• Seite vorlesen
  • Feedback an Autor
  • Auf Twitter teilen
  • Auf Facebook teilen

Brandgefahren zur Advent- und Weihnachtszeit

29.11.2019
Warnlage "Weihnachten" © GUSSMAGG-art.com/zVgv LFV Steiermark
Warnlage "Weihnachten"© GUSSMAGG-art.com/zVgv LFV Steiermark

Am kommenden Sonntag (1.12.) beginnt nicht nur ein neues Kirchenjahr, sondern auch der Weihnachtsfestkreis. Im christlichen Verständnis ist dies die Zeit der Besinnung und Vorbereitung auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Obwohl im Spannungsfeld zwischen Religion und Kommerz, zählen die Wochen vor Weihnachten trotzdem zur wohl stimmungsvollsten Zeit im Jahreslauf.  Einem Brauchtum folgend, werden am kommenden Sonntag auch viele Menschen die erste Kerze am Adventkranz entzünden.

Die Advent- bzw. Weihnachtszeit ist aber leider auch mit einer erhöhten Brandgefahr in Wohnräumen u.ä. verbunden. Ursachen dafür gibt es viele. Die Palette möglicher Gründe reicht dabei von mangelnder Achtsamkeit im Umgang mit brennenden Kerzen, falsch oder zu früh entsorgter (heißer) Asche, über defekte Lichterketten (oder ähnliche Dekorationsartikel) bis hin zu trockenen Adventkränzen und -gestecken (sowie Christbäumen). Mit einfachen Maßnahmen kann jeder seinen eigenen persönlichen Beitrag leisten, um mögliche Gefahrenquellen von Anfang an zu bannen. Das hilft ungemein, sich selbst und seine Lieben vor ungewollten und bösen Überraschungen zu bewahren.  

Dazu gibt es vom Landesfeuerwehrverband Steiermark, rechtzeitig vor Adventbeginn, die entsprechenden Hinweise, Anregungen und Tipps.

Heiße Asche

  • Kachel- und Kaminöfen, Tischherde oder Heizungsanlagen mit Festbrennstoffkesseln haben in den kalten Herbst- und Wintermonaten Vollbetrieb.  Durch eine zu unachtsame Ascheentsorgung kommt es in dieser Jahreszeit meist zu einer Häufung von Müllkübelbränden oder Bränden von Müllfahrzeugen.
  • Im schlimmsten Fall auch zu Bränden von Wohnung oder Haus, wenn beispielsweise die Asche mittels eines handelsüblichen Staubsaugers aus dem Ofen gesaugt wird (und dieser in der Wohnung/im Haus im z.B. Kasten verstaut ist). Spätestens hier droht große Gefahr für Leib und Leben.
  • Vorsicht: Asche braucht viel Zeit, um vollständig auszukühlen. Bis zu drei Tage lang kann diese noch glühende Partikel enthalten - deswegen ausreichend lange in geeigneten Behältern auskühlen lassen und erst dann über den Restmüll entsorgen.

 

Leuchtmittel, Kerzen und offenes Feuer

  • Bei elektrischen Lichterketten darauf achten, dass Steckdosen nicht überlastet werden. Vor Inbetriebnahme (und auch während der Verwendung) sollten Anschlüsse und Kabel sorgfältig kontrolliert werden.
  • Bei Schäden ist anzuraten, die Kette nicht mehr benutzen. Es besteht die Gefahr eines Kurzschlusses. Vorgaben des Herstellers sind unbedingt zu beachten.
  • Nur entsprechend zertifizierte und sicherheitsgeprüfte elektrische Lichterketten aus dem Fachhandel verwenden.
  • Defekte Leuchtmittel austauschen bzw. defekte Dekorationselemente umgehend außer Betrieb nehmen.
  • Brennende Kerzen (besonders in Wohnräumen) dürfen niemals unbeaufsichtigt gelassen werden (auch nicht kurz) - und wird empfohlen, diese nur in standfesten und nicht brennbaren Kerzenständern zu verwenden.
  • Vorsicht heiß: die heißesten Bereiche liegen außerhalb der gelbleuchtenden Flamme und entwickeln durchaus Temperaturen im Bereich von 600 bis 800 Grad Celsius. Daher Kerzen niemals in der Nähe von Vorhängen oder anderen brennbaren Materialien aufstellen und entzünden: mindestens 50 cm Abstand zu brennbaren Materialien.
  • Bei brennenden Kerzen keine Fenster offen lassen, da die Zugluft leicht Papier oder andere brennbare Materialien in die Nähe der Flammen wehen kann.

