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Stadtwappen zum Jubiläum der Bäckerei Edegger-Tax

450 Jahre handwerkliche Tradition in Graz muss gefeiert werden

04.05.2019
Stadtwappen für eine Bäckerdynastie: Bürgermeister Siegfried Nagl (M.) überraschte die Edeggers heute mit dem Stadtwappen. Jasmin, Adrian, Brigitte, Walheide, Robert und Matthias (v. l.) freuten sich. © Stadt Graz/Foto Fischer
Stadtwappen für eine Bäckerdynastie: Bürgermeister Siegfried Nagl (M.) überraschte die Edeggers heute mit dem Stadtwappen. Jasmin, Adrian, Brigitte, Walheide, Robert und Matthias (v. l.) freuten sich.© Stadt Graz/Foto Fischer

Entweder man ist es gewohnt oder man wird es nie ganz: Das frühe Aufstehen in einer Bäckerei gehört einfach dazu wie der köstliche Duft, den das Brot in der Backstube verströmt. So war es vor 450 Jahren und so ist es heute noch. Die Hofbäckerei Edegger-Tax feiert ein ganz großes Jubiläum und hat dazu 140 Gäste eingeladen. Doch bevor die Gläser erhoben werden, gab es heute eine Überraschung, die Bürgermeister Siegfried Nagl persönlich in der Hofgasse 6 überbrachte: Das offizielle Stadtwappen der Landeshauptstadt Graz.

"Damit der kaiserliche Doppeladler endlich Gesellschaft bekommt, übergebe ich euch heute den Grazer Panther", erklärte Nagl schmunzelnd. An ein Unternehmen mit so langer Tradition, das passiert dem Bürgermeister auch nicht oft. Umso größer ist die Freude darüber: "Ich danke euch für euer Engagement, dass ihr Menschen die Chance auf eine Ausbildung bietet und die Grazerinnen und Grazer mit ihrem täglich Brot versorgt."

Tradition und Moderne

Das wird auch in Zukunft so bleiben: Dafür sorgt Matthias, der in die mehligen Fußstapfen seines Vaters Robert (übernahm selbst mit 23 Jahren von seinem Vater) tritt: "War eigentlich von Anfang an klar. Ich habe nie daran gezweifelt oder andere Pläne gehabt", lacht er. Auch wenn der 22-Jährige gestehen muss, dass ihm die ungewöhnlichen Arbeitszeiten doch manchmal zu schaffen machen. "Da bin ich dann abends doch lieber zu Hause,  wenn sich mal die Gelegenheit zum Fortgehen bietet."

Ihm zur Seite steht aber die gesamte Familie: Neben seinen Eltern auch Schwester Jasmin (23) und natürlich Oma Walheide (79, Witwe von Politlegende Erich Edegger) sowie 23 MitarbeiterInnen. Der Jüngste im Team ist Adrian. Er geht noch zur Schule und verkostet daweil noch jene Köstlichkeiten, die täglich aus dem Backofen kommen. Diese werden einerseits nach traditionellen Rezepten gefertigt. Andererseits gesellen sich auch Innovationen dazu. Der Bogen zwischen Tradition und Moderne will gespannt sein: "Ich gehe mit offenen Augen umher und schaue immer, was es Neues gibt. Fad wird mir nicht", erklärt Matthias.

Dabei muss die Bäckerfamilie neben den Wünschen der Kunden im Geschäft (an diesem Standort seit 1880) auch zahlreiche Spezialwünsche der Gastronomie erfüllen: "Ja, rund 90 Prozent der Spitzengastronomen beliefern wir mit Sonderkreationen", erzählt Mama Brigitte. Und da wären noch die zahlreich hereinströmenden staunenden TouristInnen aus aller Welt ...

Familienzusammenhalt

Das Wichtigste, das die Bäckerdynastie zusammenschweißt, beschreibt Walheide so: "Unsere Familie. Wir sind ein Familienbetrieb, immer schon gewesen, halten zusammen und sind füreinander da."

Bürgermeister Nagl wünschte, dass sich das auch nie ändern möge und gratulierte zum Jubiläum.

Wer übrigens mehr über die Geschichte der Familie Edegger und das Leben als Bäcker erfahren möchte: Ein aufwendig gestalteter Bildband ist zum Jubiläum erschienen und in der Hofgasse 6 erhältlich.

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