Brandgefahren zur Adventzeit

04.12.2017
Kann böse Folgen haben - der Brand eines Adventkranzes. © LFV/Fink
Kann böse Folgen haben - der Brand eines Adventkranzes.© LFV/Fink

Die Adventzeit ist für viele Menschen eine Zeit der Besinnlichkeit. Gerne werden gemütliche Abende im Kreise der Lieben verbracht. Es gehört zur guten Tradition, die Wohnung mit Adventgestecken und Weihnachtsdekoration zu schmücken. Dazu gehören zweifelsohne das wärmende Licht von Wachskerzen an Adventkränzen am Küchen- oder Wohnzimmertisch oder das Entzünden von Teelichtern im Wohnbereich.

Doch damit ist leider auch eine erhöhte Brandgefahr in Wohnräumen verbunden. Viel zu oft wird die Temperatur von Kerzenflammen unterschätzt. Die heißesten Bereiche liegen außerhalb der gelbleuchtenden Flamme und entwickeln durchaus Temperaturen im Bereich von 600 bis 800 Grad Celsius. Diese sehr hohe Strahlungswärme kann dazu beitragen, dass sich Gegenstände auch noch im Abstand von mehreren Zentimetern zur Flamme entzünden können. Damit diese schönen Tage im Dezember nicht durch Brände überschattet wird, welche durch Unachtsamkeit ausgelöst wurden, erinnert der Landesfeuerwehrverband Steiermark zum sorgsamen Umgang mit Kerzen. Dadurch können zahlreiche Feuerwehreinsätze vermieden werden. Die nachstehenden Anregungen und Tipps des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark sollen dazu beitragen, vor bösen Überraschungen zu bewahren.

Kerzen und Adventkranz

  • Brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen (auch nicht kurz) und nur in standfesten Kerzenständern verwenden.  
  • Lassen Sie den Adventkranz nicht aus den Augen, wenn Sie die Kerzen entzünden. Sollte eine Kerze zu weit abbrennen, können Sie im Ernstfall sofort eingreifen.  
  • Je trockener bzw. dürrer Zweige sind, desto höher wird die Brandgefahr (auf das „Nadeln“ achten).  
  • Lassen Sie brennende Wachskerzen niemals unbeaufsichtigt. Dürre Kränze brennen wie Zunder, der Abbrand erfolgt mit rasanter Geschwindigkeit. Daher bald entfernen, keinesfalls mehr die Kerzen anzünden.  
  • Immer einen Feuerlöscher bzw. Eimer mit Wasser in der Nähe bereithalten.  
  • Rauchwarnmelder in der Wohnung (im Haus) verringern das Risiko einer unbemerkten Brandausbreitung enorm, weil sie rechtzeitig Alarm geben. Die „kleinen Lebensretter“ gibt es günstig im Fachhandel.

Besondere Vorsicht ist geboten!

  • Wer mit Kindern feiert, sollte diesen die Gefahr, die vom Feuer ausgeht, unbedingt verdeutlichen.
  • Feuerzeuge und Streichhölzer sollten für Kinder unerreichbar aufbewahrt sein.
  • Kinder über das richtige Verhalten im Brandfall informieren (z.B. Notruf absetzen).

 Im Falle des Falles – Ruhe bewahren – Notruf 122. 

  • Mit Wasser oder Feuerlöscher sofort löschen.
  • Wenn der Löschversuch misslingt, den Raum – die Wohnung – das Haus sofort verlassen, Türen zum Brandraum schließen, Feuerwehr alarmieren (Notruf 122), Mitbewohner bzw. Nachbarn warnen, Feuerwehrkräfte an markanter Stelle (z.B. beim Haustor) erwarten und einweisen.

(Quelle: Landesfeuerwehrverband Steiermark)

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