 

Adventkranz

So darf keine Adventfeier enden! © LFV/ Franz Fink
So darf keine Adventfeier enden!© LFV/ Franz Fink
  • Der Adventskranz steht auf einer nicht brennbaren Unterlage - etwa einer Glasplatte oder einem großen Porzellan- oder Metallteller - am sichersten.
  • Lassen Sie den Adventkranz nicht aus den Augen wenn die Kerzen entzündet sind. Sollte eine Kerze zu weit abbrennen, kann so im Ernstfall sofort reagiert werden. Abgebrannte Kerzen bitte austauschen.
  • Je trockener bzw. dürrer Zweige sind, desto höher wird die Brandgefahr. (Auf das „Nadeln" achten). Regelmäßig mit Wasser besprühen.
  • Kerzenhalter sollten aus feuerfestem Material sein und die Kerze stabil halten. (Befestigungsdraht ist ungeeignet).

Christbaum

Albtraum Christbaumbrand! © H.Kollinger
Albtraum Christbaumbrand!© H.Kollinger
  • Die Verwendung von standsicheren, eventuell mit Wasser gefüllten Weihnachtsbaumständern, wird angeraten.
  • Beim Aufstellen des Christbaumes sollte für einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 cm zu brennbaren Materialen wie Vorhang etc. gesorgt sein. Auch zu Heizkörpern wird ein genügend weiter Abstand empfohlen.
  • Am Christbaum echte Kerzen immer senkrecht befestigen und genügend Abstand zu den Zweigen halten.
  • Es wird angeraten den Christbaum so aufzustellen, dass im Falle eines Brandes das rasche Verlassen des Raumes ungehindert möglich ist.
  • Ein Verzicht auf brennbare Stoffe wie Papier, Watte, Zelluloid und Zellwolle, wie auch von Spritzkerzen, ist von Vorteil.

Vorsicht bei Kindern

  • Wer mit Kindern feiert, sollte diesen die Gefahr, die vom Feuer ausgeht, unbedingt verdeutlichen. Feuerzeuge und Streichhölzer sollten für Kinder unerreichbar aufbewahrt sein.
  • Kinder über das richtige Verhalten im Brandfall informieren (z.B. Notruf absetzen).

Im Brandfall: Ruhe bewahren

  • Immer Löschmittel bereithalten (Feuerlöscher, Kübel mit Wasser), im Brandfall mit Wasser oder Feuerlöscher sofort löschen.
  • Wenn der Löschversuch misslingt...
  • Weiterhin Ruhe bewahren
  • Den Raum - die Wohnung - das Haus sofort verlassen, Türen zum Brandraum schließen, Feuerwehr  über Notruf 122 alarmieren (Was ist passiert, wo ist es passiert, wer ruft an: Notfall beschreiben, dem Disponenten Personen- und/oder Sachschäden mitteilen, genaue Adresse mit Straße, Hausnummer, Stiege, Türnummer sowie Zufahrtsmöglichkeiten oder eventuelle Zufahrtseinschränkungen mitteilen, allfällige Rückfragen des Disponenten beantworten, das Gespräch erst beenden wenn alle Notruferangaben vom Disponenten erfasst und bestätigt wurden), danach Mitbewohner bzw. Nachbarn warnen, Feuerwehrkräfte an markanter Stelle (z.B. beim Haustor) erwarten und einweisen.

Rauchwarnmelder

  • Rauchwarnmelder in der Wohnung (im Haus) verringern das Risiko einer unbemerkten Brandausbreitung enorm, weil sie rechtzeitig Alarm geben.
  • Die „kleinen Lebensretter" gibt es günstig im Fachhandel. Beim Kauf unbedingt auf ein entsprechendes CE-Prüfzeichen achten, um sicherzugehen, dass das Produkt den erforderlichen Normen entspricht.

(Quelle: LFV)

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).

Zuständige Dienststelle

Wetterwarnung