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Graz möbelt mit Sicherheit auf

14.05.2018
Präsentierten ein Paket an Sicherheitsmaßnahmen: Landespolizeidirektor Gerald Ortner, Bgm. Siegfried Nagl, Bgm.Stv. Mario Eustacchio (v. l.) © Stadt Graz/FischerGroßes Medieninteresse ... © Stadt Graz/FischerVieler Hände Arbeit: Magistratsdirektor Martin Haidvogl, Landespolizeidirektor Gerald Ortner Bgm. Siegfried Nagl, Bgm.-Stv. Mario Eustacchio und Stadtbaudirektor Bertram Werle (v. l.) © Stadt Graz/Fischer

Designte Möblierung als sichere Hindernisse

Der 20. Juni 2015 ist vielen Grazerinnen und Grazern noch in leidvoller Erinnerung. Damals löschte ein Amokfahrer drei Leben aus und verletzte noch mehr. „Wir haben gesehen, wie verwundbar wir gerade in den Innenstadtbereichen sind. Deshalb beschäftigen wir uns in der Stadt in Kooperation mit der Polizei damit, wie wir neuralgische Straßen und Plätze durch bauliche Maßnahmen sicherer machen können. Als City of Design achten wir natürlich auch darauf, dass diese gut ausschauen und auch weitere Funktionen beinhalten. Bereits am Donnerstag werden wir ein erstes Maßnahmenpaket um 590.000 Euro im Gemeinderat beschließen“, erklärte Bürgermeister Siegfried Nagl. Er präsentierte gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Mario Eustacchio, Landespolizeidirektor Gerald Ortner, Magistratsdirektor Martin Haidvogl und Stadtbaudirektor Bertram Werle die aktuellen Vorhaben, wobei er aber deutlich machte, dass der Bund in puncto Finanzierung die Städte künftig nicht alleine lassen dürfe.

Eustacchio betonte, dass mit den Umgestaltungen bei Lendplatz, Kaiser-Josef-Platz, Sporgasse und Hofgasse „Prioritäten gesetzt wurden. Die Arbeitsgruppe trifft sich aber weiter.“

Der steirische Landespolizeidirektor Gerald Ortner lobte das städtische präventive Engagement, „weil abstrakte Gefährdungslagen durch gezielte Amokfahrten da sind. Ich möchte aber betonen, dass wir derzeit bei uns von keinen konkreten Gefährdungen wissen. Besonders bei großen Menschenmengen erhöhen wir unsere Präsenz und setzen auch mobile Absperrmaßnahmen ein.“

Möblierung Geidorfplatz © Architekt DI Norbert MüllerLendplatz-Plan © Architekt DI Norbert MüllerLendplatz neu © Architekt DI Norbert MüllerLendplatz neu © Architekt DI Norbert MüllerSporgasse © Stadt Graz/StadtplanungKaiser-Josef-Platz © Stadt Graz/Stadtplanung

Heuer auf dem Plan

Wir haben die Wünsche der Arbeitsgruppe unter dem Titel „Security by design“ geplant, verrät Stadtbaudirektor Bertram Werle.

  • Lendplatz: Eine lockere Platzierung von Granitelementen, die ein Gewicht von 2,5 Tonnen haben und fix im Boden verankert sind, sorgen einerseits für Schutz, diese können aber andererseits auch als Sitzbänke oder auch von den MarktbeschickerInnen verwendet werden. Zudem werden drei neue Bäume gepflanzt. Kosten: 124.000 Euro.
  • Kaiser-Josef-Platz: Im Zuge der Haltestellenumbauten im heurigen Sommer wird Mobiliar, das auch als Sitzgelegenheit verwendet werden kann, als Hindernis fungieren. Eine neue Baumreihe trägt ebenfalls dazu bei, dass ein gezieltes Einfahren mit weit überhöhtem Tempo schwer möglich ist. Kosten: 97.000 Euro
  • Sporgasse/Ballhausplatz: Ebenfalls ein Bündel an Maßnahmen soll die Menschen in der Sporgasse schützen. So werden auch hier Bäume gepflanzt und zwar in gemauerten bzw. fest verankerten Bereichen, wie es sie etwa bereits jetzt vor der Polizei in der Schmiedgasse gibt. Darüber hinaus kommen auch versenkbare Poller zum Einsatz, wodurch ein Einfahren lediglich in eine Richtung – und zwar „bergauf“ – möglich sein wird. Ausgenommen sind nur Einsatzorganisationen, die eigene Schlüssel haben. Die Poller werden in Höhe Ballhausgasse und in der Hofgasse montiert. Kosten Sporgasse: 225.000 Euro, Hofgasse: 141.000 Euro.

Alle Maßnahmen werden noch heuer umgesetzt.

Verena Schleich

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