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Ein Philosoph zu Gast im Rathaus

Peter Sloterdijk trug sich ins Goldene Buch der Stadt Graz ein

12.06.2019
Philosophisches im Goldenen Buch: Peter  Sloterdijk zu Gast bei Bürgermeister Siegfried Nagl (l.). © Stadt Graz/Fischer
Philosophisches im Goldenen Buch: Peter Sloterdijk zu Gast bei Bürgermeister Siegfried Nagl (l.).© Stadt Graz/Fischer

Er kam nicht über die philosophische Hintertreppe ins Rathaus, sondern wurde von Bürgermeister Siegfried Nagl ganz offiziell in dessen Büro empfangen. Im April 2019 erschien sein neuestes Buch Réflexes primitifs. Considérations psychopolitiques sur les inquiétudes européennes. In vier Essays thematisiert er darin die diskursbestimmenden Begriffe „Immigration", „Brexit", „soziale Kohäsion" und „Nation". Dabei analysiert er u. a. den Aufstieg der PopulistInnen und ihre Weltsicht und erinnert an die Notwendigkeit, gegen den Zynismus vorzugehen.

Die Rede ist von dem deutschen Philosophen und Publizisten Peter Sloterdijk, der am vergangenen Freitag zu Gast in Graz war, nachdem er an den Pfingstdialogen auf Schloss Seggau teilgenommen hatte.
Bekannt ist Sloterdijk vielen durch die Moderation der Gesprächsrunde „Das Philosophische Quartett" im ZDF in den Jahren 2002 bis 2012.

Großmeister der Philosophie

Bekannt wurde Sloterdijk vor allem durch die Moderation des "Philosophischen Quartetts" im ZDF. © Stadt Graz/Fischer
Bekannt wurde Sloterdijk vor allem durch die Moderation des "Philosophischen Quartetts" im ZDF.© Stadt Graz/Fischer

Die Eintragung des Professors ins Goldene Buch freute Bürgermeister Nagl besonders, da er sein Herz schon seit langem an die Philosophie verloren hat und er mit dem "Großmeister" anregende Gespräche führen konnte. Der erste große Erfolg als Autor gelang Peter Solterdijk übrigens 1983 mit dem Buch "Kritik der zynischen Vernunft". Es zählt zu den meistverkauften philosophischen Werken des 20. Jahrhunderts.

Auf dem universitären Sektor hinterließ Sloterdijk zahlreiche Spuren: Von 1992 bis 2017 hatter er den Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe inne, war zudem Leiter des Institutes für Kulturphilosophie an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bis er schließlich 2001 eine Vertragsprofessur am Ordinariat für Kulturphilosophie und Medientheorie in Wien übernahm. Von 2001 bis 2015 war Sloterdijk Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.

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