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Hausübergabe für das neue Jugendzentrum ECHO

Graz setzt auf die Jugend, dieses ist der zweite Streich

25.01.2018

Nach der erfolgreichen Hausübergabe des Jugendzentrum Grünanger wurde gestern ein weiterer wichtiger Schritt für die Grazer Jugend gesetzt. Jugendstadtrat Kurt Hohensinner, das Amt für Jugend und Familie, die GBG (Gebäude- und Baumanagement Graz GmbH), ExpertInnen der Baubehörde und KooperationspartnerInnen übergaben das neu gebaute Jugendzentrum ECHO an die Jugendlichen vor Ort.

 © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer

Neue Perspektiven

Das alte Gebäude des Jugendzentrums ECHO war sowohl aus bautechnischer Sicht wie auch mit seiner wohnhausartigen Raumdefinition mit kleinen, abgetrennten Zimmern nicht mehr zeitgemäß. Mit Beschluss des Gemeinderates vom 22.10.2015 gab´s grünes Licht für die Neubauten der Jugendzentren Grünanger (Hausübergabe war am 4. Dezember 2017) und ECHO sowie die Generalsanierung des Jugendzentrums „Dietrichskeusch'n". Insgesamt investiert die Stadt Graz € 2.065.000,- in die drei neuen Jugendzentren.

„Mit den Neubauten und der Sanierung von Jugendzentren setzt die Stadt Graz ein kräftiges Zeichen für die Zukunft der Grazer Jugendkultur. Die Jugendzentren sind wichtige Anziehungspunkte und Orte des MITEINANDERS und des positiven Austauschs. Deshalb investieren wir auch weiter in diesem Bereich. Wir wollen Räume für die Grazer Jugendlichen schaffen, die sie nicht nur nutzen, sondern auch selbst gestalten. Das ECHO ist ein Best-Practice-Beispiel für diesen Weg", resümiert Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner.

ECHO: Die Entstehungsgeschichte

Die Jugendinitiative INSEL startete im Jahr 1981 eine Unterschriftenaktion für ein autonomes Jugendzentrum in Graz, das war der Startschuss für ein neues Jugendzentrum im Bezirk Lend. Im Jahr 2007 beendete das Insel-Team seine Tätigkeit, der Verein Insel löste sich auf. Seitens der Stadt Graz wurde das Ziel formuliert, im Zuge einer Neukonzeption den Jugendlichen die Chance zu geben, mit ihren Ideen und ihrem Zutun ein neues Jugendzentrum aufzubauen. Mit dem Verein JUKUS (Verein zur Förderung von Jugend, Kultur und Sport) wurde ein neuer Träger gefunden, der seine Erfahrung in interkultureller Arbeit einbringen konnte. Das Ergebnis vor 10 Jahren: ein neues Konzept und ein neuer Beteiligungs-Ansatz, und aus dieser Beteiligung entstand der Name ECHO.

Das alte Bestandsgebäude des Jugendzentrums ECHO wurde aufgrund der schlechten Bausubstanz im Februar 2017 abgerissen, die Arbeit mit den Jugendlichen war jedoch nicht unterbrochen. Durch mobile Jugendarbeit wurden verschiedene Angeboten und Aktivitäten geschaffen: Mobile Fahrradwerkstatt, Freizeit- und Spielangebote, Ausflüge, mobile Beratung, Vernetzungs- und Stadtteilarbeit.

Der Neubau

In einem zweistufigen Architekten-Wettbewerb hat die Jury das Projekt der Architekten Bernd Pürstl und Herwig Langmaier ausgewählt. Die Besonderheiten: Ein großzügiger Freibereich Richtung Süden, der Zugang über einen überdachten Vorbereich zwischen Werkstatt und Hauptbaukörper, ein zentraler Jugendraum und nutzungsneutrale Räume, ein großflächiges Jugendcafe und Workshop-Räume, ein Mädchenbereich und auch eine eigene Werkstätte. Die Jugendlichen waren von Anfang an in die Planung miteinbezogen und arbeiteten an der Inneneinrichtung selbst mit, unterstützt von tag.werk, dem Beschäftigungsprojekt der Caritas. „Wir wollen Jugendliche ermutigen, sich selbst zu vertrauen. Hier können sie ihre Fähigkeiten und ihre Kreativität forcieren", beschreibt Ingrid Krammer, Abteilungsleiterin des Amtes für Jugend und Familie, eine wesentliche Aufgabe des neuen Jugendzentrums.

Orte, an denen Zukunft entstehen kann

Die neu geschaffenen Räumlichkeiten eröffnen vielfältige Möglichkeiten für Jugendliche, von gemütlicher Freizeit über Themenworkshops, Mitarbeit bei Projekten, gemeinsamen sportlichen Aktivitäten bis hin zu Lernrunden und dem Service des Jugendcoachings. Für die Arbeit mit den Jugendlichen steht ein professionelles Team an JugendarbeiterInnen und Jugendcoaches zur Verfügung.  Markus Schabler, Referatsleiter der offenen Kinder- und Jugendarbeit, weiß um die Bedeutung der konsumfreien Zone Jugendzentrum: „Man trifft sich einfach, um miteinander Zeit zu verbringen! Eine wachsende Stadt wie Graz lebt von einer vielfältigen Jugendszene. Und deren Hauptdarstellerinnen und Hauptdarsteller brauchen vor allem eines: Orte, an denen Zukunft entstehen kann."

Zahlen, Daten, Fakten

Derzeit leben ca. 17.500 junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren in Graz. Etwa 7.000 Grazer Jugendliche kommen pro Jahr in die Jugendzentren, in Summe ergeben sich 74.913 Kontakte.

Michael Wildling

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