Sicherheit und Licht

Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Sicherheit in Graz wurden präsentiert

07.12.2017

Gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Polizei und "Gemeinsam sicher in Graz"

Präsentierten Maßnahmen im Kampf gegen Einbruchskriminalität: Polizei-Sicherheitskoordinator Manuel Leitner, Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio, Bürgermeister Siegfried Nagl und Stadtpolizeikommandant Kurt Kemeter (v. l.). © Stadt Graz/Foto Fischer
Präsentierten Maßnahmen im Kampf gegen Einbruchskriminalität: Polizei-Sicherheitskoordinator Manuel Leitner, Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio, Bürgermeister Siegfried Nagl und Stadtpolizeikommandant Kurt Kemeter (v. l.).© Stadt Graz/Foto Fischer

Im Rahmen der Initiative „Gemeinsam.sicher in Graz" präsentierten die Koalitionspartner Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und Bürgermeister-Stellvertreter Mag. (FH) Mario Eustacchio heute mit VertreterInnen der Polizei und des Vereins "GEMEINSAM.SICHER in Graz" einen weiteren Schwerpunkt. Dabei geht es um den Einsatz von einfachen Mitteln wie Zeitschaltuhren zur Simulation von Anwesenheit in Wohnräumen durch Licht. Licht als Beitrag zum subjektiven Sicherheitsgefühl soll auch in Siedlungen durch die Anbringung von LED-Lampen erhöht werden.

Wir können etwas dagegen tun

Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Einbrüche in Graz ist rückläufig. Während im "Spitzenjahr" 2009 742 derartige Delikte verzeichnet worden waren, sank die Anzahl bis 2016 auf rund 500 und heuer liegt sie sogar deutlich darunter: nämlich um etwa zehn Prozent. Die etwas unerfreulichere: Zwischen Oktober und Februar steigt die Anzahl an Wohnungs- und Wohnhauseinbrüchen ("Dämmerungseinbrüche") generell um zwei Drittel an. Zwischen 17 und 21 Uhr ist dabei der gefährlichste Zeitraum. Doch dagegen kann jede und jeder von uns etwas tun, um das Eigenheim zu schützen.

Auf Lichtsafari für ein höheres Sicherheitsgefühl

Bürgermeister und Bürgermeisterstellvertreter, die heute gemeinsam zu einer Pressekonferenz rund um das Thema „Sicherheit und Licht" ins Rathaus einluden, unterstrichen die Erfolge, die heuer bereits aufgrund der vom Innenministerium ausgerufenen Aktion „Gemeinsam.sicher" zu verbuchen sind. Beide sprachen ihren Dank für die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten aus sowie für die Unterstützung der Bevölkerung und bekräftigten ihr Bekenntnis, Graz noch sicherer machen zu wollen.

„Es gibt eine aktuelle Studie aus Großbritannien, die einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Licht und Sicherheit nicht bestätigt, wohl aber die positiven Auswirkungen des Lichts auf das subjektive Sicherheitsgefühl", berichtete Nagl und erklärte: „Wir können mit verstärktem Einsatz von energieschonenden Lichtquellen im öffentlichen Raum einen entscheidenden Beitrag leisten, dass sich die Menschen sicher fühlen und es lassen sich mit einfachen Mitteln wie Zeitschaltuhren und TV-Simulatoren Abschreckungsmaßnahmen setzen."

Eustacchio präzisierte sein Vorhaben, in Gemeindebau-Siedlungen auf "Lichtsafari" gehen zu wollen und damit für mehr Beleuchtung zu sorgen: „Wir führen gerade Gespräche und schauen uns an, wo wir dunkle Ecken ausleuchten können. Auch werden wir 2018 mit den Wohnbaugenossenschaften gemeinsam ein Konzept zu verstärkten Anbringung von LED-Lampen, wie wir sie im Volksgarten bereits erfolgreich im Einsatz haben, entwickeln. Hier könnte ich mir vorstellen, dass die Stadt die Anschaffung übernimmt und die Genossenschaften den Betrieb finanzieren." Eustacchio berichtete zudem von den Erfolgen, die der Einsatz von Überwachungskameras in den Öffis gebracht haben. Stadtpolizeikommandant, Brigadier Kurt Kemeter, bestätigte das: „Die Zahl der Taschendiebstähle ist seither deutlich zurückgegangen."

Einfache Mitteln, wertvolle Dienste

Kemeter und der Sicherheitskoordinator der Grazer Polizei, Bez. Insp. Manuel Leitner, begrüßten von ihrer Seite die  ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Stadt und unterstrichen die Bedeutung der Mitarbeit der Bevölkerung: „Nicht jeder kann sich eine Alarmanlage leisten, jedoch leistet auch eine einfache Zeitschaltuhr wertvolle Dienste, indem sie Anwesenheit simuliert und auf Täter abschreckend wirkt. Die Hinweise und Beobachtungen der Anrainer sind für uns enorm wichtig und helfen uns bei der raschen Aufklärungsarbeit.

Kemeter berichtete, dass das Gros der Einbrecher in Banden organisiert vom Ausland anreist und den Tatort rasch wechselt. Generell jedoch, wollen die Kriminellen bei ihrer Tat nicht gestört werden, das heißt sie kommen zu Zeiten, zu denen sich niemand im Haus oder in der Wohnung befindet. Diese Zeiten wiederum werden einige Tage vor dem Einbruch ausgeforscht. Mitgenommen werden in der Regel Dinge, die sich rasch und unkompliziert verstauen lassen und nicht schwer sind: Schmuck, Bargeld, etc.
Pressekonferenz-Tenor: „Machen wir es den Einbrechern so schwer als nur möglich."

Alle Informationen an einer Stelle

Alle Informationen zum Thema Sicherheit - und es gibt mittlerweile eine ganze Menge - sind im „SINFO", dem Sicherheitsinformationzentrum Graz, im Gebäude der Feuerwehr am Lendplatz, Keplerstraße 25,  kostenlos erhältlich. Beratungen durch den kriminalpolizeilichen Beratungsdienst finden dienstags, von 15 bis 17 Uhr statt. Die nächsten Termine sind: 12., 19. Dezember sowie 9. Jänner).

Von: Michaela Krainz

 

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Ihre Kommentare (1)

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  • Christian Drothler,  07.12.2017, 16:14
    Sicherheit und Licht
    Das ist keine Sicherheitsoffensive sondern effektlose Sicherheitskosmetik!
    Eine Wohnanlage mit ständig anwesendem Hausmeister ersetzt türkis/blaue LED-Spiele und teure Polizisten die in #Graz eh nur auf Streife fahren anstatt zu Fuß ZU GEHEN.
    @siegfriednagl @MarioEustacchio #WTF
    https://twitter.com/UndSieBewegt/status/938782716866322432