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Unfallursache: Ablenkung

ASFINAG startet neue Verkehrssicherheits-Kampagne

11.05.2018
© ASFINAG

Ablenkung ist (vor Übermüdung, zu hohem Tempo und zu wenig Abstand) unangefochten Risikofaktor und Unfallursache Nummer Eins auf Autobahnen. Nach der vorläufigen Unfallbilanz für 2017 kamen im Vorjahr 56 Personen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ums Leben - durch Unachtsamkeit oder Ablenkung passierten 17 tödliche Unfälle, bei denen insgesamt 19 Menschen ums Leben kamen, also ein Drittel aller Todesopfer.

Verkehrssicherheit ist „Teamwork": Die ASFINAG übernimmt Verantwortung für sichere Straßen und Tunnel. Aber nur wenn möglichst alle Lenkerinnen und Lenker die wichtigsten Regeln befolgen, klappt es auch mit der Verkehrssicherheit. Im Rahmen von „Hallo Leben", der Initiative für ein sicheres Miteinander auf Österreichs Straßen, setzt die  ASFINAG daher heuer einen Info-Schwerpunkt zum Thema Ablenkung.

Ablenkung: Das sind die größten Risiken

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Aufmerksame Lenker haben eine Reaktionszeit von einer Sekunde oder weniger. Wer mit dem Smartphone hantiert, braucht oft mehrere Sekunden, um auf eine Gefahr reagieren zu können.  

Bei 130 km/h auf der Autobahn fährt man pro Sekunde etwa 36 Meter - nur drei Sekunden unaufmerksames Fahren genügen, um mehr als die Länge eines Fußballfeldes „blind" zu fahren. Und ist man etwa mit 130 km/h im - zu geringen - Abstand von 50 Metern zum vorderen Fahrzeug unterwegs und dieses bremst plötzlich ab, dann genügen schon zwei Sekunden Unachtsamkeit, um so gut wie ungebremst in den Vordermann zu krachen. Wer abgelenkt ist, hält zudem die Spur sehr schlecht, verwendet keinen Blinker und ist oft langsam oder zu schnell unterwegs.

Ablenkung: Das sind die gefährlichsten Formen

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Die gängigsten Kategorien von Ablenkung in der Reihenfolge der „Ablenkungsstärke" nach Expertenschätzung (Quelle: SVI Schweizerische Vereinigung der Verkehrsingenieure und Verkehrsexperten) sind:

  • Handy-Nachrichten oder E-Mails lesen auf dem Handy
  • Im Auto herumliegende oder herumrollende Gegenstände suchen
  • Handy-Nachrichten oder E-Mail schreiben auf dem Handy, ohne Freisprecheinrichtung telefonieren
  • Navi, Radio, CD-Player oder Smartphone zum Musikhören bedienen
  • Landschaft oder andere Autofahrende beobachten („Gaffen")

Drei ASFINAG-Tipps gegen Ablenkung

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  • Erledigen Sie alles, was nicht zum „reinen Fahren" gehört, vorher oder nachher. Egal ob Trinken, Essen, Rauchen, Einstellen des Navis, ein Telefonat oder der letzte Check der Mails. Oder machen Sie eine Pause.
  • Elektronische Geräte nach Möglichkeit nicht bedienen: Egal ob Nutzung des Handys oder Einlegen einer CD - die Beschäftigung mit elektronischen Geräten dauert zu lange.
  • Gegenstände griffbereit hinlegen: Etwa die Sonnenbrille auf einen bestimmten Platz legen, um „blind" darauf zugreifen zu können. Alles andere wie Zeitschriften, Unterlagen, Trinkflaschen etc. gehört in den Kofferraum oder im Fahrgastraum sicher verstaut und nicht auf den Beifahrersitz. Damit es bei einem Bremsmanöver nicht von diesem rutscht - und man versucht ist, während der Fahrt etwas aufzuheben.

 

Bewusstseinsbildung mit "Hallo Leben"

Hallo Leben" ist der Appell der im Vorjahr gestarteten ASFINAG Initiative für ein sicheres Miteinander und ein sicheres Ankommen. Unter dieser Klammer ist Ablenkung der diesjährige Informationsschwerpunkt der ASFINAG.
Das Ziel: mehr Bewusstsein und weniger Risiko. Die Botschaften von "Hallo Leben" kommuniziert die ASFINAG im Fernsehen, im Hörfunk, auf Plakaten an Autobahnen und Schnellstraßen, mit Inseraten, auf Online-Plattformen und natürlich auf www.asfinag.at und ASFINAG Social Media Kanälen.

Quelle: ASFINAG

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