"Dieses Buch ist ein Zukunftsbuch!"
06. Februar 2001
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Präsentierten das neue Buch über Graz und seine jüdischen MitbürgerInnen (von links): Mag. Herbert Beiglböck, Präsident Gerard Sonnenschein, Stadtrat DI Helmut Strobl, Architektin Ingrid Mayr, Bürgermeister Alfred Stingl und Altlandeshauptmann Dr. Josef Krainer.
Foto: Stadt Graz/Lohr
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as noch druckfrische Buch von Wolfgang Sotill "Es gibt nur einen Gott und eine Menschheit. Graz und seine jüdischen Bürger" stellten heute das Kuratorium zur Wiedererrichtung der Grazer Synagoge und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Gérard Sonnenschein, im Gemeinderaum der Grazer Synagoge der Öffentlichkeit vor. Gleichzeitig wurde auch eine brandneue Informationsbroschüre, die die verschiedenen Bauabschnitte bei der Errichtung der Synagoge dokumentiert, aufgelegt.
Bürgermeister Alfred Stingl, mit Altlandeshauptmann Dr. Josef Krainer einer der beiden Vorsitzenden des Kuratoriums, wertete Buch und Baudokumentation als "würdige Fortsetzung dessen, was am 9. November vergangenen Jahres mit der Übergabe der Synagoge an die Israelitische Kultusgemeinde begonnen wurde". "Dieses von Sotill geschriebene und von Konsul Kurt Brühl und Stadtrat
Dipl.-Ing. Helmut Strobl herausgegebene Buch behandelt ein bedeutsames Stück der Vergangenheit unserer Stadt mit allen ihren dunklen Seiten. In Wirklichkeit aber ist es ein Zukunftsbuch, das Wege eines neuen und ganz anderen Miteinanders weist", zeichnete Stingl ein optimistisches Bild.
Krainer lobte den Autor des Buches als profunden Kenner des Judentums und des Staates Israel. Das Buch sei eine weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Integration der Kultusgemeinde in der Landeshauptstadt.
"Beide Druckwerke dokumentieren den Übergang des Verhältnisses der Stadt Graz zur Israelitischen Kultusgemeinde in eine neue Phase. Wir haben einen echten Schritt vorwärts gemacht dorthin, wo wir hinkommen sollten", betonte Kulturstadtrat Strobl. Darüber hinaus kündigte er an, dass demnächst auch eine von der Kultusgemeinde und dem Kulturreferat der Stadt erstellte Informationsbroschüre über das Judentum in Grazer Schulen aufgelegt werden soll.
Präsident Sonnenschein unterstrich "die enorme Signalwirkung durch die Übergabe der Synagoge nach innen und nach außen". "Wir bekommen langsam mehr Mitglieder, unsere Veranstaltungen sind überfüllt und auch beim Religionsunterricht haben wir heuer gleich 19 Kinder, statt wie vergangenes Jahr nur vier", freute sich Sonnenschein.
Das Buch "Es gibt nur einen Gott und eine Menschheit. Graz und seine jüdischen Mitbürger", Verlag Styria, ist bereits im Buchhandel und bei der Israelitischen Kultusgemeinde erhältlich. Der 1956 in Bruck an der Mur geborene Autor Wolfgang Sotill studierte katholische Theologie in Graz und Jerusalem und schrieb seine Diplomarbeit über Judenchristen im heutigen Israel. Der steirische Journalist hat bereits mehrere Publikationen veröffentlicht und zahlreiche Vorträge über Israel, Jordanien und Syrien gehalten.
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