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Klima-Innovationsstadt Graz

Die Mitglieder des Klimaschutzfachbeirats sowie erste Projekte wurden vorgestellt

06.09.2019
Pressekonferenz zum Klimaschutz im Rathaus: FP-Klubobmann Armin Sippl, Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Bürgermeister Siegfried Nagl, VP-Gemeinderätin Anna Hopper und Vorsitzender-Stv. des Klimaschutzfachbeirats Bernhard Puttinger (v. l.) © Stadt Graz/Foto Fischer
Pressekonferenz zum Klimaschutz im Rathaus: FP-Klubobmann Armin Sippl, Vizebürgermeister Mario Eustacchio, Bürgermeister Siegfried Nagl, VP-Gemeinderätin Anna Hopper und Vorsitzender-Stv. des Klimaschutzfachbeirats Bernhard Puttinger (v. l.)© Stadt Graz/Foto Fischer

Die Regierungspartner, Bürgermeister Siegfried Nagl und Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio luden heute ins Rathaus, um einerseits die Mitglieder des Klimaschutzfachbeirats vorzustellen und andererseits erste konkrete Projekte, die mit dem 30 Millionen Euro dotierten Klimaschutzfond realisiert werden, darzulegen.

Interdisziplinärer und hochkarätig besetzter Klimaschutzfachbeirat

Stefan Schleicher © Privat
Stefan Schleicher© Privat
Bernhard Puttinger  © Jokesch
Bernhard Puttinger © Jokesch

Der Klimaschutzfachbeirat besteht aus ExpertInnen unterschiedlicher Bereiche und wird die Stadt bei der Umsetzung ihrer Maßnahmen begleiten und beraten.

Den Vorsitz übernimmt Stefan Schleicher (Wegener Center Graz),
sein Stellvertreter ist Bernhard Puttinger (Green Tech Cluster).


Weitere Mitglieder sind:

Andrea Gössinger-Wieser (Klimaschutzkoordinatorin Stmk.),
Franz Maier (Präsident des Umweltdachverbands Österreich),
Karl Friedrich (Montanuniversität Leoben) und
Florian Maringer (Erneuerbare Energien Österreich Dachverband).

Bürgermeister Nagl bedankte sich bei allen für die Bereitschaft, die Stadt in ihren Bemühungen zu unterstützen.

Klimaschutz ist keine einmalige Entscheidung

In Würdigung des kürzlich verstorbenen ehemaligen Stadtrats Helmut Strobl zitierte der Bürgermeister dessen Credo „Ich wünsche mir Solidarität ohne Bevormundung": „Dieses Credo ist gut auf den Klimaschutz anwendbar. Es geht um die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger, der Experten, NGOs, der Wissenschaft. Denn Klimaschutz ist keine einmalige Entscheidung, sondern es sind täglich unzählige Entscheidungen, die einen Einfluss haben. Seien es Nahrungsmittelwahl, Mobilität, Reiseverhalten und und und." Man müsse sich selbst die Frage stellen: „Was kann ich persönlich verändern?" Der Fingerzeig auf die Politik und damit verbunden der Vorwurf, diese würde nichts unternehmen alleine sei zu wenig.

Was bereits getan wird

Denn die Politik sei auch in der Vergangenheit bereits  für den Klimaschutz aktiv gewesen: So wurden 115 Millionen Euro in den Ausbau der Fernwärme investiert und die Anzahl der Anschlüsse von 35.000 auf aktuell 75.000 erhöht, mit dem Ziel 100.000 Grazer Haushalte mit Fernwärme zu versorgen. Auch die Ökologisierung selbiger wurde von fünf auf 30 Prozent erhöht, etwas durch die Abwärmenutzung von Sappi oder der Marienhütte. Das Carsharing TIM (Holding Graz) läuft erfolgreich, in die Straßenbahninfrastruktur wurden 117 Millionen Euro investiert. Auch das Murkraftwerk passe perfekt in die Bemühungen um die Reduktion fossiler Brennstoffe: 50.000 Grazer Haushalte werden künftig mit Wasserkraft versorgt, zählte Nagl einige Beispiele auf.

Diese Projekte kommen

Als konkrete Projekte, die bereits aus dem Klimaschutzfonds gespeist werden nannte das Koalitions-Duo die vollständige Ausstattung der öffentlichen Gebäude mit Photovoltaikanlagen, Einrichtung eines Baumfonds (in den kommenden zwei Jahren sollen 1.500 großkronige Bäume im öffentlichen Raum gepflanzt werden), die Unterstützung der Umwelttechnologieunternehmen. Auch bewusstseinsbildende Maßnahmen werden notwendig sein, um eine möglichst breite Bevölkerung ins Boot zu holen. Als eine davon präsentierte der Vizebürgermeister eine Onlinebefragung, an der ab morgen, 7. September 2019, alle GrazerInnen 14 Tage lang teilnehmen können. Der Weg zur Befragung führt über folgenden Internet-Link: tinyurl.com/Klimaschutz-in-Graz

Eustacchio ist davon überzeugt, dass Wandel im Kopf passiere und man diese Themenstellung an die Menschen herantragen müsse. Zudem nahm er auf einen Punkt der Dienstag-Pressekonferenz Bezug und betonte: „Die Plabutschgondel ist nicht abgesagt. Die dafür reservierten Mittel erfahren nur eine andere Priorität. Die Klimaschutzmaßnahmen werden vorgezogen."

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