Eine saubere Sache

23.10.2017

Lebensqualität und Sicherheit verbessern

OmPUTZmann Thomas Hofer (M.) wurde ebenso von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl (l.) und Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio vorgestellt wie die erweiterte "Schau auf Graz"-App.  © Stadt Graz/Fischer
OmPUTZmann Thomas Hofer (M.) wurde ebenso von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl (l.) und Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio vorgestellt wie die erweiterte "Schau auf Graz"-App. © Stadt Graz/Fischer

Ein achtlos weggeworfenes Papierl da, eine zerdrückte Dose dort, ein devastiertes Blumenbeet, unzählige Kaugummis überall am Boden. Das Bild einer Stadt wird maßgeblich von solchen "unschönen" Faktoren beeinflusst. Und wir ärgern uns darüber, denken: "So eine Sauerrei". 941 Tonnen Kehrricht werden alljährlich von den Grazer Straßen gefegt. Das macht in Summe einen Betrag von 14,3 Millionen Euro (Straßenreinigung, Winterdienst und Parkreinigung zusammen) aus.

Um die Lebensqualität und die Sicherheit in Graz zu verbessern, haben sich die Koalitionspartner Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio als eine der ersten gemeinsamen Agenda-22-Aktionen eine Sauberkeitsoffensive "Haus Graz"-weit vorgenommen. Die Holding Graz erhielt zur Ausarbeitung einer solche vor fünf Monaten den Auftrag und heute war es soweit: Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte man jene Maßnahmen vor, die unsere Stadt noch sauberer machen sollen. Denn laut Expertenmessungen, die nach dem Zufallsprinzip und regelmäßig durchgeführt werden, liegen wir mit einem Wert von 8,5 auch jetzt schon durchaus gut im Städtevergleich.

25 Abteilungen machen gemeinsame Sache

OmPUTZmann Thomas Hofer (M.) mit seiner Einsatztruppe. © Lupi Spuma
OmPUTZmann Thomas Hofer (M.) mit seiner Einsatztruppe.© Lupi Spuma

"Ich danke allen jenen, die an diesem Sauberkeits-Projekt mitgewirkt haben und vor allem auch jenen, die künftig im Team sind, um rasch und effizient Müll auf unseren Straßen zu beseitigen. Insgesamt 25 Abteilungen in unserem Haus Graz arbeiten dafür zusammen, dauerhaft und nachhaltig", freute sich Bürgermeister Nagl bei der Präsentation, dass Synergien geschaffen und bestehende Tools genutzt werden konnten.

Bürgermeister-Stellvertreter Eustacchio betonte: "Sauberkeit ist ein Thema, das uns alle angeht und es hat mit Sicherheit zu tun: In einer sauberen und gepflegten Umgebung haben die Menschen ein erhöhtes Sicherheitsgefühl. Wir haben nun zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung betroffen, werden aber, bei allen jenen, die gar nicht auf unsere Stadt schauen möchten, auch weiterhin durch unsere Ordnungswache mahnen und strafen."

Seitens der Holding Graz stellte Vorstandsvorsitzender DI Wolfgang Malik die "Sofort-Eingreiftruppe" der Stadtreinigung vor, die aufgestockt um sechs Mann und zwei sätzliche Fahrzeuge nun mit insgesamt 170 MitarbeiterInnen im Einsatz ist. "Wir konnten hier eine nachhaltige Organisationsstruktur schaffen, die uns keine zusätzlichen Kosten verursacht."

Grünschnittaktion und Sperrmüllsammlung

Im Rahmen eines Herbstputzes werden die Grazer Straßen sauber gemacht. Im Frühling folgt ein weitere Schwerpunktaktion.  © Lupi Spuma
Im Rahmen eines Herbstputzes werden die Grazer Straßen sauber gemacht. Im Frühling folgt ein weitere Schwerpunktaktion. © Lupi Spuma

Der Vorstandsdirektor der Holding Graz, Dr. Gert Heigl, ging dann ins Detail: "Wir haben uns nachhaltige Veränderungen vorgenommen, Dinge, die jährlich wiederkehren werden. Kommunikative Maßnahmen und organisatorische." So wird es im Herbst (ab 23. Oktober) einen Herbstputz geben, eine gezielte Aktion, im Rahmen derer die Stadtraum-Mitarbeiter die Stadt säubern - Murufer inklusive. Für den Frühling (um Ostern herum) ist ein solcher Einsatz ebenfalls geplant.

