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Alles neu - Alles Familie

21.05.2019

„Alles neu macht der Mai" ...

Abteilungsleiterin Ingrid Krammer und Stadtrat Kurt Hohensinner freuen sich über die Neuerung - Link zum Download des Bildes © Stadt Graz
Abteilungsleiterin Ingrid Krammer und Stadtrat Kurt Hohensinner freuen sich über die Neuerung - Link zum Download des Bildes© Stadt Graz

... heißt es in einem Lied aus dem 19. Jahrhundert. Dieser Satz trifft aber auch auf das Amt für Jugend und Familie im Jahr 2019 zu. In den vergangenen Jahren wurde in einem umfangreichen Prozess eine neue Ausrichtung erarbeitet, die nun in mehreren Bereichen sichtbar wird. Unter dem Leitsatz „Alles Familie" hat sich das Amt eine neue, überarbeitete Vision und Mission verordnet.

Ebenso erstrahlt der Außenauftritt in neuem Glanz: Kinder- und familiengerecht wird das Amt nun im Stil von „tierischen" Grafiken und Motiven präsentiert. Die weitreichendste und nach außen hin am stärksten sichtbare Veränderung betrifft das umgebaute und neu strukturierte Haus des Amtes in der Grazer Kaiserfeldgasse, das kommende Woche am 28. Mai feierlich eröffnet wird.

„In der Öffentlichkeit wird das Amt oft nur mit jenen Maßnahmen wahrgenommen, die als Ultima Ratio zu sehen sind", weiß Hohensinner, „tatsächlich ist das Amt aber viel stärker im Bereich der Prävention tätig und vor allem Serviceeinrichtung und Begleiter für Jugendliche und Familien. Das wird durch die neue Ausrichtung noch viel stärker sicht- und spürbar."

Vorzeigeprojekt für Social Design

Das Amt für Jugend und Familie leistet mit seinen Fachbereichen und Referaten tagtäglich wertvolle wie schwierige Arbeit. So akribisch und detailreich wie selten zuvor wurde beim Umbau versucht, die dahinter liegende Philosophie und die Bedürfnisse der Zielgruppen des Jugendamtes bestmöglich auch in der Architektur und Umsetzung mitzudenken und abzubilden. Das Ergebnis ist ein Vorzeigeprojekt für „Social Design", das das Amt noch stärker öffnet und mehr Service- und BürgerInnen-Orientierung ermöglicht. „Das neu umgebaute Haus in der Kaiserfeldgasse steht ganz im Zeichen des Miteinanders", erklärt Jugend- und Familienstadtrat Kurt Hohensinner, „die Neugestaltung bringt noch mehr Bürgerorientierung und macht das Haus mit seinen funktionellen und freundlichen Räumlichkeiten zur zentralen Anlauf- und Servicestelle für Grazer Kinder und ihre Eltern. Hier kann in gemütlicher Atmosphäre gewickelt, gestillt oder gefüttert werden. Darüber hinaus bringt das neue Konzept mit hellerer Beleuchtung und eigenem Empfangsbereich für alle Beteiligten zusätzliche Sicherheit." Am 28. Mai bekommen alle Interessierten die Möglichkeit, sich ein Bild von den neuen Räumlichkeiten zu machen. Auf die Kinder wartet außerdem ein Spielefest vor der Haustür.

Freundlich, verlässlich, transparent und entgegenkommend

Unter Amtsleiterin Ingrid Krammer wurde das Amt für Jugend und Familie in den vergangenen Jahren einem umfassenden Neugestaltungsprozess unterzogen: „Wir wollten ein Haus erschaffen, das unserer täglichen Arbeit entspricht: freundlich, verlässlich, transparent und entgegenkommend." Für die weitreichende Gestaltung waren Profis aus unterschiedlichen Bereichen gefragt. In einer ersten Analyse und Konzeptionsphase legten deloitte und archiguards den Grundstein für die Neugestaltung der Räumlichkeiten. In der Detailplanung und Umsetzung des Umbaus arbeiteten Architekt Wolfgang Strauß, das Planerteam rund um das Gebäudemanagement der Stadt Graz und look!design in enger Abstimmung zusammen. Das Ergebnis wirkt wie aus einem Guss: Die Räume werden zu Gesprächsteilnehmern in Beratung und Meetings. Sie helfen dabei, in angespannten Momenten und Situationen zur Ruhe kommen. Eine angenehme, kindergerechte Raumatmosphäre wird durch die Verwendung warmer Materialien wie Holz geschaffen. Entspannendes Grün bildet einen erfreulichen Kontrast und trägt dazu bei, Laune & Stimmung wieder zu heben. Gleichzeitig wird durch die Planung das Sicherheitsempfinden gestärkt.

