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Neues Lärm-Messegerät aus dem Grazer Umweltamt 18. April 2005 |
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it einer höchst lauteren "Waffe" wird die Stadt Graz künftig dem Lärm zu Leibe rücken: Ein neuartiges Lärm-Messgerät, das im Grazer Umweltamt entwickelt wurde, soll demnächst für gesicherte "Krach-Daten" etwa bei Veranstaltungen oder in belasteten Straßenzügen sorgen. Diese Daten, die von allen Interessierten via Internet oder Handy abgefragt werden können, bieten dann die Grundlage für entsprechende Gegenmaßnahmen, kündigte Bürgermeister-Stellvertreter Walter Ferk heute bei der Präsentation des Prototypen auf dem Grazer Hauptplatz an.
Lärmbekämpfung Ein Jahr lang hatten sich die Experten aus dem Referat für Lärmbekämpfung und Schallschutz des Grazer Umweltamtes mit der Entwicklung eines Messgerätes beschäftigt, das über längere Zeit gesicherte Daten über die tatsächliche Lärmbelastung bei Veranstaltungen oder in belasteten Straßenzügen liefern soll. Der ausgebildete Nachrichtentechniker Ing. Heinz Koller "bastelte" dabei unter Mithilfe von Referatsleiter DI Johann Ofner und Ing. Rudolf Ruthofer ein "Wunderkastl", das allen Anforderungen gerecht wurde. Das "Innenleben" des Gerätes birgt Bekanntes: Ein kleiner Pocket-PC speichert die von einem empfindlichen und wetterfesten Mikrofon aufgenommenen Werte, und ein "stinknormales" Handy liefert sie an den Server des Magistrats weiter. Zur Ausstattung des Messgerätes gehören auch noch eine Wetterstation und eine Kamera mit niedriger Auflösung, die wertvolle Zusatzdaten wie Wind, Niederschlag und auch die Menschen- oder Autoanzahl während der Messung liefert. Vom Server der Stadt können die gewonnenen Messwerte jederzeit von Interessierten per Internet oder Handy abgefragt werden, wie Ofner, Koller und Ruthofer heute erklärten. Der handwerkliche Zusammenbau der Station wurde übrigens von den städtischen Wirtschaftsbetrieben übernommen. Neuentwicklung Bürgermeister-Stellvertreter Walter Ferk, der sich - wieder einmal - stolz auf "sein" innovatives Umweltamt zeigte, versprach, die Neuentwicklung zum Wohl der Bevölkerung einzusetzen: "Wir werden vor allem in Problembereichen, also etwa auf Plätzen mit vielen Veranstaltungen, aber auch in besonders belasteten Straßenzügen Messwerte sammeln, diese auswerten und dann zur Basis für wirkungsvolle Maßnahmen zu einer Lärm-Reduzierung machen!" Besonders erfreulich: Auch das Lebensministerium des Bundes interessiere sich bereits für das Messgerät made by Grazer Umweltamt, teilte der Umweltreferent mit. Besonderes Markenzeichen der Neuentwicklung, die den Namen "SL.ON" für SoundLevel Online trägt: Sie funktioniert mit umweltfreundlicher Solarenergie, kann aber - etwa in einer langen Schlechtwetterperiode - auch mit Strom aus der Steckdose betrieben werden. Um die Onlinekosten niedrig zu halten, wird die aktuelle Situation alle fünf Minuten erfasst und dann als Mittelwert von 30 Minuten (in der Nacht) oder 60 Minuten (tagsüber) dargestellt. "Datenfang" Die Kosten für das Gerät betragen rund 10.000 Euro, binnen eines Monats könnte man ein zweites Exemplar anfertigen, erklärten Ofner und Koller. Das "Wunderkastl" könnte auch in Serie produziert werden, wenn beispielsweise andere Städte ihr Interesse anmeldeten. Vorerst will man jetzt aber in Graz auf "Datenfang" gehen - was im Testbetrieb klaglos funktioniert hat. Quelle: Wolfgang Maget |
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![]() Das neuartige Lärm-Messgerät wurde im Grazer Umweltamt entwickelt. Foto: Stadt Graz/Fischer |
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