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Obersteiermark – Zwischenbilanz der Polizei

16.01.2019
© Polizei

Mit der aktuellen Beruhigung der Wetterlage kehrt wieder Normalität in den steirischen Polizeialltag ein. 

Das Hauptaugenmerk der Einsätze lag im Bezirk Liezen, wo zeitweise rund 20 Straßen gesperrt waren. Bereiche von Gröbming, das Sölktal, Admont-Gstatterboden und Johnsbach waren von der Außenwelt abgeschnitten. Ebenso betroffen waren die Bezirke Bruck-Mürzzuschlag, Murtal (Hohentauern und St. Johann/Tauern), Murau und Leoben.  

Die Hauptaufgaben der Polizei umfassten die Überwachung von Straßensperren, die Unterstützung der Behörden bei Evakuierungen und die Durchführung von Suchaktionen. Weiters wurden Einsatzreserven gebildet, um im Bedarfsfall über eine starke Personalstärke zu verfügen. Auch kam es zu Zuteilungen von Kräften aus nicht betroffenen Bezirken in die Einsatzräume. 

In den betroffenen Gebieten waren für diese speziellen Aufgaben täglich rund 130 polizeiliche Kräfte abgestellt, mit Stichtag 15. Jänner standen rund 1500 Beamtinnen und Beamte im Einsatz

Zusätzlich zu den Regelkräften standen die AEG (Alpine Einsatzgruppe) und Kräfte der Einsatzeinheiten im Einsatz. Obwohl die Durchführung von Flügen wetterbedingt zeitweise nicht möglich war, standen der steirischen Polizei jederzeit vier Polizeihubschrauber des BMI zur Verfügung. Die zahlreichen Flugeinsätze wurden von einem Beamten der Flugeinsatzstelle (FESt) Graz direkt in der Landeswarnzentrale koordiniert. 

Während der gesamten Lage kam es zu einigen Verkehrsunfällen mit Sachschaden und zu Rettungseinsätzen. Zum Beispiel musste im Hochschwabgebiet ein Hüttenwirt und seine Mutter vom Polizeihubschrauber ausgeflogen werden. Nach Lawinenabgängen wie zum Beispiel am Präbichl wurden Suchaktionen nach eventuell verschütteten Personen gestartet und durchgeführt. Glücklicherweise verliefen alle diese Suchaktionen negativ. Darüber hinaus unterstützten Polizistinnen und Polizisten die Kräfte anderer Institutionen bei der Koordinierung und Ausführung einer Vielzahl von Hilfs- und Rettungseinsätzen, wie Schneeräumungen und Evakuierungen. 

Bei dem Lawinenabgang im Bereich Ramsau am Dachstein halfen die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten bei der Evakuierung des Hotels, waren mit der Sicherstellung von Wertgegenständen, mit der Überwachung des behördlich verordneten Platzverbotes und mit der Überwachung der erforderlichen Verkehrsbeschränkungen beschäftigt.

(Quelle: LPD)

Gültig von Sonntag, 13.01.2019, 00:00 Uhr bis Dienstag, 15.01.2019, 12:00 Uhr

ZAMG: Niederschlagswarnung (Schnee und Regen) sowie Sturmwarnung für die Obersteiermark

Niederschlag:

Betroffene Bezirke: Liezen, Bruck-Mürzzuschlag sowie die nördlichen Teile von Leoben und Murtal

Im Warnzeitraum muss in den betroffenen Regionen mit Niederschlagsmengen zwischen 50 und 100 mm gerechnet werden. Dabei wird der Hauptniederschlag (von etwa Sonntagnachmittag bis Montagfrüh) unterhalb von 800 bis 1200 m Seehöhe zumindest teilweise als Regen oder Schneeregen fallen. Davor und danach handelt es sich größtenteils um Schneefall bis in die Tallagen. 

In den höheren Lagen bzw. auf den Bergen bedeuten diese Niederschlagsmengen etwa 60 bis 100 cm Neuschnee, in den extremen Nordstaubereichen könnte es auch noch mehr sein. In den Tälern sind die zu erwartenden Neuschneemengen stark von der Seehöhe abhängig und liegen zwischen 20 und maximal 60 cm. 

Für die Schneelasten auf den Dächern spielt es kaum eine Rolle, ob Schnee oder Regen fällt, trotz teils positiver Temperaturen schmilzt nur wenig Schnee von den Dächern ab und die Lasten steigen bis Dienstag noch an. 

Sturm:

Betroffene Gebiete: gesamte Obersteiermark und steirisches Randgebirge

Abgesehen vom Bergland werden zwischen Sonntagabend und Dienstagfrüh auch in den Tälern zeitweise Windböen zwischen 60 und 90 km/h erwartet. Diese können einerseits Schneebruch bei Bäumen hervorrufen, andererseits sind aufgrund der wieder frostigen Temperaturen ab Montagnachmittag sowie am Dienstag in Kombination mit Neuschnee Schneeverwehungen zu erwarten.

Höchste Lawinenwarnstufe für Teile der Obersteiermark

Knapp über eine Stunde beriet am 8.1.2019 der Landeskoordinationsausschuss anlässlich der angespannten Schnee- und Witterungssituation in weiten Teilen der Obersteiermark. Zu diesem Ausschuss zählen unter anderem der Landespolizeidirektor, der Militärkommandant, der Landesfeuerwehrkommandant, der Präsident des Roten Kreuzes  Landesverband Steiermark, der Landesamtsdirektor, der Leiter der Fachabteilung Katastrophenschutz sowie die Experten der ZAMG - Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, der Bergrettung und der Notarztkoordinator, die zu dieser Sitzung beigezogen wurden.

