• Seite vorlesen
  • Feedback an Autor
  • Auf Twitter teilen
  • Auf Facebook teilen

Dämmerungseinbrüche: So schützen Sie sich selbst!

Thema des Monats - November 2019

31.10.2019

Verstärkter Austausch mit der Bevölkerung

Mit Beginn der kalten Jahreszeit und der frühen Dunkelheit steigt auch wieder die Zahl der Einbrüche. Die Polizei geht daher verstärkt gegen diese Kriminalitätsform vor. Vernetzte Analysen und damit raschere Fahndungen und Ermittlungen sollen gemeinsam mit mehr Prävention und verstärktem Austausch mit der Bevölkerung helfen. Der direkte Kontakt zur Polizei steht im Mittelpunkt. 

Abteilungsinspektor Arthur Guganigg ist seit vielen Jahren im Bereich der Kriminalprävention tätig. In diesem Interview gibt er Tipps, wie man das Risiko reduziert, selbst Opfer eines Dämmerungseinbruchs zu werden.

Das Interview mit dem Experten der Polizei

Schutz vor Dämmerungseinbrüchen: Zeitung entfernen, Postkasten entleeren ... © LPD Stmk_Jürgen Makowecz
Schutz vor Dämmerungseinbrüchen: Zeitung entfernen, Postkasten entleeren ...© LPD Stmk_Jürgen Makowecz
... Fenster und Balkontüren schließen ... © LPD Stmk_Jürgen Makowecz
... Fenster und Balkontüren schließen ...© LPD Stmk_Jürgen Makowecz

Zu welcher Jahres- bzw. Tageszeit werden „Einbrecher" für gewöhnlich aktiv?

Arthur Guganigg: "Die Dämmerungseinbrecher schlagen für gewöhnlich von November bis Jänner zu. In der Steiermark haben wir aber bereits jetzt im Oktober vereinzelte Fälle vorliegen. Die Täter sind besonders in der Dämmerungszeit unterwegs."

Wo setzt die steirische Polizei hier an?

Arthur Guganigg: "Seit mehreren Jahren gibt es ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Dämmerungseinbrüchen. Dieses Paket besteht aus Analyse, Fahndungs- und Ermittlungsarbeit sowie verstärkten Präventionsmaßnahmen. Die Prävention zielt darauf ab, BürgerInnen zu helfen, sich selbst zu schützen. Durch die Änderungen des eigenen Verhaltens oder durch die Anwendung technischer Hilfsmittel soll die Wahrscheinlichkeit minimiert werden, selbst Opfer eines Verbrechens zu werden."

Wie können sich die Menschen am besten schützen? 

Eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe sind enorm wichtig. Eine Vertrauensperson, die zum Beispiel bei Abwesenheit nach dem Rechten sieht oder den Postkasten entleert, leistet wertvolle Dienste. Wir wollen als Polizei  die Menschen dazu motivieren, uns bei verdächtigen Beobachtungen zu verständigen. Niemand soll sich scheuen die nächste Polizeidienststelle zu kontaktieren oder im Notfall 133 zu wählen."

Welche konkreten Tipps kann die Kriminalprävention diesbezüglich noch geben?

... für gute Beleuchtung sorgen ... © LPD Stmk_Jürgen Makowecz
... für gute Beleuchtung sorgen ...© LPD Stmk_Jürgen Makowecz
... und bei verdächtigen Wahrnehmungen die Polizei unter Tel. 133 anrufen.  © LPD Stmk_Jürgen Makowecz
... und bei verdächtigen Wahrnehmungen die Polizei unter Tel. 133 anrufen. © LPD Stmk_Jürgen Makowecz
  • Vermeiden Sie Zeichen der Abwesenheit. Leeren Sie Briefkästen und beseitigen Sie Werbematerial.

  • Schließen Sie Fenster, Terrassen- und Balkontüren und lassen Sie diese nicht gekippt. Versperren Sie die Wohnungstür und ziehen diese nicht nur hinter sich zu. Machen Sie das auch, wenn Sie nur kurzzeitig abwesend sind.

  • Räumen Sie weg, was Einbrecher leicht  für ihre Zwecke nützen können (zum Beispiel herumstehende Leitern oder andere Aufstiegshilfen).

  • Verwenden Sie bei Abwesenheit in den Abendstunden Zeitschaltuhren und installieren Sie eine Außenbeleuchtung.

  • Sichern Sie Terrassentüren und lassen Sie nur hochwertige Schlösser und Schließzylinder einbauen.

  • Verstauen Sie Ihre Wertsachen und wichtigen Dokumenten auch in den eigenen  Wohnräumen an einem sicheren Ort und lassen diese nicht offen liegen.

Verdächtiges sofort der Polizei melden!

Besonders wichtig ist es wie gesagt auch, gute nachbarschaftliche Beziehungen zu pflegen, aber auch im Ernstfall Zivilcourage zu beweisen und verdächtige Umstände sofort bei der Polizei zu melden. Hinweise aus der Bevölkerung können nämlich zur Aufklärung bereits geschehener Verbrechen aber auch zur Verhinderung von Einbruchsdiebstählen beitragen. 

Sollten Sie ZeugIn eines Einbruchsdiebstahles werden oder einen Einbruchsdiebstahl wahrnehmen, greifen Sie nicht selbst ein, sondern rufen Sie unverzüglich die Polizei (133). 

An wen kann ich mich als BürgerIn wenden? 

Beamte der Kriminalprävention sind über jede Polizeidienststelle - Servicetelefonnummer 059133 - erreichbar. Bei verdächtigen Wahrnehmungen bzw. im Notfall wählen Sie unbedingt die 133.

 

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).