• Seite vorlesen
  • Feedback an Autor
  • Auf Twitter teilen
  • Auf Facebook teilen

Befragung: 91 % leben gern hier

03.08.2018

Mehr als 20.000 nahmen an Befragung teil

Bürgermeister Siegfried Nagl mit Präsidialvorständin Verena Ennemoser © Stadt Graz
Bürgermeister Siegfried Nagl mit Präsidialvorständin Verena Ennemoser© Stadt Graz

Viel Zufriedenheit, aber auch Verbesserungspotenzial zeigt eine Umfrage zur Lebensqualität auf. 91,2 Prozent der GrazerInnen leben gern in ihrem Wohnbezirk.

Das erste erfreuliche Detail, das den Verantwortlichen für die nach 2005, 2009 und 2013 zum vierten Mal durchgeführte Umfrage auffiel, war das Interesse der Bevölkerung: Mehr als 20.000 Rückläufe aus den rund 160.000 Grazer Haushalten bedeuteten im Vergleich zu 2013 fast eine Verdoppelung. Mehr als 18.000 von ihnen entscheiden sich für die klassische Papiervariante, um ihre Einschätzungen der Lebensqualität zum Ausdruck zu bringen, über 2.000 wählten die ebenfalls angebotene Online-Variante. Dass den GrazerInnen ihre Stadt nicht egal ist, zeigt jenes Detail, dass mehr als 10.000 BürgerInnen angaben, sich in ihrem Stadtteil engagieren zu wollen.

91,2 Prozent leben gern in ihrem Stadtteil

Präsentierten die Ergebnisse Simone Reis (Stadtbaudirektion, li) und Barbara Rauscher (Präsidialabteilung, re) © Stadt Graz
Präsentierten die Ergebnisse Simone Reis (Stadtbaudirektion, li) und Barbara Rauscher (Präsidialabteilung, re)© Stadt Graz

Eine Tradition wurde fortgesetzt: Die GrazerInnen leben mit breiter Mehrheit sehr gern oder gern in ihrem Stadtteil. Dieser Wert lag diesmal bei 91,2 Prozent, was sogar noch eine leichte Steigerung im Vergleich zu den 90,7 Prozent im Jahr 2013 bedeutete. In den Detailfragen kommen dann aber doch auch Ängste und Befürchtungen zum Vorschein - immerhin überwiegt der Anteil der PessimistInnen, die in Zukunft Verschlechterungen befürchten, im Vergleich zu den OptimistInnen.

Signifikant hohe Zustimmung aus der Bevölkerung zeigte sich für die Bemühungen der Stadt, den Ausbau von Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen zu forcieren. Die Schulbauoffensive und die Bestrebungen, leistbare Betreuungseinrichtungen für Kinder zur Verfügung zu stellen, werden von der Bevölkerung mit hohen Zufriedenheitswerten gewürdigt. Gleiches gilt für die Einschätzung der Gesundheitsversorgung und der Arbeitsplatzsituation. Das ist in einer stark wachsenden Stadt wie Graz kein Selbstläufer: Bereits früh haben die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung mit entsprechenden Investitionen und Schwerpunkten die Weichen dafür gestellt, dass diese grundlegenden Bedürfnisse auch für mehr Menschen in der Stadt gedeckt werden können.

Wo die Bevölkerung der Schuh am stärksten drückt, geht aus den Umfrageergebnissen ebenfalls hervor. Generell werden die Lebenshaltungskosten als relativ hocheingeschätzt. Das gilt auch für die Wohnkosten, die sowohl auf dem Miet- als auch auf dem Eigentumssektor als sehr hoch empfunden werden - und das, obwohl die Wohnungspreise in Graz im Vergleich zu Städten wie Wien, Linz, Salzburg oder Innsbruck objektiv deutlich niedriger sind. Als zu teuer, wenngleich qualitativ positiv wahrgenommen werden auch die Öffentlichen Verkehrsmittel in Graz. Nachbesserungsbedarf ortet die Bevölkerung laut Umfrage obendrein im Bereich Sicherheit, und da wiederum vor allem im Detailbereich der Sicherheit für FußgängerInnen.

Gemeinsam richtige Schlüsse ziehen

Ennemoser, Nagl, Reis und Rauscher präsentieren die Ergebnisse im Grazer Kunsthaus © Stadt Graz
Ennemoser, Nagl, Reis und Rauscher präsentieren die Ergebnisse im Grazer Kunsthaus© Stadt Graz

Die Ergebnisse wurden am 3. August 2018 von Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und Präsidialvorständin Mag. Verena Ennemoser heute Mittag gemeinsam mit LQI-Projektleiterin Mag. Simone Reis (Stadtbaudirektion) und LQI-Umfrageorganisatorin Barbara Rauscher, BA (Präsidialabteilung) vorgestellt. Bürgermeister Siegfried Nagl betonte bei, dass die periodische LQI-Befragung eine wertvolle Unterlage bei der Bestimmung von Schwerpunkten zur Steigerung der Lebensqualität darstellt. Daher werden die Resultate zunächst akribisch analysiert, um dann abteilungsübergreifend die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen - und entsprechend zu handeln.

Mehr zum Thema

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).

Ihre Kommentare (1)

Diesen Beitrag kommentieren
  • Hannes Frühwirth,  09.08.2018, 13:37
    Jubelmeldung
    Hätte man diese Umfrage in der Grazer Feinstaubhochsaison im Winter gemacht, wäre dieses hohe, an kommunistische Wahlergebnisse erinnernde Zustimmungs-Ergebnis wohl nicht ganz so positiv ausgefallen. Übrigens. Wievviel hat denn diese Sommerloch-Umfrage, die außer dem Bürgermeister und seiner Partei nur wenige interessiert, eigentlich den Steuerzahler gekostet?