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Eine sichere Silbermedaille für Graz

Platz zwei für die Abt. für Verkehrsplanung in Sicherheitswettbewerb

17.06.2016
Spezialisten der Firma KLS Sicherheit demonstrieren SchülerInnen der VS Viktor Kaplan die Gefahren plötzlich geöffneter Fahrzeugtüren. (Foto: Erwin Wieser) 
Spezialisten der Firma KLS Sicherheit demonstrieren SchülerInnen der VS Viktor Kaplan die Gefahren plötzlich geöffneter Fahrzeugtüren. (Foto: Erwin Wieser)
Zwei Radfahrer starben im Vorjahr in Graz, nachdem sie in unvermutet geöffnete Autotüren gekracht waren. Auf diese tragischen Unfälle reagierte die Stadt Graz rasch und - wie sich jetzt zeigte - ausgezeichnet: Mit der Aktion „Toter Winkel bei Lkw und Pkw - Schlaumeier geben Acht" wurden Schulkinder auf die unsichtbaren Gefahren im Straßenverkehr hingewiesen. Beim österreichweit ausgeschriebenen Verkehrssicherheitspreis „Aquila" erreichte diese Initiative der Grazer Abteilung für Verkehrsplanung unter zahlreichen Einreichungen Platz zwei in der Kategorie Gemeinden und Städte. Gestern Abend wurden die Preise feierlich in Wien überreicht.

Gefahren des Straßenverkehrs

Achtung, toter Winkel! Live-Demonstration für SchülerInnen der VS Karl Morre. (Foto: Stadt Graz/Fischer) 
Achtung, toter Winkel! Live-Demonstration für SchülerInnen der VS Karl Morre. (Foto: Stadt Graz/Fischer)
Preisverleihung in Wien: GSekr. Dir. Dr. Louis Norman-Audenhove (VVO), HR Dr. Walter Leiss (Österr. Gemeindebund), DI Martin Kroißenbrunner (Stadt Graz), Dr. Daniela Hörzer (Stadt Graz), Dir. Dr. Othmar Thann (KfV) (Foto: KFV/APA-Fotoservice/Buchacher) 
Preisverleihung in Wien: GSekr. Dir. Dr. Louis Norman-Audenhove (VVO), HR Dr. Walter Leiss (Österr. Gemeindebund), DI Martin Kroißenbrunner (Stadt Graz), Dr. Daniela Hörzer (Stadt Graz), Dir. Dr. Othmar Thann (KfV) (Foto: KFV/APA-Fotoservice/Buchacher)

Wie Verkehrsplanungsamtsvorstand DI Martin Kroißenbrunner und Projektleiterin Dr. Daniela Hörzer gestern ausführten, habe man mit diesem Projekt im Rahmen des Aktionsprogramms Städtisches Mobilitätsmanagement den Kindern vor Augen geführt, wie groß die Gefahr des Übersehenwerdens vor allem durch LenkerInnen von Lastwagen ist. Die Faustregel „Wenn Du das Gesicht des Fahrers im Spiegel nicht siehst, kann er Dich auch nicht sehen" sollte ebenso in Fleisch und Blut übergehen wie der Mindestabstand von 1,2 Metern zu stehenden Autos, um plötzlich geöffneten Autotüren zu entrinnen.

Im Praxisversuch konnten sich die Kinder überzeugen, wie schwierig es auch hinter dem Lenkrad ist, die gesamte Umgebung im Auge zu behalten. Das Schulische Mobilitätsmanagement der Grazer Verkehrsplanung, das bis zum Vorjahr bereits mehr als 13.000 Schulkinder und 1.000 Lehrkräfte erreicht hat, kommt übrigens bei den kleinen Beteiligten hervorragend an: 94 Prozent der Volksschulkinder gaben bei der Evaluierung an, dass ihnen die Aktion „sehr gut" gefallen habe. Auch Verkehrsstadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio unterstützt die Initiative nach Kräften.

Der erste Preis in der Kategorie Gemeinden und Städte im österreichweiten Verkehrssicherheitspreis „Aquila" ging übrigens an die Gemeinde Wolfurt in Vorarlberg für ein umfangreiches Maßnahmenpaket, unter anderem mit Tempo 30 auf Nebenstraßen, Gehsteigverbreiterungen und einer Begegnungszone. 

Wolfgang Maget

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