Aufgrund der weiterhin prognostizierten Schneefälle in den nächsten beiden Tagen wird heute ab 18 Uhr für die Nordalpen, konkret Region Dachstein, Hochschwab und Rax, die Lawinenwarnstufe fünf ausgerufen. Die Verantwortlichen betonen, dass dies eine Vorsichtsmaßnahme für die noch zu erwartende Neuschneemenge von bis zu einem Meter darstellt. Explizit wird aber darauf hingewiesen, dass die Entscheidungsträger in den betroffenen Regionen, die von den Lawinenenkommissionen vor Ort beraten und unterstützt werden, gut vorbereitet und gerüstet sind.

Sicherheit hat Vorrang, daher sind aktuell noch 30 Straßen in der Steiermark bis auf weiteres gesperrt: die wichtigsten davon sind die B 115 - Präbichl Bundesstraße, die B 320 - Ennstal Bundesstraße, die B 146 - Gesäuse Bundesstraße, (Sperre von Admont Richtung Johnsbach wurde heute wieder aufgehoben), die B 114 - Triebener Tauernstraße, sowie die Straße nach Radmer und in die Sölk und auf die Planneralm.

S.a. lawine-steiermark.at

(Quelle: Landespressedienst)

Gültig von Montag, 07.01.2019 12 Uhr bis Freitag, 11.01.2019 06 Uhr

Aktuelles Update der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik-Regionalstelle Steiermark):

Wetterentwicklung:

Nach einer kurzen Wetterberuhigung in der Nacht zum Dienstag beginnt es Dienstagfrüh von Norden her erneut zu scheinen, speziell im Ennstal ist in den Tallagen auch Schneeregen oder Regen dabei. In den Abendstunden wird der Niederschlag nach einer kurzen Pause erneut stärker, zudem sickert mit stürmisch auffrischendem Wind kältere Luft ein. Am Mittwoch und Donnerstag ist in den Nordstauregionen mit zeitweise kräftigem Schneefall (Schneeschauern) zu rechnen. Die Temperaturen sind frostig, mit dem lebhaften Wind sind abschnittsweise Schneeverwehungen zu erwarten. Für den Freitag kündigt sich eine (vorübergehende) Wetterberuhigung an.

Erwartete Neuschneesummen:

Bezirke: Liezen, Bruck-Mürzzuschlag sowie die nördlichen Teile von Leoben und Murtal:

Im Warnzeitraum 50 bis 100 cm, im Ennstal abschnittsweise weniger. In den Nordalpen > 100 cm.

Der Wind wird von Dienstagmittag bis Mittwochmittag stürmisch (bis 80 km/h) auffrischen.

Es ist davon auszugehen, dass die Warnstufe auf der ZAMG-Homepage ab Dienstag abermals auf ROT gesetzt wird.

(Quelle: Landeswarnzentrale Steiermark)

Gültig von Sonntag, 06.01.2019 12 Uhr bis Montag, 07.01.2019 12 Uhr

Aktuelle Information der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik-Regionalstelle Steiermark):

Die Warnstufe ROT wird ab Mittag auf unserer Homepage auf ORANGE zurückgenommen.

Der Schneefall ist im Mariazeller Raum im Abklingen, im Bezirk Liezen geht der Schneefall/Schneeregen am Nachmittag deutlich zurück. Schwerpunkte sind vor allem noch die Nordstaulagen im Ausseerland. 

Die Wetterberuhigung ist allerdings nur von kurzer Dauer. Bereits ab der zweiten Nachthälfte wird der Schneefall im Nordwesten der Steiermark wieder stärker.

Weitere Aussichten: In der Nacht auf Dienstag zeichnet sich erneut eine kurze Beruhigung ab. Es sind dann aber ab Dienstag wieder teils starke Schneefälle im Bereich der Nordstaulagen zu erwarten, wobei die Schneefallgrenze am Dienstag kurzfristig auf 700m ansteigen dürfte. 

Auch der Wind wird voraussichtlich am Dienstag und Mittwoch teils stürmisch!

Gültig: Freitag, 04.01.2019 12 Uhr bis Montag, 07.01.2019 12 Uhr

Wie aus der folgenden Mitteilung der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik-Regionalstelle Steiermark) ersichtlich ist, kann es in einigen Gebieten der Steiermark zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen:

Gesteuert von einem mächtigen Hoch über den Britischen Inseln treffen mit der stürmischen Nordströmung sehr feuchte Luftmassen auf die Alpennordseite. Insbesondere die Warmfront am Samstag und Sonntag bringt aus heutiger Sicht große Neuschneemengen, sodass die Warnstufe auf der Homepage im Bereich Ausseerland und Ennstal bis etwa zum Gesäuse auf ROT erhöht wird.

In den Bezirken Liezen und Bruck-Mürzzuschlag ist im Dauersiedlungsraum mit Neuschneemengen von 50 bis 100 cm zu rechnen. Schwerpunkte sind die Nordstaulagen wie das Ausseerland und die Nordabdachung der Niederen Tauern.

Für die angrenzenden Bezirke im Mur- und Mürztal und im Randgebirge werden zwischen 10 und 50 cm Neuschnee erwartet.

Am Sonntag Nachmittag ist vorübergehend etwas Beruhigung zu erwarten, ehe am Montag wieder Schneefall einsetzt. Am Dienstag scheint sich eine Zwischenbesserung abzuzeichnen.

Der Wind weht ab Samstag wieder sehr lebhaft, in erhöhten Lagen stürmisch ( Schneeverfrachtungen/ Schneeverwehungen). 

(Quelle: Landeswarnzentrale Steiermark)

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