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Das Projektgebiet liegt im NO des Stadtbezirks Jakomini, und ist Teil des dichtbebauten gründerzeitlichen Ringes um den Stadtkern von Graz, grenzt im Westen an den Fluß Mur, im Süden an den Schönaugürtel. Die vorherrschende, aus dem 19. Jahrhundert stammende Blockbaustruktur der Gründerzeit verleiht diesem historisch wertvollen Stadtteil beträchtliche architektonische Bedeutung. Als Naturpark, im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt und gestaltet, ist der gründerzeitliche Augarten zentraler Ort für innerstädtische Naherholung und Freizeit, aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und mangels weiterer Grünflächen im Stadtteil jedoch sehr überlastet. Das hohe Verkehrsaufkommen über die Grazbachgasse, die Conrad von Hötzendorf Straße und den Schönaugürtel, sowie die große Anzahl von Einpendlern mindern die Qualität des traditionellen und geschätzten Wohnbezirks. Aufgrund der sehr zentralen Innenstadtlage drängen teure Büronutzungen vermehrt in den Wohnraum des Stadtteils, dadurch steigende Wohnungs- und Geschäftsmieten verdrängen traditionelles Kleingewerbe, Nahversorger und die einkommensschwache Wohnbevölkerung. Diese Vorgänge unterlaufen den Lebensraum und die Lebensqualität, sehr zum Nachteil des Stadtteils: denn mit voranschreitender Umwidmung historisch gewachsener Lebensräume in oft willkürlich und beliebig genutzte Bedarfsflächen verliert der Bezirk sein "Gesicht", und schließlich höhlt der Zerfall von gemeinschaftsbegründenden Strukturen auch zunehmend das Stadtteilbewußtsein seiner Bewohner aus. Trotz dieser Fülle von Problemen und einer wachsenden Anzahl von sozial und ökonomisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen, ist das sozioökonomische Gefüge nicht zerstört; aber es besteht Handlungsbedarf. Das ![]() wagt einen einmaligen Versuch: im Wissen um die vorhandenen strukturellen Reserven und im Vertrauen auf die inneren Gestaltungskräfte des Bezirks, setzt das Unternehmen mit breitangelegten kulturpolitischen wie beschäftigungs- und wirtschaftsfördernden Maßnahmen die ersten, dem Zustand und Befinden des Stadtteils angepaßten Schritte zur Umkehr dieser dem Projektgebiet nachteiligen Prozesse. - Es soll besser werden: anders, bunt und lebensnah. |
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