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Geschichte des „Café Graz“

Markus Schirmer begeisterte das Publikum mit Stücken von Schubert, Mozart und einer Eigenkomposition. Foto: Stadt Graz/Foto Fischer Franz Gollner führt mit Edith Gruber durch das Programm. Foto: Stadt Graz/Foto Fischer Die Sopranistin Dorit Machatsch. Foto: Stadt Graz/Foto Fischer Der HIB.art.chor Liebenau unter der Leitung von Maria Fürntratt. Foto: Stadt Graz/Foto Fischer Der Große Saal der Arbeiterkammer ist jedes Mal bis auf den letzten Platz besetzt. Foto: Stadt Graz/Foto Fischer

Im Frühjahr 1967 verwandelte sich erstmals der Große Kammersaal in der Strauchergasse 32 in das „Café Graz" und hunderte Grazer SeniorInnen unterhielten sich prächtig bei den dargebotenen „Grazer G'schichten". Dies war die Geburtsstunde einer bis heute äußerst beliebten Veranstaltungsreihe. Otto Heiter, Willi Hierländer und Walter Tomaschitz hatten damals die Idee dafür, die Stadtrat Karl Stoiser aufgriff: Eine Veranstaltungsreihe, die den weniger begüterten SeniorInnen einen vergnüglichen, abwechslungsreichen Nachmittag mit bekannten Melodien aus Oper, Operette usw. bieten soll.

Der Grazer "Seniorenclub"

In seiner ersten Ausgabe zauberte das „Café Graz" mit „Zwei Herzen im Dreivierteltakt" und dem Unterhaltungsorchester unter Emil Haindl Frühlingsstimmung in die Herzen der SeniorInnen. Der Ablauf war ähnlich konzipiert wie im „Seniorenclub", der berühmten Fernsehsendung des ORF. Ober Franz, verkörpert von Walter Tomaschitz, führte mit zahlreichen Pointen durch das Programm. Zur Stammtischrunde gehörten die Gemischtwarenhändlerin (Edith Steffen), der würdige Herr Amtsrat (Willy Hierländer), der vielseitige Herr Otto (Otti Heidler) und schließlich Herr Fred vom Theater (Operettensänger Fred Haid). Temperament und Charme steuerte auch Else Kalista von den Vereinigten Bühnen bei, und am Flügel begleitete Gusti Henöl.

Im Laufe der Jahrzehnte traten zahlreiche namhafte Künstlerinnen und Künstler im „Café Graz" auf, beispielsweise Maxi Böhm , Elfriede Ott, Elisabeth Kales, Monika Martin und zuletzt Markus Schirmer, um nur einige zu nennen. In früherer Zeit wurden ganze Ausschnitte aus Operetten in Kostümen und Maske aufgeführt, beinahe alle Ensemblemitglieder der Grazer Oper wirkten wenigstens einmal in diesem Musikreigen mit.

Veranstaltungsreigen

Zu Beginn bescherte das „Café Graz" alle drei Wochen den SeniorInnen einen vergnüglichen Sonntagnachmittag, 20 Jahre später gab es die Veranstaltung durchschnittlich einmal im Monat. Derzeit findet es fünf Mal im Jahr statt, wobei der Fasching Sonntag und der letzte Sonntag vor dem Heiligen Abend Fixtermine sind. Von Juli bis September macht das „Café Graz" Pause, da es in dieser Zeit das Sommerprogramm für SeniorInnen mit rund 60 Aktivitäten (von Ausflügen bis zu Wanderungen) gibt.

Seit vielen Jahren prägt das kongeniale Trio Franz Gollner, Edith Gruber und János Mischuretz das „Café Graz". Franz Gollner steht seit fast 25 Jahren mit den „Grazbürsten" auf der Bühne, sein Spezialgebiet sind das Kabarett sowie die Imitation schräger Figuren, und er hat im „Café Graz" die Moderation inne. Prof. Edith Gruber, seit 2009 Bürgerin der Stadt Graz, bezauberte von 1966 bis 1986 an der Grazer Oper ihr Publikum in den Fächern Oper, Operette und Musical und war darüber hinaus an diesem Haus bis 1996 als Korrepetitorin tätig, sie engagiert sich sehr für die Nachwuchsförderung und im „Café Graz" begleitet sie am Klavier. János Mischuretz, der Ensemblemitglied der Grazer Oper ist und unter anderem bereits in Kindermusicals wie „Das Gespenst von Canterville" und „Honk!" zu sehen war, nimmt im „Café Graz" die Rolle des singenden, lustigen Kellners ein.

Breit gefächertes Repertoire

Jede Ausgabe des „Café Graz" erfordert im Vorfeld viele Recherchen, Proben und auch organisatorisches Geschick, das Klaus Fuchs immer wieder unter Beweis stellt. In zwei großen Besprechungen werden zunächst das jeweilige Motto sowie die KünstlerInnen festgesetzt und anschließend die genaue Programmabfolge. Geprobt wird jeden Dienstagvormittag im „Musiksalon Erfurt" in der Herrengasse 3. Veranstaltungsort des „Café Graz" ist seit jeher der Große Saal der Arbeiterkammer.

Beim „Café Graz" wird das Hauptaugenmerk darauf gelegt, dem Publikum ein möglichst breit gefächertes Repertoire anbieten zu können: Melodien aus Oper, Operette, Musical sowie Schlager und Evergreens, Chormusik, tänzerische Darbietungen und kabarettistische bzw. schauspielerische Einlagen. Und so beschert das „Café Graz" mit Musik, Tanz und Humor den SeniorInnen einen kurzweiligen und vergnüglichen Sonntagnachmittag bei freiem Eintritt.

Es ist auch schon eine lieb gewordene Tradition geworden, dass es beim „Café Graz" eine kleine Verlosung in Form eines Quiz gibt, wo Fragen zu KünstlerInnen oder aktuellen Themen gestellt werden. Dabei werden meist fünf Preise vergeben. Der Erste Preis ist ein Essen für zwei Personen mit Herrn Stadtrat Kurt Hohensinner, MBA.

Veranstaltet wird dieses beliebte Unterhaltungsprogramm vom Sozialamt gemeinsam mit dem SeniorInnenreferat.

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