Graz setzt auf die Jugend

Neues Jugendzentrum Grünanger wurde an die Jugendlichen übergeben

05.12.2017

Jugendstadtrat Kurt Hohensinner, das Amt für Jugend und Familie und die GBG (Gebäude- und Baumanagement Graz GmbH) nahmen gemeinsam die feierliche Hausübergabe an die Jugendlichen vor. Am 4. Dezember 2017 um 12.00 wurde das neue Jugendzentrum Grünanger in der Theyergasse eröffnet - damit weitergearbeitet werden kann.

Work in Progress

Die Stadt Graz und die Professionisten setzten den Rahmen, die äußere Hülle Jugendzentrum, innen wird jedoch nichts fixfertig vorgegeben. Jugendliche werden noch bis Ende Jänner 2018 bei der Innengestaltung selbst mitarbeiten - von der Auswahl bei Materialien über die Farbgestaltung bis hin zum Bau der Einrichtung mit Bar, Sitzmöbeln, etc. Dabei werden sie im Rahmen des Jugendbeschäftigungsmodells von Heidenspass begleitet. Cookina, Markenzeichen: außergewöhnlich persönliche Raumkonzepte, sponserte die Küche.

Eigene Werkstatträume fördern „do it yourself" und Upcycling. „Unser Ziel ist es, den Jugendlichen Mut und Selbstvertrauen mitzugeben. Sie können hier ihre Fähigkeiten wie etwa ihr handwerkliches Geschick, ihre Organisationskompetenz, ihren Mut zur Entwicklung von unkonventionellen Lösungsstrategien und ihre Kreativität forcieren", beschreibt Ingrid Krammer, Abteilungsleiterin des Amtes für Jugend und Familie, eine wesentliche Aufgabe des neuen Jugendzentrums. Beschäftigungsprojekte und Formen niederschwelliger Beschäftigung werden hier angedockt werden. „Mit dem Neubau der beiden Jugendzentren Grünanger und Echo setzt die Stadt Graz ein kräftiges Zeichen für die Zukunft der Grazer Jugendkultur. Eine wachsende Stadt wie Graz lebt von einer vielfältigen Jugendszene. Die Jugendzentren sind wichtige Anziehungspunkte und Orte des MITEINANDERS und des positiven Austauschs. Deshalb investieren wir auch weiter in diesem Bereich.  Wir wollen Räume für die Grazer Jugendlichen schaffen, die sie nicht nur nutzen, sondern auch selbst gestalten und sich entfalten können. Das JUZ Grünanger ist ein Best-Practice-Beispiel für diesen Weg", resümiert Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner.

Drei neue Jugendzentren zum 100. Geburtstag

Im Oktober 2015 erfolgte im Grazer Gemeinderat ein richtungsweisender Beschluss. In den Bezirken Liebenau und Lend werden durch die Stadt Graz zwei Jugendzentren als Neubauten errichtet:  Jugendzentrum Grünanger in der Theyergasse und Jugendzentrum Echo in der Leuzenhofgasse. Beide Zentren sind auf rund 350 Quadratmeter Nutzfläche angelegt und mit einem Jugendcafe, Spiel- und Lernbereichen, eigenem Mädchenbereich, Werkstätten und zusätzlichen Sport- und Aktivitätsmöglichkeiten ausgestattet. Die Standorte werden von WIKI (Grünanger) bzw. JUKUS (Echo) betreut. Zeitgleich wird auch der Jugendtreffpunkt Dietrichskeusch'n, das älteste Jugendzentrum der Stadt, bis zum Frühjahr 2018 räumlich neugestaltet und saniert. Insgesamt investiert die Stadt Graz € 2.065.000,- in die drei neuen Jugendzentren.

Eine Planungsgruppe aus Baudirektion, GBG und Amt für Jugend und Familie erarbeitete gemeinsam mit den Trägern die Grundlagen. Für die Realisierung wurde ein zweistufiger Wettbewerb ausgerichtet, den Zuschlag für ECHO erhielt das Büro „pürstl langmeier architekten" und für GRÜNANGER das Architekturbüro Zepp.

Orte, an denen Zukunft entstehen kann

Eröffnungstage für alle drei Jugendzentren wird´s ab Februar 2018 geben, exklusiv für Jugendliche. Freizeit, Sport, Musik, Lernen, Beruf, das MITEINANDER stehen bei unserer JUGEND IM ZENTRUM.

Markus Schabler, Referatsleiter der offenen Kinder- und Jugendarbeit, weiß um die Bedeutung der konsumfreien Zone Jugendzentrum: „Man trifft sich einfach, um miteinander Zeit zu verbringen! Eine wachsende Stadt wie Graz lebt von einer vielfältigen Jugendszene. Und deren Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller brauchen vor allem eines: Orte, an denen Zukunft entstehen kann."

Zahlen, Daten, Fakten

Derzeit leben ca. 17.500 junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren in Graz. Im Jahr 2016 kamen 6.915 Grazer Jugendliche in die Jugendzentren, in Summe ergaben sich 74.913 Kontakte.

Michael Wildling

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