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Wau: Schwerpunktaktionen rund um den Hund

Hundesteuer ist weggefallen, Pflichten für HundebesitzerInnen bleiben jedoch erhalten

04.06.2019
Gemeinsam für ein sicheres und rücksichtsvolles Miteinander in Graz: Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Stadtpolizieikommandant Kurt Kemeter und Manuela, Mitarbeiterin der Ordnungswache.  © Stadt Graz/Fischer
Gemeinsam für ein sicheres und rücksichtsvolles Miteinander in Graz: Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Stadtpolizieikommandant Kurt Kemeter und Manuela, Mitarbeiterin der Ordnungswache. © Stadt Graz/Fischer

Auch wenn HundbesitzerInnen bekanntlich bei jedem Wetter mit ihren Lieblingen unterwegs sind, zieht es Mensch wie Tier an den nun endlich sommerlichen Tagen ganz besonders ins Freie. Im urbanen Raum besitzt die "Begegnung" mit Hunden allerdings oft Konfliktpotenzial. Speziell dann, wenn Frauchen oder Herrchen ihre Pflichten missachten.

Aus diesem Grund hat der zuständige Stadtsenatsreferent, Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio, heute gemeinsam mit dem Stadtpolizeikommandanten Brigadier Kurt Kemeter und dem Geschäftsführer des Grazer Parkraum- und Sicherheitsservice, Alexander Lozinsek, zu einer gemeinsamen Pressekonferenz geladen.

Keine Steuer mehr, aber Pflichten

Eine Pflicht für HundebesiterzerInnen: Hunde müssen gechipt und in der Heimtierdatenbank registriert werden. "Nela" bzw. ihre Besitzerin hat beides schon erledigt. © Stadt Graz/Fischer
Eine Pflicht für HundebesiterzerInnen: Hunde müssen gechipt und in der Heimtierdatenbank registriert werden. "Nela" bzw. ihre Besitzerin hat beides schon erledigt.© Stadt Graz/Fischer

"Wir haben mit Anfang dieses Jahres die Hundesteuer abgeschafft, die HundehalterInnen jedoch nicht von ihren Pflichten entbunden. Mit einer Schwerpunktaktion möchten wir daran erinnern", erklärte Eustacchio. 

Die Pflichten für HundebesitzerInnen sind:

  • Verpflichtung zum Besuch eines Hundekurses, wenn innerhalb der letzten fünf Jahre kein Hund gehalten wurde.
  • Abschluss einer Haftpflichtversicherung
  • Mikrochippflicht
  • Registrierung in der Heimtierdatenbank
  • Leinen-/Maulkorbpflicht (ausgenommen auf Hundewiesen)

"Unser Ziel ist ein sicheres und rücksichtsvolles Miteinander in Graz und die Möglichkeit, dass Grünanlagen angstfrei von allen genutzt werden können", betonte der Vizebürgermeister und richtete seinen Dank an Ordnungswache und Polizei für die gute Zusammenarbeit.

Rehe werden zu Tode gehetzt

Pressekonferenz auf der Passamtswiese: Bei strahlendem Sommerwetter wiesen Alexander Lozinsek, GF des Grazer Parkraum- und Sicherheitsservice, Stadtkommandant Kurt Kemeter und Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio (v. l.) auf die Notwendigkeit der Einhaltung von Pflichten für HundbesitzerInnen hin. Damit sich in Graz alle sicher fühlen können.  © Stadt Graz/Foto Fischer
Pressekonferenz auf der Passamtswiese: Bei strahlendem Sommerwetter wiesen Alexander Lozinsek, GF des Grazer Parkraum- und Sicherheitsservice, Stadtkommandant Kurt Kemeter und Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio (v. l.) auf die Notwendigkeit der Einhaltung von Pflichten für HundbesitzerInnen hin. Damit sich in Graz alle sicher fühlen können. © Stadt Graz/Foto Fischer

Seitens der Exekutive lobte auch der Stadtpolizeikommandant die Kooperation mit den städtischen Aufsichtsorganen und wies auf ein weiteres Problem hin: Während mit der kommenden Schwerpunktaktion im gesamten Stadtbereich zu rechnen ist, werden zusätzlich Randgebiete ins Visier genommen, wo es leider immer häufiger zu Vorfällen mit Wild komme: "Wir haben mittlerweile mehr von Hunden zu Tode gehetzte Rehe, als solche, die Opfer von Autounfällen geworden sind", berichtete der Brigadier.

