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Menschenrechte als Markenzeichen

23.10.2018
Bgm. Siegfried Nagl (4. v. r.) und die StadtregiererInnen Günter Riegler, Robert Krotzer, Elke Kahr (v. l.), Kurt Hohensinner,Tina Wirnsberger und Mario Eustacchio (v. r.) feierten mit Stadtschreiberin Radka Denemarkova (4. v. l.) und Linda Tinio-Le Dourain von der UNESCO im Gemeinderatssaal 70 Jahre Menschenrechte und 70 Jahre UNESCO Mitgliedschaft. © Stadt Graz/FischerSorgten für den guten Ton: die Schülerinnen des BG Dreihackengasse. © Stadt Graz/FischerStadtpfarrprobst Christian Leibnitz, Landtagspräsidentin Bettina Vollath, Christopher Drexler, © Stadt Graz/FischerStadtpolizeikommandant Kurt Kemeter, Militärkommandant Heinz Zöllner © Stadt Graz/FischerAlt-Bgm. Alfred Stingl (M.), Linda Tinio-Le Dourain von der UNESCO © Stadt Graz/FischerMagistratdirektor Martin Haidvogl (2. v. l.) © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/FischerLandesrat Christopher Drexler © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/FischerLinda Tinio-Le Dourain von der UNESCO. © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/FischerStadtschreiberin von 2017/2018, Radka Denemarkova © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/FischerKlaus Starl © Stadt Graz/FischerGerd Oberleitner © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer © Stadt Graz/Fischer

Zu einem ganz besonderen Festakt lud die gesamte Grazer Stadtregierung unter Vorsitz von Bürgermeister Siegfried Nagl in den Gemeinderatssaal: 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte sowie 70 Jahre Mitgliedschaft Österreichs bei der UNESCO. Dass hier gefeiert wurde, ist kein Zufall. Immerhin trägt Graz den Titel Menschenrechtsstadt, ist mit der innerstädtischen Dächerlandschaft und dem Schloss Eggenberg UNESCO-Weltkulturerbe, zeigt als UNESCO City of Design aber auch ein innovatives und trendiges Gesicht. Und vor knapp einem Jahr gab es von der UNESCO einen einstimmigen Beschluss, das Europäische Trainingszentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC) in Graz unter ihre Schirmherrschaft zu stellen. Nunmehr unterstützt Graz als Internationales Zentrum zur Förderung der Menschenrechte in Gemeinden und Regionen (neben Buenos Aires) unter anderem auch den osteuropäischen und afrikanischen Raum.

Bürgermeister Siegfried Nagl begrüßte neben aktiven und ehemaligen RegiererInnen, hohen BeamtInnen, VertreterInnen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften und MenschenrechtsexpertInnen auch Linda Tinio-Le Dourain, die Grüße und Komplimente der stellvertretenden Generaldirektorn der UNESCO, Nada Al-Nashif, überbrachte.

Siegfried Nagl: „Für die Menschenrechtsstadt Graz heißen die tragenden Pfeiler: Bildung, ein soziales Netz, die Suche nach dem Gemeinsamen, die klare Absage an Verharmloser und Rassisten und letztlich das Wissen um die eigene Geschichte. Diese Menschenrechte, die vor 70 Jahren niedergeschrieben wurden, sind die Grundlage für ein respektvolles Miteinander. Und dabei kommt es auf die Städte und Regionen an, denn hier begegnen sich die Menschen. In den Städten werden global gesehen im Jahr 2050, 75% der Weltbevölkerung leben. Daher liegt es ganz wesentlich an den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern den respektvollen Umgang unter den Bürgerinnen und Bürgern vorzuleben, einzufordern und zu fördern. Wenn wir dabei Menschenrechte und zwar nicht nur als Anspruchsrechte, sondern vielmehr als Erinnerung an jede und jeden Einzelnen sich selbst um deren Verwirklichung zu kümmern, in den Mittelpunkt stellen, sind wir sicherlich auf einem guten Weg.“

Landesrat Christopher Drexler, der in Vertretung von LH Hermann Schützenhöfer am Fest teilnahm, unterstrich Nagls Ausführungen und ergänzte: „Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es ein tiefes Verlangen nach einer neuen Ordnung der Welt. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ist ein pointierter Gegenentwurf zu den Verbrechen des Krieges. Die Errungenschaften der Menschenrechte sind nicht selbstverständlich, deshalb gibt es Überlegungen, die Steiermark zu einer Menschenrechtsregion zu machen.“

Als Festrednerin nahm die Stadtschreiberin von 2017/2018, Radka Denemarkova, die Feierlichkeiten zum Anlass, über die Wichtigkeit, die ständige Mahnung und die Unterstützung jener, die sich unter schwierigsten Bedingungen und auch unter Lebensgefahr für die Menschenrechte einzusetzen, zu sprechen.

Schließlich umrissen auch Klaus Starl vom ETC und Gerd Oberleitner als Inhaber des universitären Lehrstuhls für Menschenrechte ihre Arbeit, die die Menschenrechte vor die Haustür der BürgerInnen bringen wollen. „Denn wenn man von Lebensqualität spricht, meint man damit auch Menschenrechte.“

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