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Jochen Rindt – Der Weltmeister aus Graz

50 + 1 Anniversary

Gedenkfeierlichkeiten am 7. Oktober 2021

„Jochen Rindt - Der Weltmeister aus Graz" am Donnerstag, den 7. Oktober 2021, in Graz. 

Programm:

  • 11.00 Uhr: Wirtschaftssymposium „Automotive & Sicherheit"in der Aula der Alten Universität
  • 14.00 Uhr: Einweihung des Jochen-Rindt-Platzes im neuen Grazer Stadtteil Reininghaus
  • 17.30 Uhr: Empfang des Bürgermeisters anlässlich der Ausstellung „Jochen Rindt, Mythos, Graz" im GRAZ Museum

Aufgrund der Corona-Situation ist die physische Teilnahme an den Veranstaltungen stark begrenzt und sämtliche Akkreditierungen sind bereits vergeben. Um einen möglichst großen Interessentenkreis die Möglichkeit zu geben, die Veranstaltungen zu verfolgen, werden diese jedoch im Livestream auf graz.at übertragen.

TV-Tipp: Sport und Talk aus dem Hangar-7

Servus TV: "Formel 1: Jochen-Rindt-Gedenken in Graz"
Mo., 4. Oktober 2021, 21.10 Uhr

Graz feiert Jochen Rindt: Bei "Sport & Talk" erinnern sich Witwe Nina Rindt sowie Weggefährten an den viel zu früh verstorbenen Weltmeister. 

Corona-bedingt um ein Jahr verschoben, ehrt die Stadt Graz derzeit mit Jochen Rindt einen ihrer größten Söhne. Unter anderem sichtbar im Stadtbild mit einer Straßenbahn, die den Frühverstorbenen mit Bildern und Texten ehrt.
Bei "Sport & Talk aus dem Hangar-7" am Montag ab 21.10 Uhr erinnern sich Witwe Nina sowie Weggefährten wie der dreimalige Weltmeister Sir Jackie Stewart und Le Mans-Sieger Dr. Helmut Marko

servustv.com/sport

Ausstellung: Jochen Rindt, Mythos, Graz

Aufgewachsen in Graz, groß geworden in der Welt: Die Ausstellung im Graz Museum macht sich auf die Spuren des Mythos Jochen Rindt und beleuchtet die Kindheit- und Jugend der Rennsportlegende in Graz.

Unter den zahlreichen Gästen bei der Eröffnung konnte man spüren, welche Faszination heute noch von dem Jahrhundertrennfahrer ausgeht. „Jochen Rindt verkörperte alles, was einen Helden ausmacht. Er könnte noch heute eine Kultfigur sein", weiß Kulturstadtrat Günter Riegler, der gemeinsam mit Museumsdirektor Otto Hochreiter und den KuratorInnen Martina Zerovnik, Anette Rainer und Beat Gugger die ursprünglich für 2020 geplante Ausstellung eröffnete.

Eröffnung im Graz Museum: Die Faszination für Jochen Rindt bleibt beim Publikum bis heute ungebrochen.Museumsdirektor Otto Hochreiter und Kulturstadtrat Günter Riegler (v.l.) eröffneten die Ausstellung.Das Team hinter der Ausstellung.

Bei den Großeltern am Ruckerlberggürtel in Graz verbrachte er seine Kindheit, fuhr die ersten Straßenrennen und machte später das Nachtleben unsicher: Mit einem klaren Graz Bezug beleuchtet die Ausstellung das Leben von Jochen Rindt abseits motorsportlicher Glanzlichter. „Wie hat Graz ihn geprägt? Wie hat er die Stadt geprägt? Vier Räume vermessen das kurze, schnelle Leben von Jochen Rindt und gehen der Geschwindigkeit und dem Rasen in seinem Leben nach", erklärt Otto Hochreiter. In Form von Fotos, Dokumenten, Filmmaterial und Briefen, zu einem großen Teil aus privaten Sammlungen und teilweise noch nie gezeigt, folgt die Ausstellung Jochen Rindts Kindheit und Jugend in Graz und rückt Orte und Menschen in den Mittelpunkt, die darin eine Rolle spielen. WegbegleiterInnen erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit und Fans erzählen von der Faszination der Rennsportikone - immer in Verbindung mit prägenden Orten in Graz.

