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Tempo runter, Rücksicht rauf in FuZos

05.08.2019

Kampagne für mehr Rücksicht geht weiter

Stadträtin Kahr wirbt für Miteinander © Stadt Graz/Stefan Herzog
Stadträtin Kahr wirbt für Miteinander© Stadt Graz/Stefan Herzog
Transparent in der Schmiedgasse © Stadt Graz/Stefan Herzog
Transparent in der Schmiedgasse© Stadt Graz/Stefan Herzog

Stadträtin Elke Kahr stellte weitere Maßnahmen für einen rücksichtsvollen Umgang im geteilten Fuß- und Radverkehr vor.

Der Verkehr wird immer dichter und vielfältiger. Nicht immer ist der Platz vorhanden, für jedes Verkehrsmittel auch eigene Flächen zu reservieren. Es ist also oft notwendig, den Straßenraum nach dem „Share"-Prinzip zu teilen, was es natürlich umso dringlicher macht, dass VerkehrsteilnehmerInnen aller Art miteinander auskommen.

Bereits 2018 hat Stadträtin Elke Kahr Flyer in der Schmiedgasse verteilt, um bei RadfahrerInnen in der Fußgängerzone die erlaubte Schrittgeschwindigkeit und mehr Rücksichtnahme einzufordern. Dies wurde und wird durch den "Tempopfeil" (Geschwindigkeitsmessung) des Kuratoriums für Verkehrssicherheit unterstrichen.

"Optische Appelle"

Comic am Kaiser-Josef-Kai © Stadt Graz/Wolfgang Wehap
Comic am Kaiser-Josef-Kai© Stadt Graz/Wolfgang Wehap

Heuer wurde die Aktion erweitert durch „optische Appelle": Bodenmarkierungen, die am gemischt genutzten Schwimmschulkai für „Gemeinsam mit Rücksicht" werben, Cartoons, welche auf den Hochwasserwegweiser-Tafeln entlang der Mur mit einem Augenzwinkern aufmerksam machen und seit Mitte Juli ein Transparent in der Schmiedgasse: „RadfahrerInnen sind in der Fußgängerzone gern gesehen, aber nur zu Gast".

3 Unfälle in 3 Jahren

Dass das individuelle Empfinden mit den Tatsachen nicht immer Hand in Hand geht, beweist die Unfallstatistik. So hat es in den Jahren 2016-2018 drei Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern gegeben, im Schnitt also nur einen pro Jahr. Trotzdem ist natürlich jeder Unfall einer zu viel, und jede subjaktiv empfundene Gefährdung muss ernst genommen werden.

Gegen Verbote, aber für Polizeikontrollen

Deshalb wird zusätzlich zu den genannten Maßnahmen die Fahrradpolizei verstärkt im Bereich der Fußgängerzonen eingesetzt. „Ich bin nicht für Sperren und Verbote und werbe immer für Verständnis. Ich stehe aber auch zu polizeilichem Einschreiten, wenn die von Sicherheit und Respekt getragenen Spielregeln grob verletzt werden - und die überwiegende Zahl jener, die sich daran halten, von einigen wenigen diskreditiert werden", betonte die Verkehrsstadträtin von MedienvertreterInnen.

Innenstadtentflechtung auch für RadlerInnen

In näherer Zukunft soll die stark frequentierte Radroute durch die Schmiedgasse eine Entlastung erfahren. Dann nämlich, wenn 2022/23 im Zuge der Straßenbahn-Innenstadtentflechtung über die Neutorgasse auch eine zusätzliche Radroute mitgeplant und realisiert werden soll.


Heidi Bekhit/Wolfgang Wehap

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