Polizei warnt vor Telefon-Trickbetrug

Angebliche Überprüfung von Gutschein-Codes

27.09.2017

Der Landespolizeidirektion Steiermark liegen derzeit wieder Fälle von Trickbetrug per Telefon vor. Unbekannte Täter rufen bei Firmen an und wollen Bitcoin-Gutscheinbons überprüfen. Wegen angeblicher "Fehlermeldungen im System" fordern die Betrüger ihre Gesprächspartner auf, einen Bitcoin-Gutscheincode telefonisch durchzugeben.

Die Polizei warnt nun vor diesem bekannten, aber neu adaptierten Betrugsphänomen, bei dem die Inhaber von Trafiken, Tankstellen und Postpartnerstellen via Telefon von Betrügern aufgefordert werden, die Codes der Bitcoin Ladebons bekannt zu geben. Waren in der Vergangenheit noch Telefonwertkarten und Bons für Online Prepaid Zahlungsmittel im Visier der Täter, werden seit Neuestem die Codes der Ladebons für Bitcoins, der weltweit bekannten Kryptowährung, erfragt. 

Für die ahnungslosen Opfer ist vorerst nicht ersichtlich, dass sie Ziel eines Betruges sind. Die Täter geben sich als Mitarbeiter von Bitcoin Vertriebsstätten oder sonstigen Firmen aus. Zudem ändern sie durch technische Maßnahmen ihre Telefonnummern, sodass der Eindruck entsteht, der Anruf käme tatsächlich vom Vertragspartner. Bei den bis zu 90 Minuten dauernden Gesprächen versuchen die Täter - wenn notwendig - ihre Opfer unter Druck zu setzen. Drohungen wie Jobverlust oder finanzielle Haftung werden ausgesprochen. Bei den Anrufern handelt es sich sowohl um männliche als auch um weibliche Personen. 

Werden tatsächlich Ladecodes irrtümlich bekannt gegeben, so werden diese meist innerhalb von Minuten von den Tätern eingelöst.

Diese Betrugsmasche tritt seit Ende August 2017 österreichweit auf, bis dato konnte die Polizei österreichweit über 60 Angriffe verzeichnen. 

Die Kriminalprävention der Polizei rät zu folgendem Verhalten: 

  • Allgemein gilt: Geben Sie keinesfalls Codes von Ladebons via Telefon bekannt!
  • Sollten im Zuge eines Gesprächs Zweifel ob der Richtigkeit des Anrufers aufkommen, dann beenden Sie das Gespräch mit dem Hinweis, einen Rückruf über die Ihnen bekannte Kontaktnummer zu tätigen.
  • Achten Sie bitte auf die Stimme des Anrufers oder der Anruferin. Kann ein Akzent in der Sprache festgestellt werden?
  • Sollten Sie tatsächlich Codes von Ladebons bekannt gegeben haben, veranlassen Sie sofort die Sperrung dieser Bons und erstatten danach Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.

Quelle: LPD Stmk

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).