Vom Halbstarken zum Rennsportler
Sie zeigt, wie er sich vom schüchternen Buben zum coolen Draufgänger entwickelt. Erzählt vom Fortgehen und den ersten Straßenrennen in Graz: vom ersten „Sissy" Moped, dem ersten Auto und den ersten Strafzetteln. Dokumentiert die „mystischen" Eigenschaften, die der moderne, charismatische, todesmutige Rennfahrer zu Lebzeiten hatte und schließt letztendlich mit dem Begräbnis am Zentralfriedhof, eines der wichtigsten Ereignisse der Nachkriegszeit in Graz. Bis heute bleibt Jochen Rindt der einzige Formel-1-Weltmeister, der posthum gekürt wurde.

Till The End of Time
Die Fotoserie „Till the End of Time" der Künstlerin Thelma Herzl entstand zum 40. Todestag von Jochen Rindt. Auf einem von der Künstlerin angebrachten Metallteller verschmolzen hunderte Kerzen zu einem großen Wachsbild, dem sich Herzl fotografisch näherte. Die Bilder werden erstmals in der Ausstellung gezeigt.

"Jochen Rindt, Mythos, Graz"
29.09.2021 bis 24.04.2022
Graz Museum
Sackstraße 18, 8010 Graz
grazmuseum.at

 

Die Ausstellung zeigt den Menschen hinter dem Mythos Jochen Rindt.Beim Begräbnis von Jochen Rindt am Zentralfriedhof schaute die ganze Welt auf Graz.Bisher zum Teil unveröffentlichtes Archivmaterial beleuchtet die Kinder- und Jugendjahre der Rennsportikone in Graz.Helen Stewart und Nina Rindt beim Zeitmessen an der Rennstrecke

Eröffnung des Gedenkjahres am 2. September 2020

Die Teilnehmer vor der BIM
© Stadt Graz/Fischer

Am 2. September 2020 fand die Präsentation der Jochen-Rindt-Straßenbahn sowie ein Pressegespräch mit Familienmitgliedern und Weggefährten statt. TeilnehmerInnen waren von links nach rechts: Bürgermeister Siegfried Nagl, Tochter Natascha Rindt, Red Bull Motorsportchef Helmut Marko, Halbbruder Uwe Eisleben und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

Hier finden Sie sämtliche Informationen zur Veranstaltung.

Highlight-Video der Gedenkveranstaltung

Grazer Rennsport-Ikone

Jochen Rindt war der einzige Formel-1-Weltmeister, der seine Krönung nicht mehr erleben durfte. Der Grazer verunglückte am 5. September 1970 beim Training zum Grand Prix in Monza mit seinem Lotus-Rennwagen tödlich. Sein Punktevorsprung war damals jedoch schon so groß, dass ihn auch sein stärkster Kontrahent, Jacky Ickx, nicht mehr einholen konnte. Am 4. Oktober wurde Rindt so posthum zum F1-Weltmeister der Saison 1970 ernannt.

Jochen Rindt war bereits zu Lebzeiten eine Ikone. Seine Rennsport-Erfolge, ob Formel 1 oder des 24-Stunden-Rennens von Le Mans, erhielten internationale Aufmerksamkeit. Die Gesellschaft profitierte darüber hinaus von seinem Auftreten, seiner vermittelten Lebenseinstellung und seiner Weltoffenheit. Die Anteilnahme bei seinem Begräbnis am Grazer Zentralfriedhof war im In- und Ausland riesengroß. Dieser traurige Anlass rückte Graz erstmals in der Nachkriegszeit in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Noch heute erfährt sein Ehrengrab einen starken, steten BesucherInnenstrom.

Jochen Rindt mit seiner Frau Nina.Jochen Rindt vor dem Rennen.Jochen Rindt in seinem Formel 1-Wagen.Graham Hill und Jochen Rindt - dieses Bild steht unter "Mehr zum Thema" zum Download zur VerfügungJochen Rindt bei seinem letzten Sieg in Hockenheim 1970 - dieses Bild steht unter "Mehr zum Thema" zum Download zur VerfügungDie Stele von Jochen Rindt - dieses Bild steht unter "Mehr zum Thema" zum Download zur VerfügungDie Stele von Jochen Rindt - dieses Bild steht unter "Mehr zum Thema" zum Download zur VerfügungDie Stele von Jochen Rindt - dieses Bild steht unter "Mehr zum Thema" zum Download zur VerfügungEin Cut-up von Weggefährten Dr. Helmut Marko - dieses Bild steht unter "Mehr zum Thema" zum Download zur VerfügungDas Ehrengrab von Jochen Rindt - dieses Bild steht unter "Mehr zum Thema" zum Download zur VerfügungDie Jochen Rindt-Gedenktafel aus seinem Heimatbezirk St. Leonhard - dieses Bild steht unter "Mehr zum Thema" zum Download zur Verfügung