Zwölf Hundewiesen, vier weitere folgen

Graz bietet nicht nur den zweibeinigen BewohnerInnen hohe Lebensqualität, auch die vierbeinigen kommen nicht zu kurz: So gibt es bereits zwölf Hundewiesen (eingezäunte Spiel- und Freilaufflächen ohne Leinen- oder Maulkorbpflicht), vier weitere (in Wetzelsdorf, Straßgang, Eggenberg und Lend) werden demnächst eröffnet. Es sind Hundezonen vorhanden und sogar ein Hundebadeteich auf dem Areal Auwiesen. "Zusätzlich haben wir die einzigartige Tierschutz-App im Rahmen von 'Schau auf Graz' eingeführt, über welche man Missstände melden kann sowie einen tierärztlichen Notdienst", ergänzte Veterinärreferent Eustacchio.

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Ihre Kommentare (2)

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  • Bernd Urban,  05.06.2019, 14:54
    Aktion Hund
    Übersehen wird leider, dass der Landesgesetzgeber eine Meldepflicht für Hunde bei der (Haupt-)Wohnsitzgemeinde implizit regelt.
    Das Landessicherheitsgesetz verlangt vom Hundehalter also mehr als in diesem Artikel dargelegt. Im Rahmen der Meldung ist von der Gemeinde (auch) zu überprüfen ob die der Hundehalter seine weiteren Pflichten (Chipregistrierung, Haftpflichtversicherung, Hundekundenachweis) erfüllt hat. Die Registrierung des Chips kann die Meldung bei der Gemeinde nicht ersetzen, sondern ist vielmehr (eine der) Voraussetzung(en) für eine vollständige, rechtskonforme Meldung bei der Gemeinde.

    mfg
    Mag. Bernd Urban
  • Emina Pracic,  04.06.2019, 22:17
    Aktion Hund
    Sehr geehrter Damen und Herren! Sehr geehrter Hr. VP_Vize-Bürgermeister Eustacchio!

    Ich bin Ihnen sehr dankbar, dass endlich etwas unternommen wird bezüglich einiger Hundebesitzer. Obwohl der Anstoß, so scheint es, daher kommt, dass man die Rehe schützen muss anstatt unsere Kinder. Ich bin täglich mit meinem Sohn im Augarten und muss ansehen wie dort Hunde, auch Rassen welche wirklich gefährlich sind, frei herumlaufen (ohne Leine oder Maulkorb außerhalb der Hundewiese in der Nähe des Baby/Kinderspielplatzes). Bittet man diese Besitzer die Hunde zu sichern, dann kommen Sprüche wie: er tut nichts! nein mache ich nicht! Warum? und ich möchte hier nicht wüste Beschimpfungen erläutern welche immer kommen. Ich wurde sogar vor ca. 2 Monaten von einem Mann bedroht wobei ein Security Mann der Baustelle nur mit den Armen zuckte und meinte er sei nicht zuständig.
    Leider habe ich nie oder sehr selten im Augarten die Ordnungswache gesehen, ab und zu aber die Polizei, und es laufen tagtäglich Hunde ohne Leine herum und die Besitzer spielen mit ihnen "fang den Ball" außerhalb der Hundewiese.
    Warum ich mich nun zu Wort melde ist einfach, dass ich wirklich besorgt, verärgert und auch traurig bin, dass mind. 1x Monat ein Kind von einem Hund angefallen wird (letztens in Tirol ein Familienhund) und bei uns in Graz den Kindern ungenügend Schutz geboten wird und man sich wirklich hilflos und ausgeliefert fühlt und noch in der Zeitung lesen muss, dass unser Vize Bürgermeister sagt, jene die keine Hundebesitzer sind sollen Verständnis zeigen. Verständnis zu was???? Bitte, gehen sie mit offenen Augen durch den Augarten und beobachten Sie was passiert. Lassen Sie eine weibliche Person diese Besitzter bitten die Hunde zu sichern, sie werden überrascht sein wie viele es nicht machen werden.

    Ich hoffe meine Worte finden irgendwo Gehör und es wird bald zufriedenstellend auch für nicht Hudebesitzter, Eltern und ihre Kindere interveniert.

    Vielen Dank !
    Hochachtungsvoll!
    Mag. Pracic Emina