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Stärken und Schwächen der Grazer Wohnungslosenhilfe
"WOG - Wohnungssicherung Graz": Erfolg sichtbar
20. April 2005

Im Auftrag der Stadt Graz und des Landes Steiermark hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (kurz: BAWO) die Stärken und Schwächen des Systems der Grazer Wohnungslosenhilfe untersucht. Zentrale Ergebnisse: Die Studie attestiert der Stadt Graz ein gutes Angebot an Akutversorgung, das insbesondere von Obdachlosen-Einrichtungen und der Sozialarbeit im Sozialamt geleistet wurde. Was bislang gefehlt hat, war die Stufe davor: "Als wichtigste Maßnahme zur Verhinderung von Wohnungslosigkeit nennt die Studie die Einrichtung einer zentralen Beratungsstelle für Delogierungs-Prävention", begründete heute Sozialstadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl bei einer Pressekonferenz den gemeinsam mit Landesrat Kurt Flecker und Caritas-Präsident Franz Küberl gesetzten Schritt.

Arche 38

Mit vereinten - finanziellen - Kräften wurde heuer die Hilfs- und Beratungseinrichtung "WOG - Wohnungssicherung Graz" auf die Beine gestellt. Sie hilft jenen Menschen, denen von ihrer Genossenschaft oder ihrem Vermieter aufgrund von Mietrückständen mit Delogierung gedroht wird. Der jährliche Aufwand für diese Beratungsstelle beträgt rund 385.000 Euro, davon trägt das Land Steiermark 60, das Sozialamt der Stadt Graz 40 Prozent. Die WOG wird in einem Haus der Stadt Graz, in der Notschlafstelle "Arche 38" am Eggenberger Gürtel 38, angesiedelt sein und von der Caritas getragen.

WOG-Hotline

Das Leistungspaket der Beratungsstelle umfasst neben der WOG-Hotline die Analyse des Wohnungsproblems, umfassende soziale, mietrechtliche und finanzielle Beratung; auch wird gemeinsam mit den KlientInnen ein individueller Haushaltsplan erstellt, um der ständigen Gefahr einer Delogierung nachhaltig zu entkommen. Überbrückungshilfen finanzieller Art und Interventionen, um außergerichtliche Lösungen herbeizuführen, runden das Angebot ab.

Erfolg

In den ersten drei Monaten des heurigen Jahres haben 142 KlientInnen die Beratungsstelle aufgesucht; davon sind bereits 45 "Fälle" erfolgreich abgeschlossen worden: Die Betroffenen konnten in ihren Wohnungen bleiben. Acht angekündigte Delogierungen konnten abgewendet werden. "Natürlich wird sich im einen oder anderen Fall der Wohnungsverlust nicht mehr vermeiden lassen, aber bereits nach kurzer Zeit können wir bemerken, dass Betroffene und VernetzungspartnerInnen unser Beratungsangebot gut annehmen," fasst Kaltenbeck-Michl den regen Zulauf zusammen.

Quelle: Dr. Vasiliki Argyropoulos


MIK



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Magistrat Graz, Öffentlichkeitsarbeit