GRAZNews

Komfortverbesserung für öffentlichen Verkehr
Für den Zeitraum der Bautätigkeiten wird Schienenersatz eingerichtet
7. April 2005

Mit diesem Schienentausch geht eine Neuordnung des gesamten Straßenraumes in der Conrad v. Hötzendorfstraße einher. Ostseitig wird es künftig einen durchgehenden Geh- und Radweg geben, des weitern wird an der Ostseite die Parkspur angeordnet. Die Straßenbahnschienen verlaufen in Mittellage und werden als Rasengleis ausgebildet, das heißt, die Fahrspuren und der GVB-Gleiskörper werden in diesem Bereich erstmals getrennt, was eine deutliche Beschleunigung und Komfortverbesserung für den öffentlichen Verkehr bedeutet. Um die entsprechenden Fahrbahnbreiten zu erreichen, muss die westseitige Baumreihe erneuert und weiter nach Westen gerückt werden. Die neue Baumreihe wird Teil eines neuen Grünstreifens sein der den Straßenraum der Hötzendorfstraße nach Westen begrenzen wird.

Koordination

Auch wenn dieses Bauvorhaben sowohl notwendig als auch erfreulich ist, bedeutet es während der Bauphase natürlich Belastungen und Unannehmlichkeiten für die Anrainer und die ansässigen Wirtschaftsbetriebe. Daher setzen die Stadt Graz und die Grazer Verkehrsbetriebe sowie bei der Gleisbaustelle in der Herrengasse auf möglichst frühzeitige und umfassende Information. Der mit der Koordination dieses Bauvorhabens beauftragte Ziviltechniker, DI Dr. Kurt Kratzer, berichtete, dass der Schienenaustausch in der C. v. Hötzendorfstraße in der Zeit zwischen 11. Juli und 9. September 2005 durchgeführt wird. In dieser Zeit wird es für die Linie 4 einen Schienenersatzverkehr geben und zwar die Buslinie 74, die vom Jakominiplatz über die Hötzendorfstraße bis nach Dörfla und retour über die Münzgrabenstraße und die Fröhlichgasse wiederum bis zum Jakominplatz führen wird. Während der Bauzeit ist die C. v. Hötzendorfstraße nur als Einbahn in Richtung Süden befahrbar. Donnerstag Abend gab es die erste Anrainerinformation vor Ort, umfassende Plakatinfos in Bus und Tram werden noch folgen.

Ersten beiden Bauphasen

Die Baustelle in der Conrad von Hötzendorfstraße ist 600 m lang, die Kosten für den Schienenaustausch belaufen sich auf € 2,6 Millionen. Was die Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 von der derzeitigen Endstation beim Stadion Liebenau bis zum in Bau befindlichen neuen Einkaufszentrum Murpark am Sternäckerweg betrifft, werden heuer die ersten beiden Bauphasen getätigt. Dabei handelt es sich um die Bauabschnitte in der Ulrich Lichtensteingasse sowie die Errichtung der neuen Endschleife im Bereich des künftigen Einkaufszentrums.

Verkehrsentlastung

Die Verlängerung der Linie 4 umfasst 1,5 km und kostet 9,5 Millionen Euro. Mit dieser Lienenerweiterung werden rund 7.600 zusätzliche Fahrgäste in beiden Fahrtrichtungen erwartet. Verkehrsstadtrat Rüsch wies besonders auf die zu erwartenden verkehrspolitischen Vorteile hin: Erstens wird ein städtebauliches Entwicklungsgebiet zeitgleich mit der Fertigstellung eines großen Gebäudekomplexes durch ein schienengebundenes öffentliches Verkehrsmittel erschlossen und zudem soll die Linie 4 eine deutliche Verkehrsentlastung der Bezirke Liebenau und Jakomini bei Großveranstaltungen im Bereich der Stadthalle/Messe und des Stadion Liebenau bringen. Zudem wird mit dem im Bereich der neuen Endstation geplanten Parkhaus auch ein attraktives Park & Ride Angebot für PendlerInnen geschaffen.

Info-Hotline

GVB-Chef Scholz bezeichnete die Verlängerungen der Linien 4, 5 und 6 als "Megaschritt für die Bevölkerung in Graz und den Umlandgemeinden", da damit ein echter Qualitätssprung in Sachen ÖV-Angebot geschaffen werde. Damit könne man auch dem Ziel einer Reduzierung des Individualverkehrs in den Kernbereichen der Stadt Graz wieder einen guten Schritt näher kommen. Abschließend ersuchten alle Beteiligten die GrazerInnen und Grazer um Verständnis während der Bauarbeiten an diesen für unsere Stadt so wichtigen Zukunftsprojekten. Zu guter Letzt sei auch noch auf die Info-Hotline der GVB, die für die Sommerbaustellen eingerichtet wird, hingewiesen: unter der Grazer Nummer 887-1440 gibt es gleichsam einen direkten Draht zu den Verkehrsbetrieben.

Quelle: Wolfgang Skerget


News
Klicken Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern

So sieht der Streckenverlauf des langen 4ers aus.

Foto: KK

MIK



Zur Übersicht News-Archiv
ZurueckZum Seitenanfang

Magistrat Graz, Öffentlichkeitsarbeit