Thema des Monats - Dezember 2017

Gerüstet für den Winter

Das Auto vorbereiten

Vorbereitet auf Schneefahrbahnen.  © KFV
Vorbereitet auf Schneefahrbahnen. © KFV

Ist Ihr Auto winterfit? Die Winterreifen sollten Sie ja schon montiert haben (passt das Profil noch?), aber auch sonst ist einiges zu tun, um sicher und ohne unangenehme Überraschungen durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

  • Frostschutzmittel einfüllen: Scheibenwaschflüssigkeit und Kühlflüssigkeit mit Frostschutz versehen. Bei unserem Klima reicht ein Frostschutzmittel für Temperaturen bis minus 25 Grad. Nach dem Einfüllen des Frostschutzmittels gleich die Förderpumpe betätigen - so gelangt die Mischung sofort in alle Zuleitungen und in die Spritdüsen.
  • Autobatterie checken: Man steigt ins Auto, startet - nix. Batterie tot. Um vor solch unangenehmer Überraschung gefeit zu sein, sollte man Batterien, die älter als fünf Jahre sind, in der Werkstatt auf ihre Leistungsfähigkeit überprüfen und notfalls austauschen lassen.
  • Für klare Sicht sorgen: Reinigen Sie die Frontscheibe regelmäßig - auch innen -, dann beschlägt und verschmiert sie nicht so schnell. Kontrollieren Sie die Scheibenwischer: Weisen sie kleine Risse auf, sollten sie ausgetauscht werden, damit sie die Scheiben beim Wischen nicht verschmieren. Reinigt man die Wischer mit Silikon-Entferner sorgt das ebenfalls für schlierenfreie Sicht.
  • Türdichtungen und -schlösser: Mit Glyzerin, Silikon, Talkum, Hirschtalg oder einem entsprechenden Pflegemittel die Türdichtungen einschmieren, damit die Gummilippen nicht am Blech anfrieren. Um die Türschlösser vor dem Zufrieren zu schützen, kann man Grafitspray verwenden, er wird nicht dickflüssig. Und: Der Türschloss-Enteiser gehört in die Jacke oder Handtasche - im Handschuhfach bringt er recht wenig.
  • Lichter überprüfen: Funktionieren alle Leuchten an Ihrem Auto? Da „sehen und gesehen werden" im Winter besonders wichtig ist, sollten Sie die Scheinwerfer und Heckleuchten regelmäßig reinigen. Ein Schmutzfilm kann die Sichtweite um bis zu 35 Meter verringern.
  • Motoröl nachfüllen: Damit der Motor bei eisiger Kälte nicht stottert, sollte man auf ein spezielles Wintermotoröl umsteigen.
  • Schäden ausbessern: Lassen Sie den Unterbodenschutz kontrollieren und Lackschäden noch vor dem Frost ausbessern, damit es keine teuren Rostschäden gibt. Wenn Sie im Freien parken, können Sie Ihr Auto mit einer Abdeckhaube schützen.
  • Immer dabei haben: Diese Dinge dürfen im Winter in keinem Auto fehlen: Starthilfekabel, Eiskratzer, Handschuhe, Abdeckfolie für die Frontscheibe, Handbesen, Schneeketten, warme Decke.

Sicher Auto fahren

Der Winter kommt bestimmt! 
Der Winter kommt bestimmt!

Ihre Sicherheit auf herbst- und winterlichen Straßen hängt aber auch ganz wesentlich von Ihnen ab, deshalb gibt´s heute Tipps zum richtigen Fahrverhalten.

