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So kommt Ihr Kind sicher in die Schule

Thema des Monats - September 2018

31.08.2018
Mit entsprechender Vorbereitung wird der Schulweg sicher(er)! (Foto: LPD) 
Mit entsprechender Vorbereitung wird der Schulweg sicher(er)! (Foto: LPD)

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Mit dem bevorstehenden Schulanfang beginnt für viele nicht nur das Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch das selbstständige Bewegen im Straßenverkehr. Vor allem Erstklässler sind am Schulweg das erste Mal alleine auf der Straße unterwegs. Damit steigt auch die Unfallgefahr: Rund acht Prozent aller Straßenverkehrsunfälle von Kindern bis 15 Jahre sind Unfälle auf dem Schulweg. Gerade zu Schulbeginn sind daher alle VerkehrsteilnehmerInnen ganz besonders aufgefordert, auf Kinder noch mehr Rücksicht zu nehmen. 

Die Eltern haben eine wichtige Aufgabe: Sie müssen mit ihrem Kind mögliche Gefahrenstellen des Schulweges besprechen und diese konkret vor Ort üben. Dabei müssen die Eltern versuchen, die Gefahren des Straßenverkehrs aus Sicht des Kindes wahrzunehmen, denn allein aufgrund ihrer Körpergröße nehmen Erwachsene die Verkehrssituation natürlich ganz anders wahr. Sprich: Gehen Sie ruhig in die Knie, damit Sie sich auf Augenhöhe mit dem Kind befinden.

Der kürzeste Schulweg ist nicht unbedingt der sicherste

Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten schlecht abschätzen und sie kennen, je nach Alter, die Verkehrsregeln nicht oder nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass Kinder sehr leicht ablenkbar sind. So kann die Aufmerksamkeit vor allem im Vorschul- und Volksschulalter noch nicht entsprechend den Anforderungen im Straßenverkehr geteilt werden. Umso wichtiger ist es, dass Eltern den Schulweg mit den Kindern immer wieder und nicht nur zu Schulbeginn üben, damit Kinder sich auch in Gefahrensituationen richtig verhalten. Dabei sollte auch beachtet werden, dass der sicherste Schulweg nicht immer der kürzeste ist.

Tipps für den sicheren Schulweg

Vorsicht auch auf Schutzwegen! (Foto: KFV) 
Vorsicht auch auf Schutzwegen! (Foto: KFV)
  • Das größte Gefahrenpotenzial besteht beim Überqueren der Fahrbahn, deshalb sollte eine möglichst sichere Querungsstelle gesucht werden, auch wenn es ein Umweg ist. Ideal sind Kreuzungen mit Ampelregelung, Mittelinsel sowie Sicherung durch Exekutive oder Schülerlotsen.

  • Vermeiden Sie das Überqueren der Straße an unübersichtlichen Stellen wie etwa vor Kurven oder Kuppen, vor Sträuchern oder zwischen parkenden Fahrzeugen.

  • Der Zebrastreifen wird in seiner Schutzwirkung häufig überschätzt, da viele Fahrzeuglenker nicht anhalten. Wichtig ist, mit dem Kind zu üben, erst dann loszugehen, wenn die Fahrbahn frei ist bzw. alle Fahrzeuge angehalten haben.

  • Bei Fußgängerampeln: Erklären Sie Ihrem Kind, dass „Grün" alleine nicht reicht und dass es immer nach beiden Seiten schauen und auf Abbieger achten soll.

  • Bleiben Sie bei dem einmal festgelegten Schulweg. 

  • Üben Sie oft, aber kurz. Machen Sie dem Kind dabei keine Angst vor dem Verkehr.

  • Ziehen Sie Ihr Kind möglichst hell an. Die Schultasche sollte auffällige, helle Farben und reflektierende Elemente haben.

  • Bringen Sie im Herbst und Winter Reflexmaterialien an Jacke und Schuhen Ihres Kindes an, damit es auch im Dunkeln gesehen wird.

  • Wecken Sie Ihr Kind rechtzeitig auf, damit es ohne Hektik und Zeitdruck in die Schule gehen kann.

  • Vermeiden Sie Ablenkungen durch Smartphone, Spielzeug, Musik hören.

  • Ab wann Sie Ihr Kind alleine in die Schule gehen lassen, hängt vom Verhalten Ihres Kindes und dem Schwierigkeitsgrad des Schulweges ab.

  • Wenn Sie Ihr Kind mit dem Auto in die Schule bringen, lassen Sie es immer auf der Gehsteigseite aussteigen. Beim Abholen warten Sie am besten direkt vor der Schule.

  • Halten auch Sie sich an die Verkehrsregeln! Erwachsene haben eine wichtige Vorbildwirkung für Kinder.

(Quelle: KFV)

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