Nicht wegschauen! Drücken!

13.10.2017

Tag der Wiederbelebung
Montag, 16. Oktober 2017
Graz-Herrengasse, Hauptplatz und Eisernes Tor

Wenn das Herz eines Menschen plötzlich zu schlagen aufhört, braucht es dringend Hilfe. Schauen Sie nicht weg, drücken Sie es! In Graz erleiden etwa 250 Menschen jährlich einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Von den rund 150 Reanimationsmaßnahmen erfolgen jedoch nur in etwa 22 Prozent aller Fälle Wiederbelebungsversuche von Laien - wobei Defibrillatoren, die in öffentlichen Gebäuden, Infostelen etc. griffbereit zur Verfügung stehen, noch zu wenig verwendet werden. Eine Tatsache, die Leben kosten kann. Mit dem „Tag der Wiederbelebung" und der Initiative „Drück mich" will die Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin (AGN) die GrazerInnen auf die Wichtigkeit der Laienreanimation aufmerksam machen. Auch heuer haben Interessierte am 16. Oktober die Möglichkeit, sich am Hauptplatz, in der Herrengasse und am Eisernen Tor  in Wiederbelebungsmaßnahmen schulen zu lassen. Denn bei Herzstillstand kann man nur eines falsch machen: Nicht zu helfen. Übersicht über die Defis in Graz: Umgerechnet auf die Grazer Bevölkerung können durch mehr Laien-Reanimation etwa elf Menschen mehr pro Jahr gerettet werden.

Einer von ihnen: Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, der weiß, dass Graz hier ein besonders kräftiges Lebenszeichen von sich gibt: „Das ist eine großartige, sympathische und wichtige Aktion. Allein der Slogan ,Drück mich‘ zeugt von etwas sehr Positivem. Es wäre gut, wenn sich jeder in Erinnerung ruft, was er selbst im Fall des Falles tun kann. Natürlich ist es ungewohnt, jemandem seinen Atem zu spenden, ihm fest auf den Brustkorb zu drücken oder einen Defi zu bedienen. Ich hab das gerade davor wieder probiert. Übung macht den Meister, in dem Fall auch den Bürgermeister." Für Herzklopfen sorgte auch MED-Uni-Rektor Univ. Prof. Dr. Hellmut Samonigg, der gemeinsam mit dem Stadtoberhaupt am Modell (und im Rhythmus des Radetzkymarsches) die Wiederbelebung übte.

An der Initiative benfalls maßgeblich beteiligt: Univ.-Prof. DDr. Philipp Metnitz, Leiter der Klinischen Abteilung für Anästhesiologie, Notfall- und Intensivmedizin, Med Uni Graz, Ass.-Prof. Dr. Berthold Petutschnigg, Vizepräsident und Chefarzt des Roten Kreuzes Steiermark, Leitender Notarzt, cand. med Anna Essl, Leiterin des Medizinercorps Graz sowie Univ.-Prof. Dr. Gerhard Prause, Notfallkoordinator am LKH-Univ. Klinikum Graz

MED Uni
 

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