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Neue Schule: Projekt mit Klasse(n)

08.03.2019
Vorfreude auf die neue Volksschule: von links Stadtplanungsvorstand DI Bernhard Inninger, DI Winfried Ranz (Abteilung für Bildung und Integration), Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle, Volksschuldirektorin Evelyn Hubert-Hoffelner, BEd, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, die siegreichen Architekten DI Christoph Mayrhofer und DI Gernot Hillinger, Stadtrat für Bildung und Integration Kurt Hohensinner MBA und Andritz-Bezirksvorsteher Johannes Obenaus. © Stadt Graz/Fischer
Vorfreude auf die neue Volksschule: von links Stadtplanungsvorstand DI Bernhard Inninger, DI Winfried Ranz (Abteilung für Bildung und Integration), Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle, Volksschuldirektorin Evelyn Hubert-Hoffelner, BEd, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, die siegreichen Architekten DI Christoph Mayrhofer und DI Gernot Hillinger, Stadtrat für Bildung und Integration Kurt Hohensinner MBA und Andritz-Bezirksvorsteher Johannes Obenaus.© Stadt Graz/Fischer

Eine völlig neue Volksschule mit vorerst 16 Klassen und großzügigen Freibereichen entsteht bis Herbst 2021 in Andritz. Den Wettbewerb gewann ein Wiener Büro.

                                                                                                                                

Die ständig steigenden SchülerInnenzahlen in der dynamisch wachsenden Stadt Graz haben ihre Auswirkungen auf das Angebot an Schulen. Der jährliche Zuwachs von allein rund 500 Volksschulkindern sorgt für einen großen Bedarf an Unterrichtsräumen, dem seitens der Stadt Rechnung getragen wird. Aktuellstes Projekt ist eine völlig neue zusätzliche Volksschule im Bezirk Andritz, die in der Statteggerstraße aus dem Boden wachsen wird. Der erste Bauabschnitt mit 16 Klassen, entsprechenden Bereichen für Ganztagesbetreuung und Lehrkräfte sowie großzügigen Frei- und Grünräumen soll bereits im Herbst 2021 seine Pforten öffnen. Die Kosten für dieses Projekt sind mit rund 21 Millionen Euro veranschlagt. In einem zweiten Bauabschnitt sind später vier weitere Klassen vorgesehen. Als Bauherr fungiert die städtische GBG Gebäude und Baumanagement Graz GmbH.

Überzeugendes Siegerprojekt aus 67 Wettbewerbsbeiträgen

Mit diesem Entwurf holten sich Hillinger Mayrhofer ZT GmbH den Sieg im Architekturwettbewerb. © Stadt Graz/Fischer
Mit diesem Entwurf holten sich Hillinger Mayrhofer ZT GmbH den Sieg im Architekturwettbewerb.© Stadt Graz/Fischer

An dem von der Stadtbaudirektion Graz mit ihrem Referat Hochbau ausgelobten EU-weiten, einstufigen Architekturwettbewerb beteiligten sich nicht weniger als 67 Büros aus fünf europäischen Staaten - neben Österreich waren auch Deutschland, die Schweiz, Italien und Portugal vertreten. Das Preisgericht entschied sich einstimmig für den Beitrag des Wiener Büros Hillinger Mayrhofer ZT GmbH als Siegerprojekt, das sowohl in Form als auch in Funktion überzeugte.

Nagl: „Pflicht-Schule im besten Sinn für wachsende Stadt“

Für Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl sind die aktuellen Wachstumsprognosen für die boomende Stadt Graz ein Auftrag zur entsprechenden Ausweitung der Infrastruktur: „Zwischen 2017 und 2030 wächst Graz um rund 50.000 Hauptwohnsitze - das entspricht der EinwohnerInnenzahl der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten. Bei den Volksschulkindern wird es bis 2030 einen prognostizierten Zuwachs von fast der Hälfte - exakt 42,6 Prozent - der aktuellen Zahlen geben!" Das erfordere in allen Bereichen eine Nachbesserung der Infrastruktur für alle Generationen. Mit diesem vierten Volksschulstandort in Andritz - neben St. Veit, Viktor Kaplan und der Volksschule Andritz in der Prochaskagasse, mit dem die künftige Bildungsanstalt in der Statteggerstraße organisatorisch in einem Verbund zusammengefast sein wird - baue die Stadt im besten Sinne des Wortes eine „Pflicht-Schule".