Schwerpunkte im Jahr 2020

So wird der Jochen-Rindt-Platz aussehen.
So wird der Jochen-Rindt-Platz aussehen.© pixlab studios/Büro Freiland ZT
Die Lage des Jochen-Rindt-Platzes
Die Lage des Jochen-Rindt-Platzes© Stadt Graz/Stadtvermessung

Jochen Rindt-Straßenbahn

  • Beklebung einer Straßenbahn
  • Gestaltung einiger Straßenbahn-Haltestationen im Stadtgebiet

Laufende Pflege des Ehrengrabes

  • steter Strom von BesucherInnen, zahlreiche Lichter und Gedenkschreiben vor dem Grab am Zentralfriedhof; Pflege des Ehrengrabes durch das Kulturamt Graz

Kommunikative Aktivitäten

  • unter anderem Themenschwerpunkt in der BIG - BürgerInneninformation Graz
  • laufende Berichterstattung über die Schwerpunkte auf den digitalen Medien der Stadt Graz

Der Dank der Stadt Graz gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Gedenkaktivitäten im Jahr 2020!

Stimmen von der Eröffnungs-Pressekonferenz am 6. Dezember 2019

Bürgermeister Nagl und Dr. Marko mit einem historischen Rennanzug von Jochen Rindt
Bürgermeister Nagl und Dr. Marko mit einem historischen Rennanzug von Jochen Rindt© Stadt Graz/Fischer

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl: "Wir wollen das Ansehen von Jochen Rindt dauerhaft in Graz gewährleisten. Anlässlich seines 50. Todestages im kommenden Jahr wird es für die Rennsportlegende deshalb ein besonderes Gedenken über einen längeren Zeitraum geben."

Dr. Helmut Marko, Red Bull Motorsportchef: "Begonnen hat unsere Bekanntschaft im Mopedalter, so mit 16 Jahren. Jochen ging schon damals immer ans Limit, er wollte stets der Beste sein. In unserer Grazer Zeit haben wir an den Wochenenden das Partyleben der Stadt in vollen Zügen genossen. Jochen war der Popstar des Motorsports."

Sein Leben

Der Formel-1-Fahrer Jochen Rindt war einer der erfolgreichsten österreichischen Profisportler. Bereits in jungen Jahren entdeckte er seine Liebe zu schnellen Autos, die ihm in späteren Jahren zum Verhängnis werden sollte.

Jochen Rindt, Sohn eines Deutschen und einer Grazerin, wurde am 18. April 1942 in Mainz, Deutschland, geboren. Als er gerade einmal 15 Monate alt war, kamen seine Eltern bei einem Fliegerangriff ums Leben. Die Eltern seiner Mutter holten ihn zu sich nach Graz, wo er seine ganze Kindheit und Jugend verbrachte.

Der junge Grazer konnte bald seine ersten Autorennen für sich entscheiden und fuhr anfangs in der Formel Junior. Später wechselte der Motorsportler in die Formel 2, in der er insgesamt 29 Rennen gewann. 1965 gewann er außerdem das 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Jochen Rindt versuchte lange Zeit sein Glück in der Formel 1, doch weder seine Einsätze für das Cooper-Team noch jenes für Brabham waren von Erfolg gekrönt. Erst mit seinem Wechsel zu Lotus wendete sich das Schicksal: Rindt gewann im Jahr 1970 fünf Rennen, bevor es zum Grand Prix nach Italien ging. Als bei diesem Rennen eine Bremswelle brach, verunglückte der Rennfahrer im Training tödlich. Sein Punktevorsprung auf die anderen Fahrer war jedoch so groß, dass Jochen Rindt posthum zum Formel-1-Weltmeister von 1970 erklärt wurde.

Süße Erinnerungen

Zum 50. Todestag von Jochen Rindt bäckt Konditorin Lilli Philipp einen „süßen Rennreifen" aus Windbäckerei und weißer sowie dunkler Schokolade. Die schmackhafte Hommage an die Rennsportlegende erinnert auch an die Freundschaft zwischen der Motorsportlegende und der Konditorlegende, Lillis Vater.

Da sich das Wohnhaus, in dem Jochen Rindt ab 1943 in Graz lebte, in unmittelbarer Nähe zur Konditorei befindet, hat Lilli Philipp zahlreiche amüsante Erinnerungen: „Jochen war ein ziemlicher Lauser. Mein Vater hat mir erzählt, wie er immer in die Backstube gesaust kam, um sich eine Windbäckerei zu stibitzen. Diese Nascherei war wohl sein Favorit in unserem Süßspeisenangebot. Jochen hat meine Oma da ein bisserl ausgetrickst, damit sie seinen Schabernack nicht mitbekommt. Aber sie haben sich immer sehr über seine spontanen Besuche gefreut."

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