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Kriminalstatistik: Polizei klärt mehr Fälle auf

23.03.2018
Die Generalmajore Manfred Komericky und Wolfgang Lackner präsentieren die Statistik 2017. © LPD
Die Generalmajore Manfred Komericky und Wolfgang Lackner präsentieren die Statistik 2017.© LPD

Die Kriminalstatistik zeigt auch für das Jahr 2017 eine positive Bilanz für die steirische Polizei: Es bestätigt sich der langjährige Trend der rückläufigen Kriminalitätsrate. Die Zahl der Anzeigen ist in unserem Bundesland um 2.181 Fälle oder 3,8 Prozent gesunken. Die Aufklärungsquote konnte um 4,5 Prozentpunkte gesteigert werden. Als größte Herausforderung wird die internetbasierte Kriminalität eingestuft.

Landespolizeidirektorstellvertreter Generalmajor Manfred Komericky, BA und Generalmajor Wolfgang Lackner, Leiter des Landeskriminalamtes Steiermark, präsentierten am 22. März 2018 die Kriminalitätsentwicklung in der Steiermark für das Jahr 2017 und gingen dabei auch auf zukünftige Herausforderungen ein.

Entwicklung der Kriminalität in der Steiermark

Die Entwicklung der Gesamtkriminalität in der Steiermark zeigt im Zehn-Jahres-Vergleich, dass durch umfassende Maßnahmen die Kriminalität weiter gesenkt werden konnte. Für die Steiermark bedeutet das im Jahr 2017: Die Zahl der Anzeigen ist um 3,8 Prozent auf 55.255 gesunken (2016: 57.436). Die Aufklärungsquote ist hingegen um 4,5 Prozentpunkte angestiegen. Die steirische Polizei liegt somit bei einer Aufklärungsquote von 52,9%. Das ist der höchste Wert seit 2008.

Die zukünftig größte Herausforderung für die Polizei stellen Delikte dar, die im Internet begangen werden. In der Steiermark liegen für das Vorjahr 1.977 angezeigte Fälle vor. Im Jahr 2016 lag man noch bei 1.425. Damit ist ein Anstieg der angezeigten Fälle von rund 38 Prozent zu vermerken. 

Neben den engeren IT-Delikten, wie Hacking, Datenmissbrauch usw. steigen erneut der Internetbetrug, Cybermobbing und Kinderpornographie.

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Erfolge bei der Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität und bei Vermögensdelikten

Generalmajor Manfred Komericky weist auf die Erfolge des letzten Jahres hin: „Zahlreiche Ermittlungserfolge belegen die positiven Zahlen aus der Kriminalstatistik: Bei der Bekämpfung des Suchtgifthandels beispielsweise konnten im Jahr 2017 mehrere national und international agierende Tätergruppen von steirischen Ermittlern ausgeforscht werden. Beispielhaft waren hier unter anderem die Aktionen Manpower und Multipower II, bei der die Suchtgiftszene erheblich geschwächt wurde." 

Anzuführen ist hier auch die Sonderkommission „Schmuckraub", bei der ein 31-jähriger rumänischer Staatsbürger als Verdächtiger einer Raubserie in Graz ausgeforscht und festgenommen werden konnte.

Neue Herausforderungen für die Exekutive

Landespolizeidirektor Mag. Gerald Ortner, MA über die Schlüsselherausforderungen und Handlungsfelder für die nächsten Jahre: „Die Polizeiarbeit muss sich verstärkt auf neue Kriminalitätsentwicklungen einstellen und entgegenwirken. Dazu zählt vor allem die Deliktsform der Cyberkriminalität. Hier sind die Anzeigen im Steigen begriffen. Besonderes Augenmerk muss hier unter anderem auf die Präventionsarbeit gelegt werden. In der Steiermark haben wir im letzten Jahr diesbezüglich bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt und sind auf einem guten Weg." 

Der Landespolizeidirektor verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Initiative GEMEINSAM.SICHER: „Hier wurden zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Dazu zählt unter anderem das Projekt „Cybermittwoch", bei dem Experten der Polizei und der Technischen Universität Graz Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit beraten." 

Im Bereich Cybercrime wurde zudem auch 2017 die Ausbildungsinitiative von IT-Ermittlern in den Bezirken und Städten fortgesetzt und zusätzlich die Präventionsarbeit im diesem Bereich intensiviert.

(Quelle: LPD)

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