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Eintragung ins Goldene Buch ChinesInnen im "Reisefieber": Graz als attraktives Ziel 7. April 2005 |
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m Rahmen seines zweitägigen Besuchs in der Steiermark trug sich der Botschafter heute ins Goldene Buch der Stadt Graz ein und führte mit Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl in Anwesenheit von Stadtrat DI Dr. Gerhard Rüsch und Stadtbaudirektor
DI Mag. Bertram Werle sowie der Leiterin des Referats für Internationale Beziehungen, Mag. Margit Uray-Frick, Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit. "Die Chinesen schätzen Österreich als Reiseziel sehr, kennen aber in erster Linie Wien und Salzburg, Mozart, "Sound of Music" und die Kaiserin Sissy." Aus diesem Grund rieten Yonghua Lu und sein Botschaftsrat für Wirtschaft und Handel, Bailiang Tao, dringend zu mehr Werbung für die Steiermark und Graz in China und boten dabei ihre Hilfe an. Auch stellte man die Einrichtung eines Steiermark-Büros zum Beispiel in Shanghai oder Peking in Aussicht, an welches sich steirische Betriebe wenden könnten, die Interesse am chinesischen Markt hätten. Umgekehrt bestehe von Seiten chinesischer Unternehmen, staatlicher wie privater, ebenfalls großes Interesse an Niederlassungen im Ausland. Auch hier bedürfe es jedoch einer Unterstützung, die derzeit - Österreich betreffend - von der Chinesischen Botschaft in Wien ausginge.
Interesse an Graz "Seit rund zwei Jahrzehnten verfolgen wir in China eine Politik der Öffnung und Reform. Die BürgerInnen konnten ihr Einkommen deutlich verbessern, private Unternehmen haben nicht selten mehrere tausend MitarbeiterInnen und ein großes Vermögen zur Verfügung", berichtete Lu über die prosperierende Wirtschaft in seiner Heimat. "Es ist genügend Geld für Auslandsinvestitionen wie Reisen vorhanden und ein großes Interesse an ihrem Land", motivierte der Botschafter. Kooperationspotential sieht Bürgermeister Nagl neben dem wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich vor allem auch auf dem Gesundheitssektor: "Wir bemühen uns um die Installierung eines Gesundheitsclusters, ähnlich dem Autocluster, weltweit renommierte Unternehmungen wie "Roche Diagnostics" haben sich bereits in Graz angesiedelt und demnächst findet der zweite internationale TCM-Kongress bei uns statt." Botschafter Lu zeigte sich erfreut und sieht in der Traditionelle Chinesische Medizin, die den Menschen als Ganzes betrachtet, eine gute Ergänzungsmöglichkeit zur Schulmedizin: "Ich könnte mir Ausbildungsprojekte vorstellen, wir verfügen über genügend hochqualifiziertes Pflegepersonal." High Speed Es tut sich enorm viel in China. Botschafter Lu berichtete von Großprojekten, die das Land plant oder bereits realisiert hat, als Beispiel nannte er das "Drei-Schluchten-Projekt" am Yangtze, Provinz Hubei. Der Staudamm "Sanxia", an dem seit 1997 gebaut wird, dient der Energiegewinnung und zur Verhinderung von Überschwemmungen und wird bei Fertigstellung der größte seiner Art weltweit sein. Mit der Inbetriebnahme der Magnetschwebebahn Transrapid zwischen dem Flughafen von Shanghai und dessen Stadtzentrum wurde 2002 eine neue Dimension der Fortbewegung verwirklicht: Das Zurücklegen einer 33-km-Strecke in sensationellen zehn Minuten mit einer Geschwindigkeit von 430 km/h. "Wir werden nicht müde unsere Geschwindigkeiten zu erhöhen, auch haben wir in den vergangenen Jahren über 30.000 km Autobahnen gebaut", berichtete Botschafter Lu nicht ohne Stolz. "Mit 5.000 Millionen US-Dollar an Devisenreserven lässt sich auch einiges bewegen", fügte er schmunzelnd hinzu. Kürbiskernöl In Bewegung befinden sich auch zahlreiche chinesische Delegationen in Richtung Steiermark: Bereits im Mai, verkündete Botschaftsrat Tao, werden weitere zwei auch Graz besuchen. Großen Anklang bei den BesucherInnen aus Fernost findet das steirische Kürbiskernöl. Botschafter Lu schwärmte auch von den sogenannten Knabberkernen: "In Schokolade getauchte Varianten kommen bei uns besonders gut an." Auch bestünden bereits Überlegungen, Kürbis in seinem Land anzubauen: "Eine Provinz bei uns könnte die gesamte österreichische Anbaufläche umfassen", sinnierte Lu. Gastfreundschaft Zu einem "Lokalaugenschein" in seine Heimat lud der Botschafter Bürgermeister Nagl herzlich ein: "Nur so können Sie sich von allen Kooperationsmöglichkeiten am besten überzeugen." Denn gerade in der Gastfreundschaft bestehe eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Österreich und China, ist Yonghua Lu überzeugt. Und er muss es wissen, lebt er doch schon acht Jahre in Österreich, vier davon in seiner aktuellen Funktion in Wien. Seine exzellenten Deutschkenntnisse konnte er bereits während des Studiums in Deutschland erwerben. |
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![]() Die schönsten Bilder der Stadt Graz bekam Botschafter Yonghua Lu (re.) von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl überreicht. Foto: Stadt Graz/Foto Fischer |
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MIK
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