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Zum Schulbeginn: Tipps für den sicheren Schulweg

Wichtige Hinweise für Eltern und AutofahrerInnen

05.09.2019
Mit diesem Plakat rufen KFV und AUVA zu erhöhter Aufmerksamkeit im Straßenverkehr auf. © KFV/AUVA
Mit diesem Plakat rufen KFV und AUVA zu erhöhter Aufmerksamkeit im Straßenverkehr auf.© KFV/AUVA

Zu Schulbeginn sind viele Kinder zum ersten Mal selbstständig - häufig auch ohne die Begleitung Erwachsener - im Straßenverkehr unterwegs. Dadurch steigt auch das Unfallrisiko. Denn: Kinder handeln intuitiv, lassen sich leicht ablenken und können gefährliche Situationen meist nicht abschätzen. Sie kennen die Verkehrsregeln nicht oder nicht ausreichend und können gefährliche Situationen nicht abschätzen. Deshalb sind sie auch aus dem Vertrauensgrundsatz ausgenommen.

2018 wurden bei 68 Verkehrsunfällen in der Steiermark insgesamt 71 Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren auf dem Weg zur Schule teils schwer verletzt. Diese Zahlen erfordern Maßnahmen und Unterstützung von mehreren Seiten: Damit die Kinder bestmöglich geschützt werden, müssen die Eltern ihr Kind gut auf den Schulweg vorbereiten, gleichzeitig müssen aber auch die motorisierten Fahrzeuglenkerinnen und -lenker so umsichtig fahren, dass sie jederzeit gut bremsen können, appelliert das KFV - Kuratorium für Verkehrssicherheit.
 

Den Schulweg üben

Schutzmaßnahme Nummer 1: Üben Sie mit Ihrem Kind, vor allem mit Erstklässlern, den Schulweg und besprechen Sie mögliche Gefahrenstellen. Wichtig: Die Eltern sollen versuchen, die Gefahren des Straßenverkehrs aus Sicht des Kindes wahrzunehmen. Aufgrund ihrer Körpergröße und ihres Entwicklungsstandes nehmen Kinder die Verkehrssituation anders wahr als Erwachsene.

Kinder sind sehr leicht ablenkbar, ihre Aufmerksamkeit gilt nicht ungeteilt dem Verkehr. Umso wichtiger ist es, dass Eltern den Schulweg mit den Kindern immer und immer wieder und nicht nur zu Schulbeginn üben!

Sicherheits-Tipps für den Schulweg

  • Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste. Lieber eine längere Route wählen, die weniger Gefahrenstellen hat.
  • Investieren Sie genügend Zeit in die Auswahl des sichersten Schulweges - vor allem bei Überquerungsstellen.
    Suchen Sie einen möglichst sicheren Übergang, selbst wenn ein Umweg nötig ist.
  • Ideal sind Überwege mit Ampelregelung, Mittelinsel sowie Sicherung durch Exekutive oder Schülerlotsen.
    Das Queren an unübersichtlichen Stellen, wie z.B. zwischen parkenden Fahrzeugen oder Sträuchern und Kurven oder Kuppen, sollte vermieden werden.
  • Der einmal festgelegte Weg soll verbindlich sein.
  • Auch Zebrastreifen sind leider nicht sicher, da viele FahrzeuglenkerInnen nicht anhalten. Wichtig ist mit dem Kind zu üben, erst dann loszugehen, wenn die Fahrbahn frei ist bzw. alle Fahrzeuge angehalten haben.
  • Zebrastreifen zügig queren, nicht laufen - Sturzgefahr!
  • Bei Fußgängerampeln: Erklären Sie Ihrem Kind, dass „Grün" alleine nicht reicht. Immer nach beiden Seiten schauen und auf Abbieger achten.
  • Kleiden Sie sich und Ihr Kind so hell wie möglich. Schultaschen und Rucksäcke sollen auffällige helle Farben haben und mit reflektierenden Elementen ausgestattet sein. Reflexmaterialien müssen in der Höhe des Streuwinkels des Abblendlichtes getragen werden. Bei Kindern sollte der ganze Körper von den Schuhen bis zum Oberkörper reflektierende Elemente aufweisen. Reflektoren sollten rundum strahlen, um Fußgänger auch seitlich sichtbar zu machen.
  • Ab wann Sie Ihr Kind alleine gehen lassen, hängt vom Verhalten Ihres Kindes und dem Schwierigkeitsgrad des Schulweges ab.

Für Eltern, Autofahrerinnen und Autofahrer

  • Sind Sie im Umfeld von Schulen und Kindergärten unterwegs? Dann weg vom Gas, Augen auf, um Fehler der Kinder noch ausgleichen zu können.
  • Eltern, die Kinder mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen: bitte auf zu Fuß gehende Kinder und auf die Geschwindigkeit achten! 
  • Nicht direkt vor der Schule verkehrsbehindernd halten. Reversieren am schmalen Schulvorplatz gefährdet Kinder.
  • Auch Haltemöglichkeiten abseits der Schule nützen. Es dient neben der Gesundheit auch der Sicherheit, Kinder ein kurzes Stück zur Schule zu begleiten oder sie zu Fuß gehen zu lassen.
  • Erwachsene haben Vorbildwirkung für Kinder und müssen sich auch die Regeln halten!

Plakataktion von AUVA und KFV

Pünktlich zum Schulstart rufen die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt AUVA und das Kuratorium für Verkehrssicherheit KFV mit einer Plakataktion die AutolenkerInnen zu besonderer Vorsicht und erhöhter Aufmerksamkeit auf. In der Steiermark werden mehr als 1.800 Schulanfangs-Plakate "Achtung Kinder!" angebracht.

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