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Meranpark neu nach historischem Vorbild

13.06.2019

Er diente einst Erzherzog Johann zur Erholung und fristete in den vergangenen Jahren eher ein Mauerblümchendasein - aber jetzt ist er zurück in voller Blüte: Die Rede ist vom Meranpark im Stadtteil St. Leonhard, der nach einer Revitalisierung die Bevölkerung zum Innehalten und Erholen einlädt. Heute Donnerstag wurde die in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Graz, der Landesimmobiliengesellschaft LIG und der Kunstuniversität Graz neu gestaltete Anlage feierlich offiziell eröffnet.

Eröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/FischerEröffnung des neuen Meranparks © Stadt Graz/Fischer

Wald unangetastet, Park und Garten revitalisiert

Den Großteil der rund 11.000 Quadratmeter großen Anlage macht ein intakter Wald aus, der bei den Revitalisierungsarbeiten unangetastet blieb. Er bietet Tieren inmitten der Stadt einen wertvollen Rückzugsraum zum Leben und zur Fortpflanzung. Der Garten- und Parkbereich wurde jedoch mit einem Gesamtaufwand von rund 400.000 Euro zu einstiger Pracht aufgewertet. Das historische Eingangstor nahe dem Parkhotel, das 1980 zugemauert worden war, wurde wiedererrichtet und lädt die Öffentlichkeit zum Eintreten ein. Das Rondeau vor dem prächtigen Palais Meran wurde wiederhergestellt, womit die Gartenanlage jenem Status entspricht, der dem einstigen Stadtpalais des Erzherzogs angemessen ist. Sitzgelegenheiten erleichtern den Gästen das Erleben der revitalisierten Anlage. Zudem wurden die im Park befindlichen Skulpturen renoviert und neu aufgestellt. Sie waren 1998 und 1999 von der Künstlerin Katja Cruz im Auftrag des damaligen Rektors Prof. Otto Kolleritsch gestaltet worden und sind von der Musik der Komponisten Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg inspiriert. Jede der Skulpturen präsentiert sich als künstlerische Auseinandersetzung mit einer anderen Komposition aus dem Werk der drei bedeutenden Vertreter der sogenannten Zweiten Wiener Schule. Im Laufe der Jahre waren die Kunstwerke stark durch Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen worden - im revitalisierten Park erstrahlen nun auch sie im neuen Glanz.

Musikuniversität nutzt Anlage zur Repräsentation

Die öffentliche Zugänglichkeit der Parkanlage ist seit dem Jahr 1982 gesichert, als die Stadt Graz per Pachtvertrag die Pflege des in LIG-Besitz befindlichen Grundstücks übernahm. Das historische bedeutende und optisch jetzt wieder äußerst ansprechende Gelände wird auch verstärkt von der Musikuniversität für repräsentative Zwecke genutzt werden. So sollen etwa kleinere Feste und Konzerte in der Anlage stattfinden.

Bürgermeister Nagl: „Erlebbares Grün ein Anliegen“

Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl nahm die offizielle Eröffnung des revitalisierten Meranparks gemeinsam mit dem Rektorat der Kunstuniversität Graz, VertreterInnen der Landesimmobiliengesellschaft und dem Vorstand der städtischen Abteilung für Grünraum und Gewässer, DI Robert Wiener, vor. Das Stadtoberhaupt hob die historische und kunstgeschichtliche Bedeutung des Parks hervor und freute sich auch, der Bevölkerung einen weiteren hochwertigen Bestandteil der „grünen Lunge" für Graz zur Verfügung stellen zu können: „Erlebbarer Grünraum ist mir als Verantwortlicher fürs Bauen und Planen ein großes Anliegen. Unsere Abteilung für Grünraum und Gewässer hat mit unseren Partnern der Kunstuniversität und der LIG ein vorbildhaftes Projekt bestens umgesetzt!" Um auch die Bevölkerung in dichter verbauten Stadtteilen zu versorgen, habe die Stadt eine Grünraum-Offensive gestartet: Verfügbare Grünflächen werden von der Stadt gekauft oder langfristig gepachtet. Aber auch bei Entwicklung neuer Siedlungsräume in der dynamisch wachsenden Landeshauptstadt werde großes Augenmerk auf öffentlich zugängliche und erlebbare Grünräume gelegt. Die jeweils mehrere Hektar großen Parks in den zukünftigen Stadtteilen Smart City und Reininghaus seien leuchtende Beispiele dafür.

„Unverzichtbare Grün-Oase“

Für den Grünraum-Abteilungsvorstand der Stadt Graz, DI Robert Wiener, zeigt sich der Wert grüner Oasen im verbauten Stadtgebiet auch besonders an Hitzetagen wie heute: „Ein Park ist Frischluftzelle und Kühlespender und als Biotop für Tiere und Pflanzen unverzichtbar!" Auch Kunstuniversitäts-Vizerektorin Mag. Dr. Barbara Simandl war voll des Lobes über das Werk: „Der Park ist jetzt so, wie er immer hätte sein sollen. Ich höre rundum nur Begeisterung dafür!"

Musikalische Eröffnung

Die Eröffnung erfolgte auch auf musikalischem Wege: Das Bläserensemble der Kunstuniversität Graz unter der Leitung von Stefan Karner ließ vom Balkon des Palais Meran eine feierliche Fanfare über dem revitalisierten Park erklingen.

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