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Kinder gehen lautlos unter

26.07.2018
Macht Spaß, birgt aber auch Gefahren: badende Kinder © KFV
Macht Spaß, birgt aber auch Gefahren: badende Kinder© KFV

Im Zeitraum 2007 bis 2017 sind insgesamt  mehr als 40 Kinder unter 15 Jahren an den Folgen eines Ertrinkungsunfalles gestorben. Es ist oft nur ein Augenblick, in dem der Spaß im Wasser lebensgefährlich werden kann. Oft entscheiden wenige Augenblicke über Leben oder Tod. "Zwei Minuten, etwa die Dauer eines kurzen Telefonats, reichen aus, dass ein Kind im Wasser das Bewusstsein verliert. Nach fünf Minuten kann Sauerstoffmangel bereits zum Tod führen", so KFV- Sprecherin Trauner-Karner.

Das Zeitfenster bei Badeunfällen, in dem das Schlimmste vermieden werden kann, ist minimal. Durchschnittlich fünf Kinder unter 15 Jahren ertrinken pro Jahr in Österreich - davon sind vier Kinder unter 5 Jahre alt! In der Altersgruppe der Kleinkinder unter fünf Jahren ist das Ertrinken somit die häufigste unfallbedingte Todesursache. Es ist im wahrsten Sinn des Wortes von lebensrettender Bedeutung, dass Kinder - auch wenn sie schon schwimmen können - in der Nähe von Gewässern nie unbeaufsichtigt bleiben. Gerade bei Kleinkindern gilt: Ist die Aufsichtsperson nicht in Reichweite, also einen bis maximal drei Schritte entfernt, bleibt für die Rettung wenig Zeit - manchmal zu wenig, um schlimme Folgen zu verhindern.

Daher: Kinder immer im Auge behalten! Kleinkinder immer in unmittelbarer Reichweite!

KFV-Sicherheitstipps

  • Kleinkinder müssen in und in der Nähe von Gewässern immer in unmittelbarer Reichweite beaufsichtigt werden - größere Kinder in Sichtweite. Achten Sie besonders bei Festen mit vielen Erwachsenen darauf, dass immer eine Person für die direkte Beaufsichtigung der Kinder zuständig ist.
  • Auch kleinen Kindern kann man lehren, sich beim „in das Wasser schauen" auf den Bauch zu legen. Dadurch wird das Risiko, ungewollt das Gleichgewicht zu verlieren und in das Wasser zu fallen, etwas reduziert.
  • Kleiden Sie Kinder in gut sichtbaren Farben (Badekleidung) - im schlimmsten Fall der Fälle können Kinder unter Wasser so schneller aufgefunden werden.
  • Ältere Kinder und auch Erwachsene überschätzen ihre Schwimmkenntnisse gerne.

(Quelle: KFV)

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