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Riesen-Bärenklau: Gefahr für die Gesundheit

Tipps für richtiges Verhalten

11.07.2010

Eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Gesundheit stellt der Riesen-Bärenklau dar. Was es darüber zu wissen und zu beachten gilt, ist nachstehend zusammengefasst (Quelle: www.resi.at):

Achtung Giftpflanze!

Achtung! Der Riesen-Bärenklau ist eine Giftpflanze! (Foto: Gabi Schoenemann/pixelio.de) 
Achtung! Der Riesen-Bärenklau ist eine Giftpflanze! (Foto: Gabi Schoenemann/pixelio.de)

Der Riesenbärenklau - wegen seines kräftigen Wuchses auch Herkulesstaude genannt - wurde schon vor mehr als hundert Jahren aus dem Kaukasus als Zierpflanze bei uns eingeführt, ist mittlerweile verwildert und wächst an Waldrändern, an Wegen, aber auch in Streuwiesen.

Aussehen und Merkmale:
Die Pflanzen werden bis zu 4 m hoch. Der Stängel ist an der Basis bis zu 10 cm dick und rot gesprenkelt. Die Blätter sind gefiedert, die Einzelblätter laufen spitz zu. Ab Juli stehen die Pflanzen in Blüte, die Dolden können einen Durchmesser von einem halben Meter erreichen. Die oft mehr als 10.000 Samen einer Pflanze sind sehr widerstandsfähig und bleiben mehrere Jahre keimfähig. Die Samen werden durch Tiere, über Wasserläufe, durch Verwendung als Bienenfutterpflanze, aber auch über Ausbringen von Aushubmaterial verbreitet. Alle Pflanzenteile (Pflanzensaft) des Riesenbärenklaus wirken stark fototoxisch ("Giftwirkung unter Lichteinfluss").

In Verbindung mit Sonnenlicht (UV-Strahlung) führt ein Hautkontakt mit dieser Pflanze zu Hautveränderungen und Blasenbildung, die den Symptomen einer schweren Verbrennung entsprechen. Sehr oft bleiben an den betroffenen Hautpartien hässliche Vernarbungen zurück.

Ein Augenkontakt mit dem Pflanzensaft ist in jedem Fall zu vermeiden, Irritationen bis hin zur Erblindung drohen. Selbst das Einatmen der Dämpfe des Pflanzensaftes (beim unsachgerechten Entfernen) kann zu Gesundheitsproblemen führen. Besonders Kinder mit ihrer zarten Haut sollten in jedem Fall vor dem Kontakt mit dem Riesenbärenklau geschützt werden, zumal die riesigen Blütenstände sehr zum Spielen einladen.

Was tun bei einer Vergiftung?

Nach Hautkontakt mit Riesenbärenklau ist direktes Sonnenlicht in jedem Fall über mehrere Tage zu meiden. Zu bedenken ist dabei, dass die UV-Strahlung auch bei leicht bewölktem Himmel stark genug ist, um eine fototoxische Reaktion auszulösen. Die Giftstoffe des Bärenklaus dringen rasch in die Haut ein und bleiben über mehrere Tage wirksam. Ein sofortiges Abwaschen der betroffenen Hautpartien mit Seifenwasser ist hilfreich, bietet aber keinen Schutz vor den beschriebenen fototoxischen Wirkung. Schützen kann man sich in dieser Zeit mit entsprechender Kleidung, die die betroffenen Hautpartien vor Sonneneinstrahlung schützt. Hautsymptome treten normalerweise in 24 bis 48 Stunden auf.

Beim ersten Auftreten von Hautveränderungen ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen!

Keinesfalls sollten selbständig irgendwelche Cremes oder Hausmittel auf der Haut aufgebracht werden. Ein Benetzen der Haut mit reinem Wasser kann auftretende Schmerzen vorübergehend lindern.

Bekämpfung, aber wie?

Vordringliches Ziel von Bekämpfungsmaßnahmen ist es, die weitere Verbreitung der Staude zu verhindern. Dies kann durch mehrfaches Abmähen bestehender Pflanzen vor der Samenreifung geschehen. Die verbleibenden Stauden werden durch diese Maßnahme geschwächt, aber nicht vernichtet. Durch ein Abfräsen des Bodens in eine Tiefe von mindestens 12 bis 15 cm oder durch Abstechen der Wurzeln mit Spaten in ca. 15 cm Tiefe werden die Pflanzen zerstört. Die Maßnahmen müssen regelmäßig kontrolliert und oft über mehrere Jahre hinweg wiederholt werden. Das abgeschnittene Pflanzenmaterial ist zu verbrennen, zu vergären oder professionell zu kompostieren.

Bei jeder Art von Bekämpfung ist Schutzkleidung zu tragen. Augen und Haut sind vor jedem Kontakt mit der Pflanze zu schützen. Normale Kleidung bietet keinen ausreichenden Hautschutz.

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