Für barrierefreie Bedienung:

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt

Suche starten

zur Startseite der Abteilung Grünraum und Gewässer

Invasive Neophyten

Neobiota

Neophyten sind nicht-heimische Pflanzenarten, die durch den Menschen ab 1500 absichtlich als Zier- oder Nutzpflanzen oder unabsichtlich über Straße, Schiene, Luft- und Wasserwege eingeführt worden sind. Wörtlich übersetzt bedeutet Neophyten "neue Pflanzen". Diese gebietsfremden Pflanzen sind zum größten Teil harmlos (z.B. die Rosskastanie). Einige der neuen Pflanzen verhalten sich jedoch invasiv: Sie verwildern, breiten sich stark aus und verdrängen unsere heimischen Pflanzen- und Tierarten. Neophyten können aber auch unsere Gesundheit gefährden, beispielsweise die Ambrosie (Ragweed). Vorrangiges Ziel im Umgang mit Neophyten ist das Eindämmen der weiteren bzw. großflächigen Verbreitung beispielsweise durch Entfernen bzw. Abmähen der Pflanze vor Beginn der Blüte/Samenbildung.

Vorsicht beim Entfernen oder Abmähen der Pflanzen: Je nach Pflanze, Handschuhe oder Schutzkleidung tragen!

 
Bekannte Neophyten in Graz
  • Riesenbärenklau (Heracleum giganteum): Der Riesenbärenklau wurde im 19. Jahrhundert nach Österreich gebracht und breitet sich seit den 1960er-Jahren deutlich aus. Der Saft des Riesenbärenklaus ist in hohem Maße phototoxisch und kann daher bei Hautkontakt und nachfolgender UV-Lichteinstrahlung (Sonneneinstrahlung) starke Rötungen und Blasenbildung hervorrufen.
    Tragen Sie bei der Bekämpfung der Pflanze durch Mähen (Ende Juli, solange die Früchte noch grün sind) oder Ausgraben Schutzkleidung,  um Hautkontakt zu vermeiden.
    Riesenbärenklau richtig erkennen und bekämpfen (Folder Land Steiermark)

  • Ambrosie (Ragweed): Die winzigen Pollen der Ambrosia artemisiifolia gelten als besonders aggressiv und können  starke Allergien bis hin zum Asthma auslösen. Entfernen der Pflanze vor Beginn der Blüte.

  • Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica)
  • Amerikanische Kermesbeere (Phytolacca americana): Entfernen bzw. Mähen der Pflanze vor der Samenbildung.

  • Giftsumach (Toxicodendron radicans, Giftefeu, Poison Ivy):
    Der Giftsumach, ein bislang vorwiegend in Nordamerika vorkommender Strauch, der sich im Herbst rot färbt, ist 2016 erstmalig im Grazer Westen, sehr lokal begrenzt, entdeckt worden. Der Kontakt mit der Pflanze kann äußerst starke Hautreizungen (Blasenbildung) hervorrufen. Bei der Bekämpfung der Pflanzung ist zur Vermeidung von Hautkontakt Schutzkleidung zu tragen.

Pflanzenkrankheiten

Schädlinge

 
Aktionstag

Um dem überaus raschen Voranschreiten Einhalt zu gebieten, initiierte die Steiermärkische Landesregierung Abteilung 13 - Referat Naturschutz zusammen mit der Steiermärkischen Berg- und Naturwacht zum Schutz heimischer Lebensräume in der gesamten Steiermark jährlich einen Aktionstag zum Eindämmen der invasiven Neophyten.

 
Kontakt

Abteilung für Grünraum und Gewässer
Bauamtsgebäude, Europaplatz 20, 8011 Graz
E-Mail: gruenraum-gewaesser@stadt.graz.at

Auskünfte zum Pflanzenschutz, zu invasiven Pflanzen und zum Naturschutz erhalten Sie unter
Tel: +43 316 872-4041

Auskünfte zu Wald + Forst (zB. Borkenkäfer) erhalten Sie unter
Tel: +43 316 872-4045

 
War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).

  • socialbuttons