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Murkraftwerk in Betrieb genommen

09.10.2019

CO2-freier Strom für 45.000 Menschen

Rund zehn Jahre nach Beginn der Planungsarbeiten wurde das Murkraftwerk Graz am 9. Oktober 2019 erstmals offiziell in Betrieb genommen. Das Murkraftwerk Graz bringt eine Leistung von 17,7 Megawatt und speist ab sofort jährlich 82 Millionen Kilowattstunden grünen Strom ins Netz ein. Damit wird der Bedarf von mehr als 45.000 Menschen in der steirischen Landeshauptstadt bzw. der Verbrauch von über 20.000 E-Autos abgedeckt. Durch das Murkraftwerk kann ein Schadstoffausstoß von über 60.000 Tonnen CO2 verhindert werden. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 80 Millionen Euro. Das ist eine der größten Investitionen in der Geschichte der Energie Steiermark. Bei der Auftragsvergabe wurde außerdem stark auf Regionalität geachtet. Mehr als 90 Prozent aller Aufträge gingen bei dem Bau an regionale Unternehmen, sie haben in Summe rund 1800 steirische Arbeitsplätze gesichert und tragen zur regionalen Wertschöpfung in der Steiermark bei. In Sachen Ökologie wurden gleich 99 Ausgleichsmaßnahmen realisiert, um den Lebensraum entlang der Mur nachhaltig durch zahlreiche Angebote zu erweitern.

Für Schwindelfreie gab es heute eine ganz besondere Aussicht aufs Murkraftwerk. © Stadt Graz/FischerFreudige Gesichter bei der Eröffnung: Holding Graz Vorstand Gert Heigl, Bürgermeister Siegfried Nagl, Energie Steiermark Vorstand Christian Purrer, Holding Graz Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik, Vizebürgermeister Mario Eustacchio und Energie Steiermark Vorstand Martin Graf (v.l.) © Stadt Graz/FischerZahlreiche Ehrengäste fanden sich im Maschinenraum ein. © Stadt Graz/FischerAb jetzt auf "On" gestellt: Das Murkraftwerk © Stadt Graz/Fischer

Stimmen zur Inbetriebnahme

Bürgermeister Siegfried Nagl: Heute ist ein Freudentag für die Landeshauptstadt Graz. Das ist eines der tollsten Projekte, dass man in Zeiten, wo der Klimaschutz so wichtig wie noch nie ist, realisieren kann. Ich bin riesig stolz auf dieses lebenswerte Projekt.

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: Es hat sich gezeigt, dass auch viele der Kritiker des Murkraftwerks überzeugt wurden. Wir sind hier am richtigen Weg für die Umwelt, für den Klimawandel und für die Wirtschaft.

Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer: Was bei diesem Projekt geleistet wurde, ist einzigartig. Es ist ganz starkes Symbol für den Beginn eines Weges in der Steiermark, zu mehr Klimaschutz und einer intakten Umwelt.

Energie-Steiermark-Vorstand Christian Purrer: Es ist ein emotionaler Tag für mich. Ich wünsche mir, dass alle die über Klimawandel und Umweltschutz sprechen, im Ernstfall hinter Projekten wie diesem stehen.

Energie-Steiermark-Vorstand Martin Graf: Wir haben eine Perspektive für unser Unternehmen geschaffen und viele Widerstände überwunden. Ich bin überzeugt, dass es schon bald viele Anhänger von diesem Kraftwerk geben wird.

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