Öffnung, Kunst und Barrierefreiheit

Das Amt für Jugend und Familie ist Unterstützungseinrichtung und Beratungsstelle. Wichtigste Zielgruppe sind Kinder und deren Eltern in unterschiedlichen Lebensphasen. Um den Serviceanspruch noch stärker zu erfüllen,  wurden im Rahmen der Neugestaltung auch die Öffnungszeiten angepasst. So ist das Amt ab sofort von 7 bis 17 Uhr für alle Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern da. Im Eingangsbereich wurde ein zentrales Foyer eingerichtet, das als erste Ansprechstation fungiert und wichtige Hilfestellungen zur Orientierung im Haus bietet. Diese neue zentrale Erstinformation ist auch barrierefrei gestaltet. Auch Folierungen aus Blindenschrift oder induktive Hörsysteme öffnen das Haus für alle. Durch das neue, digitale Leitsystem kann das Amt auf Änderungen leichter reagieren. Die Offenheit des Amts für Jugend und Familie zeigt sich nicht zuletzt in seiner Öffnung für Begegnungen mit und durch Kunst. Werke aus der Sammlung der Stadt Graz (Kulturamt) werden zu einem Gegenüber für die Menschen, die hier arbeiten und für jene, die hierherkommen. Als Angebote für einen Austausch und einen Wechsel der Perspektiven auf die Welt, in der wir leben, schaffen sie einen neuen gemeinsamen Erfahrungsraum. „Durch die Umgestaltung unserer öffentlichen Einrichtung können wir der Öffentlichkeit besser dienlich sein. Die erreichte Öffnung sorgt für Transparenz, einen niederschwelligen Zugang und dafür, dass wir den Menschen, die zu uns kommen, auf Augenhöhe begegnen können", so Krammer abschließend. Bis dato wurden in den Umbau 1,2 Mio. Euro investiert. Im heurigen Jahr werden noch weitere Arbeiten, etwa die Neugestaltung des Vorplatzes vorgenommen. In Summe werden am Standort Kaiserfeldgasse 25 rund 1,6 Mio. Euro investiert.

Jahresbericht 2018 präsentiert

Zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Hauses wird auch der Geschäftsbericht des Amtes für Jugend und Familie für das Jahr 2018 präsentiert. Dieser zeigt einerseits das umfangreiche Arbeitsspektrum, für das das Amt seit Jahren verantwortlich zeichnet, gleichzeitig aber auch jene neuen Initiativen, die das Amt inhaltlich im vergangenen Jahr auf Schiene gebracht hat. So wurde etwa das Beratungs- und Bildungsangebot für Babies und Kleinkinder im Programm „Klein hat's fein" gebündelt und zusammengefasst. Dabei wurde auch das Angebot in diesem Bereich massiv ausgebaut und verstärkt. 16 Mal finden in der Woche an 15 Standorten Elternberatungen statt, 25 weitere Angebote regelmäßig von Montag bis Freitag. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2.463 Willkommensmappen ausgegeben, über 50 Prozent aller Familien mit Neugeborenen suchen danach auch eine Elternberatungsstelle der Stadt Graz auf. Im Bereich Jugend wurde das Projekt „Stadtyoutuber" ins Leben gerufen, und aufgrund des großen Erfolgs auch für das Jahr 2019 verlängert. Junge Grazerinnen und Grazer zeigen dabei die Stadt aus ihrem Blickwinkel und präsentieren ihre Lebenswelten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 31 Youtube-Clips von den Nachwuchsfilmern produziert, thematisch reichen diese vom Jugendgemeinderat über Klanglicht und Grazathlon bis hin zum neuen Jugendschutzgesetz.

Michael Wildling

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