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Helm darf beim Rodeln nicht fehlen!

03.02.2019

Schneebedeckte Hänge und Hügel laden derzeit zum Rodeln ein. In den kommenden Wochen wird es viele begeisterte Wintersportler nicht nur auf die Skipiste, sondern auch auf die Rodelbahnen ziehen. „Rodeln wird häufig als Sport, der von der ganzen Familie kinderleicht ausgeübt werden kann, wahrgenommen. Tatsächlich ist das Unfallrisiko unter Berücksichtigung der Zahl der Ausübenden allerdings sehr hoch", betont Dr. Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV. „Die richtige Bremstechnik muss gelernt sein: So sollte man nicht nur mit den Fersen bremsen, sondern mit der gesamten Fußsohle. Die Füße dabei dicht an die Kufen stellen und die Rodel erforderlichenfalls vorne nach oben ziehen. Auch das Kurvenfahren erfordert Übung. Daher sollte man sich im Idealfall bereits vor der Abfahrt mit der Rodel vertraut machen." Der Untergrund auf Rodelbahnen besteht zumeist aus festgedrücktem Schnee und ist damit sehr hart, umso wichtiger ist es, die Rodel gut steuern sowie rasch bremsen zu können.

2.000 Verletzte beim Rodeln - 40% sind Kinder

Anzahl der Personen, die durchschnittlich pro Jahr nach einem Rodelunfall im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, nach Bundesländern © KFV
Anzahl der Personen, die durchschnittlich pro Jahr nach einem Rodelunfall im Krankenhaus nachbehandelt werden müssen, nach Bundesländern© KFV

Die häufigsten Verletzungsarten beim Rodeln sind Knochenbrüche sowie Sehnen- und Muskelverletzungen. Betroffen können so gut wie alle Körperteile sein. Auch Kopfverletzungen kommen immer wieder vor. Deshalb sollte beim Rodeln auch der Helm zur Standardausrüstung gehören. Durch das Tragen eines Helms können Unfälle zwar nicht verhindert, jedoch deren Schwere um ein Vielfaches verringert werden. Ein Helm bewirkt, dass ein Unfall mit potenziell schwerwiegenden Folgen zu einem leichten Unfall wird.

Gefährdet sind beim Rodeln vor allem Kinder: 40 Prozent der Verletzten sind jünger als 15 Jahre. Im Umgang mit Plastikbobs und Co gilt besondere Vorsicht. Diese sind für die Berge nicht geeignet und schwer zu steuern.

Um Rodelfans an die wichtigsten Verhaltensregeln auf Rodelbahnen zu erinnern und damit in weiterer Folge die Sicherheit auf Rodelbahnen zu erhöhen, setzt das KFV gemeinsam mit dem österreichischen Rodelverband auf Bewusstseinsbildung: Auf Basis einer umfassenden Analyse der Unfallhergänge beim Rodeln wurden - in Abstimmung mit nationalen und internationalen Partnern - Rodeltafeln mit 10 Rodelregeln erarbeitet, welche sich nun österreichweit bereits an mehr als 100 Rodelbahnen wiederfinden. Betreiber von Rodelbahnen, Hüttenwirte und andere Interessierte haben die Möglichkeit, die Rodelregeln über die Website des KFV in hochauflösendem Format herunterzuladen und bei Interesse eigene Rodeltafeln zu produzieren: https://www.kfv.at/wp-content/uploads/2018/09/KFV_Rodelregeln_NEU.pdf

KFV-Tipps zum sicheren Rodeln

 © KFV
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  • Sowohl beim Aufstieg als auch beim Rodeln muss stets Rücksicht auf Andere genommen werden. Der Auf- und Abstieg muss unbedingt am Rand der Rodelbahn erfolgen und die Rodelbahn möglichst freigehalten werden.
  • Verwendung einer geeigneten Ausrüstung bestehend aus einer technisch einwandfrei funktionierenden Rodel, winterfesten Kleidung, festen Schuhen, einem Helm mit Skibrille, Handschuhen. Wer abends rodeln geht oder eventuell in die Dunkelheit geraten könnte, sollte eine Stirnlampe mitnehmen und reflektierende Kleidung wählen.
  • Die Geschwindigkeit muss jeweils dem eigenen Können und den Gegebenheiten vor Ort angepasst sowie angemessener Abstand zur nächsten Person gehalten werden.
  • Der Konsum von Alkohol vor oder beim Rodeln ist tabu.
  • Sperren und (Warn-)Hinweise sind zur eigenen Sicherheit stets zu beachten.
  • Wichtig ist, stets bremsbereit zu sein. Mit dem Kopf voran darf keinesfalls gerodelt werden.

(Quelle: KFV)

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