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Vorrang für Familien!

Graz wurde als familienfreundliche Gemeinde "bestätigt"

19.10.2016
Zertifikatsverleihung für Graz: Gemeindebund-Generalsekretär Dr. Walter Leiss, Gemeinderätin Sissi Potzinger, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin, Gemeinderat Thomas Rajakovics und Moderatorin Bettina Zajac-Thelen. Foto: Stadt Graz/Fischer 
Zertifikatsverleihung für Graz: Gemeindebund-Generalsekretär Dr. Walter Leiss, Gemeinderätin Sissi Potzinger, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin, Gemeinderat Thomas Rajakovics und Moderatorin Bettina Zajac-Thelen. Foto: Stadt Graz/Fischer

Das Audit "familienfreundlichegemeinde" ist ein kommunalpolitischer Prozess, in dem durch Workshops und verschiedene andere Aktionen die vorhandenen familienfreundlichen Maßnahmen festgestellt werden. Unter Einbeziehung sämtlicher Generationen und Fraktionen entwickelt eine Projektgruppe bedürfnisorientierte Maßnahmen zur Steigerung der Familienfreundlichkeit in einer Gemeinde. Das österreichische Audit gilt übrigens als Vorzeigeprojekt in Europa.

Deshalb ist es auch besonders erfreulich, dass die steirische Landeshauptstadt im Rahmen dieses Audits nun nach 2013 erneut das Zertifikat familienfreundliche Gemeinde erhalten hat. Am gestrigen Abend fand die feierliche Übergabe in der Seifenfabrik statt. Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl nahm die Urkunde persönlich aus den Händen von Familienministerin Dr. Sophie Karmasin und dem Generalsekretär des österreichischen Gemeindebundes Dr. Walter Leiss entgegen und erklärte: "Graz ist eine junge und dynamische Stadt. Damit das auch in Zukunft so bleibt, bedarf es zahlreicher Maßnahmen, um den Familien den urbanen Raum so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Schritte die wir dahingehend gesetzt haben, tragen bereits Früchte und wir werden unseren familienfreundlichen Weg auch in Zukunft nicht verlassen."  

Grazer familienfreundliche Maßnahmen

Die familienfreundlichen Maßnahmen, die für die Zertifizierung ausschlaggebend waren sind:

  • 97 Prozent Versorgungsgrad der Drei- bis Sechsjährigen durch Kindergartenplätze
  • 29 Prozent Versorgungsgrad der Null- bis Dreijährigen durch Krippenplätze
  • drei neue Volksschulen eröffnet
  • Einführung des Talentepasses für Fünf- bis 14-Jährige
  • drei neue Jugendzentren
  • Kinderparlament und Jugendgemeinderat
  • Generationenspielplätze
  • "Mama lernt Deutsch"
  • LesepatInnen für die Volksschulen
  • Generationenwohnen
  • Startwohnungen für Jungfamilien
  • vier Street-Workout-Parcours
  • 23 Urban-Gardening-Anlagen
  • Freizeit- und Grillareal Auwiese 

Motive für die Teilnahme am Audit

Familienpolitik muss auch auf kommunaler Ebene ernsthaft betrieben werden. Dazu bedarf es des gemeinsamen Willens und der nötigen Statistiken. Das Zusammenführen aller dafür notwendigen Daten war daher dringend notwendig. Im Auditprozess ist die Vielfalt familienrelevanter Bereiche, aber auch die große Zahl an Unterstützungsmaßnahmen erstmals systematisch zusammengestellt worden. Damit wurde auch der Blick frei auf jene Bereiche, die bisher noch nicht entsprechend wahrgenommen wurden. Gleichzeitig hat diese Zusammenschau die Möglichkeit eröffnet, das Thema Familie entsprechend öffentlichkeitswirksam zu präsentieren. Projektleiter für Graz ist VP-Gemeinderat Thomas Rajakovics.

Zahlen und Fakten

  • Graz hat 288.000 EinwohnerInnen
  • 10.335 Handels- und Gewerbebetriebe
  • 3.486 Gastronomiebetriebe
  • 224 Kinderbetreuungsstätten
  • 107 Schulen
  • rund 32.000 Null- bis 14-Jährige
  • und rund 30.000 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren.

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