• Seite vorlesen
  • Feedback an Autor
  • Auf Twitter teilen
  • Auf Facebook teilen

SozialCard: Energiekostenzuschuss beantragen

06.03.2019
 © Stadt Graz
© Stadt Graz

Die Evaluierung und Reform der Grazer SozialCard ist einer der ersten großen Meilensteine der schwarz-blauen Stadtregierung. „Die SozialCard ist ein wichtiger Beitrag der Stadt Graz zu einem funktionierenden Sozialsystem. Als Sozialstadtrat ist es mir besonders wichtig jene zu unterstützen, die sich nicht selbst helfen können", so Sozialstadtrat Kurt Hohensinner, „unser Auftrag an die SozialCard ist nicht nur jener, finanzielle Hilfestellungen zu geben, sondern vor allem auch Menschen mit geringem Einkommen ein möglichst großes Maß an gesellschaftlicher Teilhabe zu ermöglichen. Die Änderungen, wie etwa die separate Antragstellung entsprechen unserem Menschenbild, dass jeder Mensch als vollwertig angesehen wird. Dementsprechend ist es aus unserer Sicht auch möglich und legitim, eine aktive Handlung von Seiten der Bezieher für den Erhalt von Sozialleistungen einzufordern."

Niederschwellige Online-Beantragung

Soziales darf dabei aber nicht heißen, dass sich Menschen um Almosen anstellen müssen. Vor diesem Hintergrund wurde vom Sozialamt eine moderne und niederschwellige Antragsmöglichkeit geschaffen. Diese ist einfach und unkompliziert mit wenigen Schritten online möglich, und kann so einfach von zu Hause aus durchgeführt werden. Die Online-Beantragung für den Energiekostenzuschuss findet heuer zum zweiten Mal statt und ist zwischen 1. und 15. März 2019 unter www5.graz.at/socialcard möglich. Für die Anmeldung müssen lediglich die SozialCard-Nummer sowie das Geburtsdatum eingegeben werden. Danach reicht ein Häkchen, um sich für den Energiekostenzuschuss anzumelden. Wer Hilfe bei der Online-Antragstellung benötigt, kann diese auch in den Servicestellen der Stadt Graz oder beim SozialCard-Schalter im Sozialamt durchführen. Explizit von der separaten Antragstellung ausgenommen sind jene Personen, die eine unbefristete SozialCard besitzen, also Mindestpensionisten, bei denen keine Veränderung der Einkommenssituation zu erwarten ist. In diesen Fällen wird der Energiekostenzuschuss direkt ausbezahlt.

Positive Bilanz für Online-Beantragung

Die erste Online-Beantragung fand vor rund einem Jahr statt. Im Rahmen dieser wurden 8.140 Anträge abgegeben. 3.425 davon waren unbefristete SozialCard-Besitzer. Diese, also jene Personen bei denen keine Veränderung der Einkommenssituation zu erwarten ist, hauptsächlich Mindestpensionisten, wurden ja von der separaten Antragstellung explizit ausgenommen. Das bedeutet über das Online Portal wurden 4.715 Beantragungen abgeschickt. Noch stärker wurde die Weihnachtsbeihilfe beantragt: Insgesamt 8.984 Anträge, davon 4.850 über das Online-Portal und 4.134 unbefristete SozialCard-Bezieher.

„Die Zahlen zeigen, dass unglaublich viele Menschen die neue Beantragung genutzt haben", zieht der Sozialstadtrat eine sehr zufriedenstellende Bilanz, „gleichzeitig bewahrheitet sich aber auch unsere Annahme, dass nicht immer alle SozialCard Bezieher auch alle Zuschüsse benötigen und beantragen werden. Ganz besonders betont der Sozialstadtrat: „Kein Cent jener Summe, die wir nun im Vergleich zum Vorjahr weniger aufwenden mussten wird eingespart. Der gesamte Betrag bleibt im Sozialressort und gibt uns die Möglichkeit Schwerpunkte zu forcieren. So werden wir etwa im Herbst die Schulbeihilfe um 20 Prozent erhöhen. Das wird die erste Erhöhung einer Leistung seit Einführung der SozialCard sein."

Michael Wildling

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).

Zuständige Dienststelle