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"Neffentrick": Vorsicht vor Betrügern!

05.10.2018

In den letzten Tagen verzeichnet die Polizei ein verstärktes Auftreten von Telefonbetrügern, die mit einer neuen Version des "Neffentricks" arbeiten. Sie rufen an, geben sich als Kriminalbeamte aus und fordern Kaution für einen verunfallten Angehörigen.

Der Modus Operandi ist in allen Fällen ähnlich. Eine Person ruft am Festnetz vorwiegend Personen an, deren Vorname auf ein höheres Alter schließen lässt, und gibt sich in perfektem, akzentlosem Deutsch als Kriminal- oder Polizeibeamter aus. In dem Gespräch wird behauptet, dass ein Angehöriger (meist Sohn oder Tochter) einen Verkehrsunfall verursacht habe und aus irgendeinem Grund eine Kaution zu entrichten sei. Meist sind im Hintergrund weinende Personen, oft auch schreiende Kinder, zu hören. Auffallend und neu ist, dass sich der Täter eine Mobiltelefonnummer des Opfers geben lässt, dieses dann unter dieser Nummer zurückruft und das Gespräch unter verschiedenen Vorwänden, selbst auf dem Weg zur Bank und sogar in dieser, bis zur Übergabe des Bargelds aufrechterhält.

Die Landespolizeidirektion Steiermark ersucht um Vorsicht! Beachten Sie folgende Sicherheitstipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben und Sie diese nicht kennen. Brechen Sie Telefonate sofort ab, bei denen von Ihnen Geldaushilfen gefordert werden.  
  • Lassen Sie sich nicht zu Geldübergaben oder -behebungen drängen und machen Sie dem Anrufer entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
  • Rufen Sie Ihre Verwandten zurück und hinterfragen Sie die Geschichte.
  • Besprechen Sie diesen Anruf sogleich mit Familienangehörigen oder Vertrauenspersonen.
  • Geben Sie niemals Auskünfte über Ihre finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Lassen Sie niemand in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette/den Sicherungsbügel.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt (Notruf 059133). Wenn Sie persönlichen Kontakt zu Betrügern hatten: Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen. Notieren Sie sich - sofern möglich - Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges.

Weitere Information erhalten Sie in der nächsten Polizeiinspektion, auf der Homepage www.bmi.gv.at/praevention und auch per BMI-Sicherheitsapp.

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