Hohensinner: „Bildungsoffensive auf allen Ebenen“

Der Stadtrat für Bildung und Integration, Kurt Hohensinner MBA, sieht in der Schule den nächsten Schritt von Graz auf dem Weg zur modernsten Bildungsstadt Europas. Dieses Ziel verfolge man auf allen Ebenen: „Dazu gehört eine entsprechende Infrastruktur, die neben geeigneten Schulräumen auch eine Digitalisierung umfasst, die bis Ende heurigen Jahres voll ausgerollt sein wird!" Die derzeit laufende Schul-Offensive sei die größte in Graz seit Bestehen der Zweiten Republik. Noch in dieser Gemeinderatsperiode würden rund 80 Klassen errichtet. Seit 2014 seien acht Schulen erweitert und drei weitere neu gebaut oder in Planung genommen worden. In der künftigen neuen Volksschule in der Statteggerstraße freue er sich auf zusätzlichen Platz für eine Bibliothek, einen Turnsaal und Bereiche, in denen Integration bestens gelebt werden könne.

Werle: „Gute Standorte werden langsam rar“

Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle legte ein neuerliches Bekenntnis zum Instrument von Architekturwettbewerben ab, um die besten Ergebnisse für Bauprojekte herauszufinden. Der Siegerentwurf des Wiener Büros Hillinger Mayrhofer ZT GmbH sei einstimmig ausgewählt worden, weil er „in jeder Hinsicht überzeugende Lösungen" angeboten habe. In Andritz sei es gelungen, für diese Schule einen passenden Platz zu finden - allerdings: „Gute Standorte werden in Graz langsam rar!" Insgesamt hat die Stadt Graz laut Werle seit dem Jahr 2000 nicht weniger als 70.000 Quadratmeter an Geschoßflächen für Volksschulen neu errichtet.

Inninger: „Mehrwert für NutzerInnen und das Umfeld“

Die Pressekonferenz zur Präsentation der neuen Volksschule im Rathaus war gut besucht. © Stadt Graz/Fischer
Die Pressekonferenz zur Präsentation der neuen Volksschule im Rathaus war gut besucht.© Stadt Graz/Fischer

Stadtplanungsvorstand DI Bernhard Inninger sieht die neue Bildungsanstalt perfekt in den Bezirk Andritz integriert. Ein Mehrwert ergebe sich nicht nur für die künftigen NutzerInnen, sondern auch für die Bevölkerung im Umfeld: „Es gibt einen neuen Geh- und Radweg, in der Statteggerstraße entsteht ein lang ersehnter Gehsteig, und auch der benachbarte Ursprungweg bekommt eine neue Gehverbindung. Zudem wird das Angebot im Öffentlichen Verkehr stark verbessert." Unter anderem ist eine Busverbindung zur Schule angedacht.

Ranz: „Schulbau berücksichtigt Pädagogik-Konzept“

DI Winfried Ranz von der städtischen Abteilung für Bildung und Integration sprach von einem „qualitativ hochwertigen Schulbau, der das Pädagogik-Konzept an der Volksschule Statteggerstraße voll berücksichtigt". Das Raum-Funktionsprogramm werde seit einigen Jahren bei Bildungsbauten auf die jeweiligen Schwerpunkte abgestimmt. Apropos Schwerpunkt: In der neuen Andritzer Volksschule wird man sich da besonders auf den Bereich Lesen konzentrieren.

Mayrhofer und Hillinger: „Wettbewerbe bringen nachweislich Vorteile“

Bei der Präsentation ihres Siegerentwurfs sprachen die beiden Architekten DI Christoph Mayrhofer und DI Gernot Hillinger der Stadt Graz höchstes Lob für das Bekenntnis zu Architekturwettbewerben aus - diese brächten nachweislich Vorteile für den Zeit- und Finanzrahmen bei der Umsetzung von Projekten und prägten das kulturelle Klima. Besondere Ideen hinter ihrem Entwurf für die Volksschule in der Statteggerstraße seien der Eingangsbereich, der den Blick in die Landschaft des gesamten Stockwerks ermögliche, und die Tatsache, dass man von überall auch den Blick ins Freie genießen könne. Im Erdgeschoß sind zudem der zentrale Turnsaal, die Räume für Lehrkräfte, Sonderfunktionen und den Ganztagesbereich untergebracht. Die Unterrichtsräume sind nach funktionalen Clustern aufgeteilt im Obergeschoß des zweigeschoßigen Gebäudes situiert.

Wolfgang Maget

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