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Sonderpädagogischer Förderbedarf

Warum bekommt ein Kind „sonderpädagogischen Förderbedarf“ (=SPF) ?

  • Bei einer physischen oder psychischen Behinderung bekommen Kinder sonderpädagogischen Förderbedarf.
    „Ungenügende Schulleistungen ohne das Bestimmungsmerkmal Behinderung begründen daher keinen sonderpädagogischen Förderbedarf.“ (BMUKK Erlass 1996)
  • Eine weitere Möglichkeit besteht, wenn das Kind bereits intensiv in der Schule gefördert wurde, eventuell die Vorschule besucht und/oder bereits ein Schuljahr wiederholt hat, dem Unterricht aber ohne besondere Förderung nicht folgen kann.
  • Ziel ist es, das Kind seinem Entwicklungsstand gemäß bestmöglich zu bilden und zu fördern.
  • Schlechte Deutschkenntnisse sind kein Grund für den „Sonderpädagogischen Förderbedarf“.

Wie werden Kinder mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ unterrichtet?

  • Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es einen anderen Lehrplan, der den Möglichkeiten der Kinder entspricht. So werden die Kinder in einem oder mehreren Unterrichtsfächern gefördert.
  • Die Schule erstellt einen individuellen Förderplan mit den Förderzielen.
  • Den Kindern wird eventuell ein Sonderpädagoge oder eine Sonderpädagogin zur Seite gestellt.

Wie lange gilt der „sonderpädagogische Förderbedarf“ ?

  • Der sonderpädagogische Förderbedarf wird von der Schule vor allem beim Übertritt in eine andere Schulart überprüft.
  • Wenn ein Kind den sonderpädagogischen Förderbedarf nicht mehr braucht oder falls Sie als Eltern einen Antrag auf Aufhebung stellen, wird der Bedarf überprüft. Sie als Eltern bekommen dann einen neuen Bescheid zugestellt.  

Welche Schule können Kinder mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ (=SPF) besuchen?

  • Die Kinder können eine geeignete Sonderschule oder Sonderschulklasse besuchen.
  • Die Kinder können eine Integrationsklasse an einer Volks- oder Neuen Mittelschule besuchen.
    Dort unterrichten die Lehrkräfte im Team. Eine Person aus dem Team unterstützt als SonderschullehrerIn Ihr Kind in möglichst vielen Unterrichtsstunden.
  • Ist kein/e SonderpädagogIn zusätzlich eingesetzt, ist die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer für die Förderplanung zuständig.

Ist der „sonderpädagogische Förderbedarf“ irgendwo ersichtlich?

  • Ja, sobald ein Kind in einem oder mehreren Gegenständen nach einem Sonderschullehrplan unterrichtet wird, steht dies in der Schulnachricht oder im Zeugnis.

Wie verläuft das „SPF-Verfahren“?

  • Der Antrag zur „Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs“ kann von den Eltern und der Schulleitung gestellt werden.
  • Der Landesschulrat holt dann ein sonderpädagogisches Gutachten und bei Bedarf ein ärztliches und/oder schulpsychologisches Gutachten ein.
    Die Eltern müssen der Einholung eines schulpsychologischen Gutachtens nicht zustimmen. 
  • Eltern und Erziehungsberechtigte können ebenfalls Gutachten vorlegen, beispielsweise ärztliche oder psychologische Gutachten.
  • Eltern werden nach der sonderpädagogischen und schulpsychologischen Untersuchung zu einem Beratungsgespräch eingeladen.
  • Eltern haben das Recht, vor dem endgültigen Bescheid alle Unterlagen zu lesen.

Was können Eltern tun, wenn sie den „sonderpädagogischen Förderbedarf“ für ihr Kind nicht wollen?

  • Suchen Sie als Eltern das Gespräch mit den Lehrkräften und der Schulleitung Ihres Kindes.
  • Unterschreiben Sie nichts.
  • Bringen Sie bei der zuständigen Behörde gegen den zugestellten Bescheid innerhalb von 4 Wochen das Rechtsmittel der Beschwerde ein.
  • Sie haben als Eltern das Recht, jederzeit eine Neuüberprüfung oder die Aufhebung des .Sonderpädagogischen Förderbedarfs“ zu verlangen oder eine Beschwerde einzulegen.

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Servicestelle der Abteilung für Bildung und Integration