
Kontakt

Abteilung für Grünraum und Gewässer
Europaplatz 20, 8011 Graz
3. Stock, Zi. 330a
Tel.: +43 316 872-4047
Fax: +43 316 872-4009
E-Mail: gruenraum-gewaesser@stadt.graz.at

 
Grazer Stadtbienen in Bildern
 
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