Von 1. bis 26. November wird es vier Wochen lang wieder die kostenfreie Grünschnittaktion geben. Innerhalb dieses Zeitraums kann man täglich von 9 bis 17 Uhr seinen Herbstschnitt an drei Orten entsorgen:

  • Holding Graz Abfallwirtschaft, Recyclingcenter I, Sturzgasse 8
  • Holing Graz - Altdeponie Köglerweg, Neufeldweg 219
  • Ehgartner Entsorgung, Wasserwergasse 5

Mit letzterer Entsorgungsstelle ist parktisch für jene GrazerInnen, die im Norden wohnen, erspart sie ihnen doch, ihr "Grünzeugs" quer durch die Stadt transportieren zu müssen. Auch die Grünschnittaktion wird es im Frühling wieder geben - künftig zweimal im Jahr also. Neu im Norden ist auch die Sperrmüllsammlung, wo ebenfalls auf dem Gelände der Firma Ehgartner sowie in der Sturzgasse am 4., 11., 18. und 25. November, 9 bis 17 Uhr, nicht mehr Gebrauchtes entsorgt werden kann.

OmPUTZmann und "Schau auf Graz"-App

Mittels der erweiterten App "Schau auf Graz" kann man nun Anliegen zum Thema Sauberkeit rasch und unkompliziert melden. Bitte gleich Downloaden! © Lupi Spuma
Mittels der erweiterten App "Schau auf Graz" kann man nun Anliegen zum Thema Sauberkeit rasch und unkompliziert melden. Bitte gleich Downloaden!© Lupi Spuma

Weiters sorgen 20 neue, smarte Papierkorbsysteme zwischen Hauptbahnhof und Jakominiplatz für Anreiz zum Einwerfen. Wenn sie dann "genug haben", melden sie diesen Umstand und werden entleert. Die zwei wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen den Schmutz sind aber der OmPUTZmann und die App "Schau auf Graz" (vormals sAPPerlot). In ganz Graz sind derzeit 3.800 Abfalleimer aufgestellt.

Der OmPUTZmann ist kein "virtueller", sondern ein langjähriger und erfahrener Holding-Mitarbeiter: Der 48-jährige Thomas Hofer und sein Team werden künftig allen Hinweisen, die über die App eingehen, nachgehen bzw. die Anliegen umgehend bearbeiten. "Danke zunächst einmal, dass wir diese Chance bekommen haben. Wir wollen, dass Sauberkeit wieder salonfähig wird," formulierte Hofer sein Ziel. Er verstehe sich auch als persönlicher Ansprechpartner in Sachen Sauberkeit und ist unter der Rufnummer 0316 887 7373 telefonisch und unter sauberkeit@holding-graz.at per E-Mail erreichbar.

Die weiterentwickelte Applikation "Schau auf Graz" lässt sich völlig unkompliziert und kostenfrei auf dem Smartphone installieren. Damit kann man dann z. B. einen übergehenden Mülleimer melden und auch gleich ein Foto davon mitsenden. Die App versteht sich als zentraler Kommunikationskanal für sämtliche Kundenanliegen und wird auch von den Haus-Graz-MitarbeiterInnen eingesetzt.

Weitere Infos finden Sie hier.

Zum Abschluss brachte es Bürgermeister Nagl auf den Punkt: Wir alle, liebe Grazerinnen und Grazer, haben nun eine echte Chance mitzuhelfen, dass unsere Stadt sauber bleibt."

Helfen bitte auch Sie mit!

Von: Michaela Krainz

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