  • Vorausschauend und „weich" fahren: Ob Gas geben, bremsen oder lenken: Im Herbst und Winter, bei feuchten, mit Blättern bedeckten und rutschigen, vereisten Straßen, ist viel Gefühl hinterm Steuer notwendig. Lenken Sie bedacht, vermeiden Sie abrupte Lenkbewegungen, damit Sie Ihr Auto in der Spur halten können - kurz: Fahren Sie „weich", steigen Sie dosiert auf Gas und Bremse. Auf exponierten Stellen wie Brücken, Kuppen, Walddurchfahrten, Tunnel-Ein- und Ausfahrten kann sich z. B. leicht Blitzeis bilden, im Tunnel kommen veränderte Lichtverhältnisse dazu.
  • Runter vom Gas und Abstand halten: Auf mit Schneematsch bedeckten Autobahnen gilt: Weg vom Gaspedal! Die Haftung der Reifen ist auf Schnee deutlich geringer, der Bremsweg verlängert sich auf ein Vielfaches. Deshalb: Auf Schnee mit maximal halber Geschwindigkeit, auf Eis mit maximal einem Viertel der Geschwindigkeit fahren. Und halten Sie großzügig Abstand (auf Schnee doppelten Sicherheitsabstand, auf Eis dreifachen).
  • Nebelschlussleuchte einschalten: Nebel kann massive Sichtbehinderungen bringen, deshalb unbedingt die Nebelschlussleuchte aktivieren. Beachten Sie auf der Autobahn die Nebelpunkte am rechten Rand: Sehen Sie nur zwei Punkte gleichzeitig, sollten Sie die Geschwindigkeit auf 60 km/h, sehen Sie nur einen Punkt auf 40 km/h drosseln. Verzichten Sie aufs Fernlicht: Die feinen Wassertropfen des Nebels reflektieren das Licht und verschlechtern die Sicht.
  • Vorsicht vor Wildwechsel: Im Herbst gibt´s vermehrten Wildwechsel und die Unfälle häufen sich. Deshalb in, vor und nach Waldabschnitten besonders aufmerksam fahren. Wenn ein Tier auf Straße steht: Nicht auf die Gegenfahrbahn ausweichen und andere Autofahrer gefährden, sondern vorsichtig bremsen, auf das Tier zufahren und hupen. Wo ein Tier steht, kann ein ganzes Rudel in der Nähe sein ...
  • Auto und Schuhe von Schnee und Eis befreien: Auch wenn das morgendliche Eiskratzen ungemütlich ist: Sich nur mit „Sehschlitzen" auf die Straße zu wagen, kann lebensgefährlich sein. Deshalb vor jeder Fahrt das Auto gründlich von Schnee und Eis befreien, damit Sie gute Sicht haben und nachkommende Autos nicht mit einer „Dachlawine" gefährden. Die Reinigung gilt auch für Rückspiegel, Scheinwerfer und Kennzeichen. Und für Ihre Schuhe: Klebt Schnee auf den Sohlen, können Sie leicht von den Pedalen abrutschen. Außerdem schlägt sich die Feuchtigkeit, die Sie ins Auto tragen, innen an den Scheiben nieder und vermindert die Sicht. Reinigen Sie Ihre Lüftungsschlitze außen von Laub, damit Ihre Lüftung gut funktioniert und die Scheiben nicht beschlagen.
  • Sturm: Vor allem auf Brücken und bei Waldschneisen können Seitenwinde gefährlich werden. Hindernisse wie Äste oder umgestürzte Bäume können plötzlich auf der Straße liegen. Also: Langsamer fahren, damit man Zeit hat zu reagieren.
  • Gepäck sichern: Die Schi-Openings und damit die Schisaison stehen vor der Tür. Ganz wichtig: Sichern Sie Gepäck im Auto gut! Herumliegende Schi oder Schischuhtaschen können bei Notbremsungen zu gefährlichen Geschossen werden. Gepäck gehört also in den Kofferraum, Schi auf´s Dach oder, wenn die Sachen schon ins Auto müssen, richtig „angeschnallt".
  • Vorab über Wetter und Fahrbedingungen informieren: Machen Sie sich schlau, wie sich das Wetter entwickeln wird, und planen Sie mehr Zeit für Ihre Fahrt ein. Besser, Sie sind langsam unterwegs als gar nicht mehr ...

Und zu Fuß oder mit dem Rad?

Mach dich sichtbar! © KFV
Mach dich sichtbar!© KFV

Es ist früh finster, oft neblig, Wege sind schlecht ausgeleuchtet: Herbst und Winter sind für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, eine gefährliche Zeit. Wer in dunkler Kleidung auf dunklen Straßen geht, kann nur allzu leicht übersehen werden. Damit Sie unfallfrei durch die kalte Jahreszeit kommen, brauchen Sie nur einige einfache Hinweise beachten.

  • Seien Sie sichtbar! Wählen Sie helle Kleidung oder reflektierende Elemente wie spezielle Bänder, die man um die Schulter oder an Fuß- und Handgelenken tragen kann, Sohlenblitze oder Warnwesten. Die Reflektoren sollten in alle Richtungen strahlen, damit man rundum sichtbar ist. Besonders für Kinder und Jugendliche ist Sichtbarkeit wichtig, deshalb Schultaschen, Mützen, Jacken mit Reflektoren bestücken. Je weiter unten an der Kleidung die Reflektoren sitzen, desto besser werden sie gesehen, da das Abblendlicht des Autos die unteren Bereiche früher beleuchtet als die oberen. Ein Autofahrer, der mit Abblendlicht fährt, sieht einen dunkel gekleideten Fußgänger erst aus einer Entfernung von 25 bis 30 Metern, einen hell gekleideten Menschen aber schon aus 50 Metern. Reflektierende Materialien werden schon von 130 bis 160 Metern Abstand bemerkt.
  • Suchen Sie das Licht! Benutzen Sie gut beleuchtete Straßen und Straßenübergänge, vermeiden Sie finstere Wege. Laufen Sie nicht einfach über die Straße, sondern nutzen Sie Ampeln. Suchen Sie mit Ihren Kindern den Schulweg nach der größtmöglichen Sicherheit aus. Und: Der gute alte Spruch „Links gehen, Gefahr sehen" hat immer noch Sinn und Gültigkeit.
  • Tragen Sie gute Schuhe! Mit Sommerschuhen oder Ledersohlen ist ein Sturz auf eisigen oder verschneiten Wegen schon vorprogrammiert. Deshalb Schuhe mit gutem Profil tragen, die High Heels kann man ja im Sackerl mit ins Büro nehmen ...
  • Seien Sie aufmerksam! Als schwächste Verkehrsteilnehmer müssen Fußgänger und Radfahrer besonders aufmerksam sein. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Sie eh gesehen werden - vergewissern Sie sich, dass Autofahrer am Zebrastreifen stehen bleiben, suchen Sie Blickkontakt. Studien zeigen nämlich, dass bei Dunkelheit weniger LenkerInnen bereit sind, vor Schutzwegen anzuhalten.
  • Haben Sie Durchblick! Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, vor sich den Regenschirm - da ist´s mit Ihrer Sicht nicht weit her. Dabei sollten Sie doch das Verkehrsgeschehen rundum im Auge haben! Dafür gibt´s durchsichtige Regenkleidung und -schirme.
  • Machen Sie Ihr Rad winterfit! Kontrollieren Sie vor allem die Beleuchtung, Bremsen und Reifen. Auch für das Rad gibt es Reflektoren für vorne, hinten und die Pedale. Blinkende Zusatzlichter und Speichenreflektoren sind besonders auffällig.

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